12 häufige Fehler, die dich bei Hitze schlechter schlafen lassen

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Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Heiße Sommernächte bedeuten für viele vor allem eins: schlaflose Nächte und stundenlanges Hin- und Her-Wälzen im Bett. Das muss aber nicht sein. Wenn du ein paar Dinge beachtest, hast du trotz sommerlich-heißer Temperaturen in der Nacht einen erholsamen Schlaf. Diese Fehler solltest du vermeiden: 

1. Schwerer Sport spätabends

Kurz vor dem Schlafengehen solltest du den Kreislauf nicht zu stark anregen. Treibe also keinen schweren Sport am Abend. Eine leichte körperliche Betätigung ist hingegen empfehlenswert – etwa ein kurzer Spaziergang.

2. Zur falschen Zeit lüften

Richtig lüften: Tipps gegen Schimmel
Lüften am besten in der Früh und am Abend. (Foto: © Marquis de Valmont / photocase.de)

Bei kühlen Temperaturen fällt es in der Regel leichter, einzuschlafen – achte deswegen darauf, dass dein Schlafzimmer nicht zu warm wird. Richtig lüften fängt schon in der Frühe an: Lüfte den Raum gleich nach dem Aufstehen für mehrere Minuten durch. Danach solltest du das Rollo jedoch gleich wieder schließen, damit die Sonne das Zimmer nicht aufheizen kann. Lüfte auch kurz vor dem Schlafengehen noch einmal durch. Tagsüber ist Lüften hingegen weniger sinnvoll, die Luft ist draußen einfach zu warm.

3. Schlechtes Raumklima

Wichtig ist außerdem ein gutes Raumklima. Im Schlafzimmer sollte die Luftfeuchtigkeit bei etwa 40 bis 60 Prozent liegen. Hast du das Gefühl, dass die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, kannst du Eimer oder andere Behältnisse mit kaltem Wasser im Schlafzimmer aufstellen. Außerdem kannst du ein nasses Laken vors Fenster hängen. Das hat zugleich einen kühlenden Effekt.

4. Falsche Abkühlung vor dem Schlafengehen

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Nur lauwarm duschen. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)

Kurz bevor du ins Bett gehst, kannst du kurz duschen – allerdings nur mit lauwarmem Wasser. Eine kalte Dusche ist tabu, sie bringt dich nämlich eher ins Schwitzen: Durch die Dusche sinkt die Körpertemperatur ab, was der Körper wieder ausgleichen will. Er fährt die Temperatur also wieder hoch und „erwärmt“ dich. Eine Dusche mit lauwarmem Wasser hingegen sorgt für die ideale Erfrischung.

5. Zu kalt trinken

Gleiches gilt auch fürs Trinken: Vermeide, kurz vor dem Schlafengehen zu kalt oder auch zu heiß zu trinken, um nicht zusätzlich zu schwitzen. Besser ist ein lauwarmes Getränk, beispielsweise ein Kräutertee. Koffeinhaltige Getränke sind naturgemäß nicht empfehlenswert.

6. Alkohol

Auch auf Alkohol solltest du verzichten, er sorgt für einen unruhigen Schlaf. Das gilt nicht nur bei den aktuellen heißen Sommertemperaturen: Regelmäßiger Alkoholkonsum verursacht auf Dauer sogar echte Schlafstörungen.

7. Das falsche Abendessen

Grüner Salat schmeckt am besten mit selbst gemachtem Dressing.
Am Abend lieber einen frischen Salat essen. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Auch beim Abendessen kannst du etwas falsch machen: Achte darauf, am Abend keine schwer verdaulichen Mahlzeiten zu dir zu nehmen. Auch sehr heiß zu essen, ist nicht empfehlenswert und kann beim Einschlafen hinderlich sein. Bessere Alternativen: Obst und Gemüse, Quark- oder Joghurtspeisen oder frischer Salat.

8. Pyjama aus Kunstfaser

Hast du in der Nacht die falsche Kleidung an, kann dir das ebenfalls den Schlaf rauben. Ein Pyjama aus Polyester beispielsweise ist nicht empfehlenswert, weil sich die Textilien aufladen und am Körper kleben können – nicht gerade angenehm, wenn es sowieso schon zu heiß ist. Außerdem absorbiert die Kunstfaser den Schweiß nur schlecht. Besser ist Kleidung aus Baumwolle oder Leinen – die Stoffe nehmen Feuchtigkeit auf und wirken leicht kühlend.

9. Die falsche Bettdecke

Was für die Kleidung gilt, gilt natürlich erst recht für die Bettdecke. Auch hier solltest du Kunstfasern vermeiden. Bei heißen Temperaturen reicht statt der üblichen Decke außerdem ein leichtes Bettlaken.

10. Schlafen ohne Kleidung oder Decke

Auch wenn es verlockend ist, ganz ohne Kleidung oder Decke sollte man trotz der hohen Temperaturen auch nicht schlafen. Der Grund: Ohne Textilien wird der Schweiß nicht von der Haut aufgesaugt. Der Körper kann seine Temperatur aber im Traumschlaf nicht selbst regulieren. Das Ergebnis: Trotz Hitze kann es zu Unterkühlungen kommen –  und damit zu Erkältungen oder Sommergrippe.

11. Elektrische Geräte im Schlafzimmer

Wer den Smartphone-Akku schont, muss ihn auch weniger häufig aufladen.
Smartphone nicht im Schlafzimmer aufladen. (Foto: CC0 / Pixabay / HutchRock)

Wenn es draußen und in der Wohnung ohnehin schon viel zu heiß ist, gilt es, alle möglichen zusätzlichen Wärmequellen abzustellen. Im Schlafzimmer sind das vor allem elektrische Geräte. Gerade wenn du Smartphone und Co. auflädst, heizen sie sich auf – und geben die Wärme an den Raum ab. Auch Laptops können sehr warm werden. Nutze solche Geräte also lieber nicht im Schlafzimmer. Übrigens sind auch fast alle Geräte im Standby Wärmeproduzenten.

12. Zu hoch schlafen

Warme Luft steigt bekanntlich nach oben – der ideale Schlafplatz ist also eigentlich in Bodennähe. Wenn du wegen der Hitze nicht einschlafen kannst, versuche es mal auf dem Boden.

Wenn gar nichts mehr hilft

Wenn es trotz Lüften, lauwarmem Duschen und den anderen Tipps immer noch zu heiß zum Schlafen ist, kannst du dir auch eine kleine Abkühlung mit ins Bett nehmen: Fülle eine Wärmflasche mit kaltem Wasser und lege sie eine Weile in den Kühlschrank. Die Wärmflasche kannst du dir dann ans Bettende legen und so deine Füße kühlen.

Noch mehr Tipps: Abendroutine: 12 Tipps, die dir helfen, besser zu schlafen 

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(1) Kommentar

  1. Zu Punkt 8: Sobald Feuchtigkeit ins Spiel kommt (Schweiß, hohe Luftfeuchtigkeit) spielt die elektrostatische Aufladung keine Rolle mehr. Sobald die Haut feucht ist, klebt einfach alle Kleidung – völlig egal, ob diese aus Kunstfaser oder Baumwolle ist.

    Ich möchte den Tipp mit dem Lüften unterstreichen. Für alle ohne Klima-Anlage ist dies die wirksameste und zudem auch eine einfache Maßnahme. Man sollte nur nicht vergessen, dass man ein Fenster auf hat, bevor man sich den ganzen Tag woanders aufhält. Finger weg von Kühlgeräten, die auf dem Verdunstungsprinzip basieren. Luftbefeuchtung braucht man bei zu trockener Luft, also meistens im Winter. Es ist richtig, dass durch die Verdunstung ohne weitere Wärmezufuhr eine geringfügige (!) Temperatur-Absenkung erreicht wird – doch man schwitzt trotzdem stärker als vorher. Und wenn man nachdenkt ist auch sofort klar warum: Wenn die Luft schon mit Feuchtigkeit nahezu gesättigt ist, wird das Schwitzen fast wirkungslos. Fast jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass ein heißer Tag bei sehr trockener Luft deutlich leichter zu ertragen ist, als ein schwüler Tag, selbst wenn der nur mäßig warm ist.

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