Plastik vermeiden: 7 einfache Tipps für weniger Plastikmüll

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Plastik vermeiden ist sinnvoll: Der viele Plastikmüll verschmutzt Land und Meer, landet in den Mägen von Tieren und somit später auf unserem Teller – das ist nur ein Beispiel, wie verheerend sich Plastik auf unsere Umwelt auswirkt.

Allein die Stadt München wirft so viel Plastik weg, dass man die halbe Frauenkirche damit füllen könnte – und das täglich! Doch wir alle können unser Konsumverhalten ändern, Plastik vermeiden und so am Ende den Plastikmüll reduzieren.

Und das ist eigentlich ganz einfach, du wirst sehen! 

Tipp 1: Mit Beuteln einfach das Plastik vermeiden

Geh einfach nicht mehr ohne Taschen und Beutel aus dem Haus, dann brauchst du nie eine Tüte. Du hast zum Beispiel bestimmt eine ordentliche Sammlung Stoffbeutel im Schrank liegen: Deponiere einen bei der Arbeit, einen in der Tasche, einen neben dem Schlüsselbrett und, falls du eines besitzt, auch einen im Auto.

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Einen Beutel nehmen, Seifenstück statt Plastikflaschen-Duschgel: Plastik vermeiden ist eigentlich ganz einfach!
Einen Beutel nehmen, Seifenstück statt Plastikflaschen-Duschgel: Plastik vermeiden ist eigentlich ganz einfach! (Foto "Incase x Jonas Torvestig x THIS LA" von incase unter CC BY 2.0, Foto "Soap" von Ilya Yakubovich unter CC BY-SA 2.0)

Tipp 2: Plastik vermeiden beim Lebensmittelkauf

Verzichte auf eingeschweißte Gurken und Bananen, Kiwis und Äpfel im Papier-Plastik-Bett oder mehrfach ineinander verpackte Weihnachts- und Oster-Plastikmonster: Kauf einfach nur Lebensmittel, die keine unnötige Verpackung haben. Statt den Joghurt in vier kleinen Plastikbechern nimm den größeren Pfand-Glasbehälter und hilf so, Plastik zu vermeiden.

Übrigens: Nur in konventionellen Supermärkten müssen Bio-Produkte gesondert verpackt sein (eigentlich müssten es die konventionellen Obst- und Gemüse-Waren sein, aber die sind dort ja meist in der Mehrzahl).

In Bioläden ist das nicht nötig – kaufe also Bio vorzugsweise im Bioladen ein. Und ja: Bio-Supermärkte geben in Sachen Plastik nicht immer ein gutes Beispiel ab – die klassischen Bioläden sind daher in Sachen Plastikvermeidung oft die bessere Wahl.

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Tipp 3: Plastikmüll vermeiden beim Kaffee

Kaffee gehört bei vielen zu den Lieblingsgetränken. Kein Wunder also, dass wir auch unterwegs gerne einen Coffee To Go schlürfen, und das ist auch okay so – solange du Einwegbecher vermeidest.

Mit deinem eigenen Thermobecher schmeckt nicht nur der Caffè Latte besser, sondern du vermeidest auch viel Müll. Wer keinen dabei hat, kann zumindest auf den Plastikdeckel verzichten und nur den „Papp“becher nutzen (der übrigens innen meist mit Plastik beschichtet ist).

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Tipp 4: Plastik vermeiden bei Durstlöschern

Dieser Tipp vermeidet nicht nur Plastikmüll, sondern spart echt eine Menge Geld. Fast überall in Deutschland kannst du Leitungswasser in sehr guter Qualität kostenlos aus dem Hahn abfüllen – du erkennst Menschen, Unternehmen und Orte, die mitmachen, am Refill-Sticker. Nimm für unterwegs einfach wieder befüllbare Trinkflaschen mit und spar dir die Plastikflaschen.

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Tipp 5: Plastikmüll vermeiden bei Snacks

Plastikdosen oder Kochlöffel aus Kunststoff – in der Küche findet sich oft besonders viel Plastik. Schmeiß deinen Plastik-Hausrat jetzt aber nicht einfach weg, denn dadurch ist nichts gewonnen. Denn:

  • Vor allem Einwegplastik ist schlecht, aber …
  • Mehrwegplastik, etwa in Form von Kunststoffdosen, ist vielleicht nicht perfekt – aber im Vergleich okay, wenn es denn sinnvoll und bis zum Ende seiner Nutzbarkeit verwendet wird.

Viel Plastik holen wir uns mit abgepackten Snacks für die Mittagspause aus dem Supermarkt ins Haus – oft sind es To-Go-Sünden. Dabei muss das nicht sein: Wer seine Snacks selber vorbereitet, spart Geld und muss keine Plastikbecher und Plastikschüsseln von Fertigsalaten wegschmeißen.

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Plastik vermeiden: mit Brotdosen aus Edelstahl oder Glas
Plastik vermeiden: mit Brotdosen aus Edelstahl oder Glas (Foto: © ECO Brotbox)

Tipp 6: Körperpflege ohne Plastikmüll

So viele Tuben, Flaschen und Spender! Das Bad ist ein Ort, aus dem einige Dinge besser verschwinden sollten. Doch: Keine Panik! Beginne im Bad einfach mal mit der Seife.

Ersetze den Plastikspender der Flüssigseife durch ein Stück feste Seife. Wer nicht auf Seife in flüssiger Form verzichten will, der kauft Vorratspackungen und füllt den Seifenspender nach, aber feste Seife ist völlig okay.

Plastik vermeiden: Stück Seife statt Flüssigseife
Stück Seife statt Plastikflasche: kleine Schritte in Richtung weniger Plastik (Foto: "Soap" von Ilya Yakubovich unter CC BY-SA 2.0)

Auch Shampoo und Duschgel kannst du durch Naturseifen für Körper (lies auch: Duschseife fürs plastikfreie Duschen) und Haare (lies auch: Haarseife im Test) ersetzen.

Aleppo-Seifen beispielsweise ersetzen jedes Duschgel, und mit speziellen Haarseifen oder festen Shampoos sparst du dir auch die Shampoo-Flasche. Einfach mal im Bioladen oder auch online umsehen, längst gibt es auch Seife ohne Palmöl.

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Tipp 7: Selber kochen gegen Plastikmüll

Alle Fertiggerichte aus dem Supermarkt sind mindestens einfach, oft sogar mehrfach verpackt. Das hat gute Gründe und soll diese Produkte unversehrt bis zum Kunden bringen – aber es macht eben auch eine Menge Plastikmüll.

Selber kochen hilft, den Müll zu reduzieren und auch, weniger Palmöl unbewusst zu verwenden. Je natürlicher der Zustand, in dem du die Produkte einkaufst – also Obst und Gemüse, das du als solches identifizieren kannst und das du in Bioläden und auf Regionalmärkten kaufst, desto besser.

Und: Beim Selberkochen entscheidest allein du, was im Gericht steckt – nicht irgendein Konzern und seine Lebensmittelchemiker. Hilfreiche Anregungen und leckere Tipps findest du im Bereich Utopia Rezepte.

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  2. Produkte mit Mikroplastik – und bessere Alternativen ohne Plastik
  3. Plastik, nein danke – Alternativen für den Alltag
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Willkommen in Alltag mit weniger Plastik. Gar nicht so schwer, oder? Habt ihr weitere Ideen? Schreibt uns in den Kommentaren!

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(18) Kommentare

  1. Leider sieht die Realität so aus: An der Unverpackt-Theke in unserem Stadtladen kosten alle Produkte, egal ob z. B. Basmati-Reis (kein Bio) oder Spülmittel, Waschmittel etc., exakt dreimal soviel wie verpackt im Supermarkt. Warum geht das nicht preiswerter?
    Die dünnen Plastiktüten für Obst etc. kann ich einsparen. Aber wo hin dann mit dem Restmüll? Extra gekaufte Mülltüten sind meist größer und dicker.

  2. Ein Stadtladen hat nicht die gleichen Einkaufspreise wie Supermarkt-Ketten, das schlägt sich im Verkaufspreis nieder. Bei mir gibt es im Supermarkt auch Nüsse usw unverpackt, nur gibt das nur einen Sinn, wenn man seine eigene Papiertüte mitbringt und nicht die angebotene verwendet.