Waldhonig: Das ist der Unterschied zu herkömmlichem Honig

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Bienen saugen den Nektar aus Blüten und produzieren so Honig, richtig? Nicht ganz. Der Waldhonig wird nämlich nicht aus Blütennektar gewonnen, sondern aus Honigtau. Was das ist und wie Waldhonig entsteht, erfährst du in diesem Ratgeber.

Waldhonig besteht nicht aus Blütennektar

Die fleißigen Bienchen sammeln nicht nur Nektar, sondern auch Honigtau.
Die fleißigen Bienchen sammeln nicht nur Nektar, sondern auch Honigtau. (Foto: CC0 / Pixabay / skeeze)

Generell wird Honig in Blütenhonig und Honigtauhonig unterscheiden, der auch Waldhonig genannt wird.

  • Während Blütenhonig überwiegend aus Blütennektar besteht, sammeln die Bienen für den Waldhonig den sogenannten Honigtau.
  • Honigtau ist eine zuckerhaltige Substanz und wird von pflanzensaugenden Insekten ausgeschieden, insbesondere von Pflanzenläusen. Diese ernähren sich von Pflanzensäften verschiedener Laub- und Nadelbäume.
  • Die Bezeichnung Waldhonig rührt daher, dass Honigtau vor allem an den Waldbäumen Fichten, Eichen und Tannen zu finden ist.

Waldhonig und Blütenhonig – Unterschiede im Detail

Waldhonig hat eine dunklere Farbe als Blütenhonig.
Waldhonig hat eine dunklere Farbe als Blütenhonig. (Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Darüber hinaus unterscheiden sich Honigtau- bzw. Waldhonig von Blütenhonig in einigen Aspekten:

  • Aussehen: Waldhonig hat eine dunkle Farbe, Blütenhonig ist (je nach Sorte) deutlich heller.
  • Geschmack: Im Vergleich zu Blütenhonig schmeckt Waldhonig kräftiger, etwas würzig und herber, häufig mit einer malzigen Noten.
  • Konsistenz: Waldhonig hat oft eine festere Konsistenz, bleibt jedoch länger flüssig als Blütenhonig.
  • Bestandteile: In Waldhonig ist weniger Glukose und Fruktose enthalten als in Blütenhonig. Stattdessen besteht er zu 25 bis 55 Prozent aus Saccharose. Außerdem liefert Waldhonig mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als Blütenhonig, so die Verbraucherzentrale Bayern.
  • Gesundheit: Da Waldhonig mehr Mineralstoffe und Spurenelemente, aber auch ätherische Öle enthält, gilt er prinzipiell als der gesündere Honig. Eine österreichische Studie von 2007 zeigte jedoch, dass freie Radikale im Körper mit Blütenhonig besser als mit Waldhonig gebunden werden.

Der Tannenhonig – ein spezieller Waldhonig

Eine echte Rarität ist der Tannenhonig, der ebenso zu den Honigtauhonigen zählt. Dabei wird der Honigtau von Weißtannen gewonnen. Die Farben des Honigs können von Dunkelbraun bis Grünschwarz reichen, während der Geschmack eine unverkennbare Tannen-Note aufweist. Dieser Honig ist besonders reich an gesunden ätherischen Ölen, weshalb er bei Bronchialerkrankungen als gutes Hausmittel gilt.

Ob Waldhonig oder Blütenhonig – regional sollte er sein

Honig direkt vom Imker - regional, fair und ökologisch.
Honig direkt vom Imker – regional, fair und ökologisch. (Foto: CC0 / Pixabay / groundhodg)

Die Deutschen sind nicht nur für ihren hohen Honigkonsum bekannt, sondern auch für die gute Qualität des Honigs aus der Heimat. Deshalb tust du nicht nur der Umwelt, sondern auch dir und deiner Gesundheit einen Gefallen, wenn du auf regionalen Honig setzt.

Auf der Online-Plattform NearBees kannst du Honig direkt vom Imker aus deiner Gegend finden und kaufen. Noch einen Schritt weiter kannst du gehen, indem du selbst zum Hobby-Imker wirst und so auch den Bienen hilfst.

Worauf es beim Honig-Kauf noch ankommt, erfährst du in unserem Spezial-Artikel zu Bio-, Fairtrade- und Imker-Honig.

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