Vegetarischer und veganer Brotaufstrich: oft fett und fad

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Ist vegetarischer Brotaufstrich wirklich besser als Käse und Wurst aufs Brot? Viele Pasten strotzen vor Fett und Zusatzstoffen, sind hoch verarbeitet und schmecken oft langweilig. Doch es gibt auch gemüsige Aufstriche mit Biss. Utopia hat den Test gemacht und sich zehn Produkte genauer angeguckt.

Veggies machen´s anders. Lieber als Leberwurst streichen sie sich eine fleischfreie, vegetarische oder vegane Paste aufs Brot. Und haben da inzwischen die Qual der Wahl. Denn nicht nur Bioläden und Reformhäuser bieten vegetarischen Brotaufstrich an. Die Gläser und Döschen mit Aufstrich sind heute auch in jedem Supermarkt, Discounter und Drogeriemarkt zu finden.

Vegetarischer Brotaufstrich: das Kleingedruckte …

Vegetarischer Brotaufstrich lockt auf dem Bild des Etiketts meist mit knackigen Tomaten, frischen Auberginen oder zarten Shiitake-Pilzen. Doch der Blick in die kleingeduckte Zutatenliste ist oft ernüchternd. Denn meist kommt nur ganz wenig Grünzeug in die Dose, stattdessen strotzen die Wurstalternativen vor Fett, Zusatzstoffen und Salz.

Knackfrisch schmeckt es selten. Um Aufstriche monate- bis jahrelang haltbar zu machen, werden vegetarische Brotaufstriche in der Dose oder im Glas sterilisiert oder pasteurisiert, also für wenige Sekunden oder Minuten hoch erhitzt. Dabei bleiben Vitamine auf der Strecke und auch der Geschmack leidet.

Doch es geht durchaus auch anders. Im Kommen sind vegane und vegetarische Brotaufstriche mit viel Gemüse, knackigen Stückchen und frischem Geschmack. In unserer Bildergalerie stellen wir dir zehn fleischfreie Brotaufstriche mit Stärken und Schwächen vor.

Tipps zum Kauf von pflanzlichem Brotaufstrich

Checkt zuerst die Zutatenliste. Am Anfang der Aufzählung steht bei einem vegetarischen Brotaufstrich am besten „Gemüse“, z. B. getrocknete Tomaten oder „Tomaten“ und hier ein möglichst hoher Anteil, mindestens 40 bis 50 Prozent sollten es schon sein. Denn so erhält man einen Aufstrich mit mehr Gemüse als Fett.

Proteine sind gut. Stehen Grünkern, Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne oder Tofu ganz vorn im Zutatenverzeichnis, ist das auch in Ordnung. So kommen mit dem Aufstrich vor allem pflanzliches Eiweiß und Mineralstoffe aufs Brot.

Aufs Öl achten. Auch „Öl“, z.B. Sonnenblumen-, Raps- oder Olivenöl, oder auch Nüsse und Kerne an erster Stelle der Aufzählung eines Brotaufstrichs sind gut. Die Fette liefern vor allem herzgesunde, mehrfach ungesättigte Fette. Aber: Die fettreichen Pasten besser stets nur dünn aufs Brot streichen! Sonst wird´s zu üppig.

Palmöl meiden. Häufig findet man zuvorderst auch Kokos- oder Palmfettfett. Sie sind weniger gesund, denn sie enthalten vor allem gesättigte Fette, zudem können die Fette gehärtet sein. Konventionelles Palmfett ist zudem tabu, denn meist kommt es von Plantagen, die Monokulturen sind, und da wird gespritzt. Siehe Palmöl.

Vorsicht bei Aromen. Veggie-Aufstriche sollten immer ohne Zusatzstoffe wie z.B. Hefeextrakt, Aromen und Citronensäure sein. Gute, aromatische Zutaten brauchen diese Hilfsmittel nicht.

Dickungsmittel gut oder schlecht? Dickungsmittel sind in den vegetarischen Brotaufstrichen meist enthalten, damit die Paste nicht vom Brot fließt. Üblich sind Johannisbrotkernmehl oder Guarkernmehl. Sie sind auch für Bio-Lebensmittel erlaubt.

Auf Sauberkeit achten. Da Aufstriche leicht verderben, sollte man sie immer mit einem frischen Löffel entnehmen, stets im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Zu Theoretisch? Die Bildergalerie schaut sich ganz konkret zehn fleischfreie Brotaufstriche mit Stärken und Schwächen an.

Hast du einen Lieblings-Brotaufstrich, der dir besonders gut schmeckt? Oder ist dir ein vegetarischer Brotaufstrich aufgefallen, der ein absurdes Verhältnis von Versprechen auf dem Etikett und Prozentangabe in der Zutatenliste aufweist? Schreib uns in den Kommentaren!

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