Wiesenschaumkraut: So pflanzt du das insektenfreundliche Gewächs

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Das Wiesenschaumkraut bildet nicht nur einen schönen Blütenteppich, sondern ist auch ein Geschenk an die Insektenwelt. Wie du die Staude pflanzt und pflegst, erfährst du hier.

Insektenfreundliches Wiesenschaumkraut

Das Wiesenschaumkraut ist eine heimische Wildstaude aus der Familie der Kreuzblütler. Von April bis Juni bildet die Pflanze ein Meer an weißen und rosafarbenen Blüten. Diese sind sehr nektar- und pollenreich und ziehen daher viele Insekten an. Die wichtigsten Fakten:

  • Die Staude fühlt sich besonders wohl auf nährstoffreichen Feuchtwiesen, in feuchten, lichten Wäldern und in Flachmooren.
  • Auch für den Garten ist das Wiesenschaumkraut eine Bereicherung, vor allem, wenn du ihn naturnah und insektenfreundlich gestalten möchtest. Mit Wiesenschaumkraut kannst du beispielsweise sehr gut Wildblumenwiesen anlegen oder Naturteiche begrenzen.
  • Die Pflanze wächst bis zu 50 Zentimeter hoch und ist mehrjährig.
  • Die Staude macht sich nicht nur gut im Garten, sondern auch auf dem Teller. Sie ist mit der Brunnenkresse verwandt und ebenso wie diese essbar. Der leicht scharfe und bittere Geschmack der Blätter gibt Salaten und Quark eine frische, würzige Note. Die Blüten eignen sich als Hingucker zum Toppen von verschiedenen Speisen.

So pflanzt du Wiesenschaumkraut

Ein halbschattiger Standort ist ideal
Ein halbschattiger Standort ist ideal (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Standort

  • Wiesenschaumkraut mag einen halbschattigen Standort am liebsten.
  • Die Staude kann aber auch in die pralle Sonne, wenn der Boden immer genug Feuchtigkeit hat.

Boden

  • Der Boden sollte für das Wiesenschaumkraut feucht und nährstoffreich sein. Dabei ist es egal, ob er eher lehmig, d.h. schwer, oder humos, d.h. locker, ist.
  • Besonders im Sommer solltest du darauf achten, dass keine Bodentrockenheit entsteht, gleichzeitig aber auch keine Staunässe.

Pflanzung

Die ideale Pflanzzeit für das Wiesenschaumkraut sind die milden Herbstwochen. Beim Pflanzen gehst du so vor:

  • Lockere den Boden gründlich auf.
  • Hebe im Abstand von 20 bis 30 Zentimetern kleine Gruben aus. Ihr Volumen sollte um 50 Prozent größer sein als das der Wurzelballen.
  • Mische die ausgehobene Erde mit etwas Kompost, Rindenhumus oder Lauberde.
  • Setze die Wurzelballen in einen mit Wasser gefüllten Bottich oder großen Eimer und tränke sie darin.
  • Setze die Wurzelballen in die Erdlöcher und fülle sie mit der angereicherten Erde auf.
  • Gieße die Stauden ordentlich an.
  • Du kannst um die Stauden herum eine Mulchschicht aus Laub, Grasschnitt oder Rindenmulch anlegen. Das erleichtert den Pflanzen die Verwurzelung und verhindert, dass der Boden austrocknet, sollte es auch im Herbst noch sehr warm werden.

Vermehrung

Das Wiesenschaumkraut verbreitet sich meist von allein. Wenn du nachhelfen möchtest, kannst du einfach den Wurzelstock der Pflanze teilen und das abgetrennte Teilstück an einen anderen geeignet Platz setzen. Das sollte im Spätsommer oder Herbst geschehen.

So pflegst du Wiesenschaumkraut

Wiesenschaumkraut braucht nicht viel Pflege. Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • Die Erde konstant feucht halten – darauf solltest du insbesondere im Sommer achten. Vermeide jedoch Staunässe.
  • Im Frühjahr (März ist ideal) kannst du einmal mit organischem Dünger (zum Beispiel Kompost oder Hornspäne) düngen
  • Die verwelkten Blütenstängel solltest du zurückschneiden.
  • Im Herbst oder Spätwinter solltest du einen bodennahen Rückschnitt vornehmen.
  • Im Pflanzjahr ist ein leichter Winterschutz sinnvoll: Dazu kannst du die jungen Stauden vor dem ersten Frost mit etwas Laub und Reisig abdecken.

Darum solltest du Wiesenschaumkraut einen Platz in deinem Garten geben

Aurorafalter auf Wiesenschaumkraut
Aurorafalter auf Wiesenschaumkraut (Foto: CC0 / Pixabay / WernerGrundmann)

Wiesenschaumkraut befindet sich seit 2006 auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten. Zwar findet sich das Wiesenschaumkraut bundesweit, doch große Bestände werden immer seltener. Das ist umso bedenklicher im Kontext des Insektensterbens. Die Blüten der Wildstaude sind nämlich reich an Nektar und dienen daher zahlreichen Insekten, zum Beispiel dem Aurora-Falter, als Futterquelle. Insekten wie Falter und Wildbienen sind auf solche zuverlässigen und reichen Futterquellen dringend angewiesen, sowie auf einen naturnahen Lebensraum, der noch nicht von Menschenhand zerstört wurde.

Flächen mit Wiesenschaumkraut und anderen Wildblumen können den Insekten einen Lebensraum schaffen, der ihnen auch Futter bietet. So kannst du effektiv einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten.

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