Gute Idee: Weihnachtsbäume mieten statt kaufen

Fotos: chamillew, Christian Schwier / stock.adobe.com

Wie wäre es, dieses Jahr mal einen Weihnachtsbaum zu mieten statt zu kaufen? Immerhin hat der Baum spätestens im Januar ausgedient und wird entsorgt. Weihnachtsbäume zum Mieten sind da deutlich nachhaltiger.

Als verantwortungsvolle Konsument*innen sparen wir Strom, vermeiden Plastik, kaufen Bio und fahren Fahrrad. Wir sind gegen die Lebensmittelverschwendung und gegen Wegwerfen.

Aber an Weihnachten wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht: Denn unsere Weihnachtsbäume kaufen viele von uns noch immer beim Baumarkt um die Ecke. Und am Ende sind wir froh, wenn wir das nadelnde Ding nach Neujahr möglichst problemlos wieder loswerden.

Weihnachtsbaum im Topf mieten?

Einen Baum mit Wurzeln zu kaufen und ihn nach den Weihnachtsfeiertagen wieder einzupflanzen klingt nach einer schönen und nachhaltigeren Idee. Aber nicht jede*r hat einen Garten – oder Lust, alle Jahre wieder eine neue Tanne oder Fichte in die Erde zu setzen.

Einen Weihnachtsbaum zu mieten, könnte diese Probleme lösen: Weder müsste man Wälder mit Wegwerfbäumen anlegen, noch eigene Bäume im Garten halten. Aber geht das überhaupt? Ja klar!

Lebenden Tannenbaum mieten – aber wo?

Tipps zum Starten:

  • Vor allem bei lokalen Baumschulen und regionalen Förstereien kann man Weihnachtsbäume mieten.
  • Auch bei einigen lokalen Versandunternehmen und Eventagenturen kann man bereits Tannenbäume mieten, inzwischen auch bei Spezialanbietern nur für Weihnachtsbäume.
  • Von billigen Miet-Bäumen aus Baumärkten und Discountern raten wir eher ab, weil die Bäume dort möglicherweise bereits beschädigt sind. Denn einen Baum mietfähig zu machen (so dass er danach auch wieder ausgesetzt werden kann) ist schwierig und nicht billig.

Natürlich wäre es klüger, gleich regionale Bäume zu mieten – wobei allerdings nicht überall überhaupt regionale Bäume verfügbar sind. Dennoch ein paar Tipps für Stadtbewohner*innen:

  • In Berlin gibt es zum Beispiel weihnachtsbaum-mitte.de, wo es vor allem Nordmann-Tannen im 10-Liter-Topf gibt. Sympathisch: Es gibt krumme Tannenbäume für den kleinen Geldbeutel! Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es dieses Jahr voraussichtlich keine Mietstation in Berlin-Mitte, dafür aber den Weihnachtsurwald am Prenzlauer Berg.
  • Für Berlin und Potsdam gibt es auch bei wundertree.co Weihnachtsbäume zur Miete.
  • In Hamburg bietet zum Beispiel Rent-A-Plant Weihnachtsbäume an.
  • Im Raum Paderborn gibt es die Paderbäumchen zum Mieten.
  • In und um Wien, Graz und München liefert Greentree.at Miet-Christbäume.
  • Es gibt auch deutschlandweite Anbieter wie weihnachtsbaumfreunde.de. Sie sammeln die Bäume in Städten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf oder Frankfurt auch wieder ein.

Tipp: Um lokale Anbieter zu finden lohnt, sich die Suche mit Google – Suchergebnisse werden dann eurem Standort angepasst. Hier können wir nur Beispiele geben, aber nicht alle regionalen Anbieter auflisten (nennt uns aber gerne welche in den Kommentaren).

Miet-Bäume brauchen Pflege

Ist das nun immer nachhaltiger? Dazu gibt es keine aussagestarken Daten. Klar ist aber: Der (Weihnachts-)Baum lebt danach weiter.

Weihnachtsbäume im Topf zu mieten ist unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten natürlich nur dann sinnvoll, wenn der Baum auch wirklich nach Weihnachten weiterlebt. Es ist daher wichtig, dass er zu Hause sorgsam behandelt wird und nicht zu lange im Wohnzimmer steht. Die meisten Anbieter holen den Baum kurz nach Neujahr wieder ab, um ihn schnell wieder einzupflanzen.

Wichtige Pflegetipps für gemietete Weihnachtsbäume:

  • Der Miet-Weihnachtsbaum sollte langsam an die wärmere Temperatur gewöhnt werden und nicht neben der Heizung stehen.
  • Du solltest ihn regelmäßig, aber nicht zu viel gießen.
  • Kunstschnee und Lametta sind tabu.

Damit du wirklich Freude an dem gemieteten Weihnachtsbaum hast, solltest du in jedem Fall auf die Herkunft achten und mögliche Alternativen zum Weihnachtsbaum in Betracht ziehen: Auch bei „lebenden“ Weihnachtsbäumen ist Baum nicht gleich Baum. Heute wird der Großteil unserer Weihnachtsbäume in großflächigen Monokulturen angebaut und mit Düngern und Pestiziden behandelt. Das schädigt nicht nur die Böden und Gewässer, sondern unter Umständen auch unsere Gesundheit – wenn wir uns den giftigen Baum ins Wohnzimmer stellen. Es ist daher sinnvoll, auf Öko-Siegel oder auf regionale Herkunft Wert zu legen.

Weihnachtsbäume mieten oder nicht – Hauptsache nachhaltig

Natürlich ist Weihnachtsbäume mieten für bewusste Verbraucher*innen nur eine, aber nicht die einzige interessante Option. Wenn du weißt, wo du einen geschlagenen Baum aus garantiert nachhaltigen Bedingungen kaufen kannst – also zum Beispiel aus regionaler Durchforstung – liegst du damit sicher nicht falsch.

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Pinterest (Foto: Getty Images Pro / IrisImages)

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(16) Kommentare

  1. östlich von München in der Baumschule Schwanenland in Zorneding http://www.schwanenland-baumschule.de kann man auch Weihnachtsbäume aussuchen und mieten/kaufen , sogar als ABO über mehrere Jahre der Gleiche, wenn zu groß wird die Tanne dann in nahgelegene Klimaschutzwälder ausgepflanzt und kann dort ein Baumleben (immerhin bis zu 400 Jahre) weiterwachsen…. tolle Idee, oder?