Tesla Model 3: Elon Musk zeigt erste Fotos

Tesla Model 3
Foto © Tesla

Mit dem Model 3 bringt Tesla zum ersten Mal preiswertere Elektroautos mit starker Reichweite auf den Massenmarkt. Im Juli ist die Produktion des „Volks-Tesla“ offiziell angelaufen.  Tesla-CEO Elon Musk hat nun die ersten Bilder des Tesla Model 3 auf Twitter gepostet.

Mit einem Preis von 35.000 Dollar wird das Tesla Model 3 das günstigste Elektroauto der Tesla-Flotte. Mehr als 400.000 Mal wurde der Elektrowagen bereits vorbestellt – damit ist das Modell auf gutem Weg, eines der erfolgreichsten Autos von Tesla zu werden.

Jetzt wird es nicht mehr lange dauern, bis die ersten „Volks-Tesla“ zumindest auf den amerikanischen Straßen unterwegs sein werden. Am 7. Juli startete Tesla die Produktion – zwei Tage später postete Tesla-CEO Elon Musk bereits Fotos vom ersten Serien-Model-3 auf Twitter:

Die wichtigsten Tesla-Modelle von S und 3 bis X und Y

Erste Tesla Model 3: Preis in Deutschland

Tesla will die ersten 30 Model-3-Elektroautos schon am 28. Juli feierlich an die ersten Kunden übergeben – so Elon Musk ebenfalls auf Twitter:

Im August will Tesla bereits 100 Model-3-Elektroautos produzieren. Im September sollen es schon über 1500 sein, im Dezember dann sogar 20.000 Stück pro Monat. Tesla liegt damit gut im Zeitplan. Skeptiker hatten bezweifelt, ob Tesla es schafft, den Tesla 3 wie angekündigt Mitte 2017 zu produzieren.

In Euro liegt der Preis des Model 3 bei etwas über 32.000 Euro (plus ca. 6.000 Euro MWSt). Man könnte mit dem erschwinglichsten Tesla in Deutschland sogar eine Elektroauto-Prämie ergattern, die allerdings ab 2018 auf 3000 Euro (für reine Elektroautos) sinkt.

Tesla Model 3: Preis in Deutschland wahrscheinlich 37.000 Euro (mit Prämie)
Tesla Model 3: Preis in Deutschland wahrscheinlich 37.000 Euro (mit Prämie) (© Tesla)

Model 3 kommt mit zwei Kofferräumen

Als Mittelklassewagen fällt das Model 3 innerhalb der Tesla-Modelle deutlich kleiner aus als die Limousine Model S. Die bekannten technischen Daten sind noch mager. Der 3er bietet aber Platz für fünf Personen und besitzt zwei Kofferräume (vorne und hinten). Das Fahrzeug kommt im Basismodell mit Hinterradantrieb, ein Allradantrieb wird optional sein.

Beim Tesla 3 spart man offenbar an der Elektronik: So soll es im Innenraum nur einen Bildschirm in Breitformat geben, ein Head-Up-Display, also eine Anzeige bei der der Fahrer seine Blickrichtung beibehalten kann, erwartet man derzeit nicht. Serienmäßig ist das neue Elektroauto aber dennoch mit verschiedenen Sensoren und Funktionen für teilautonomes Fahren ausgestattet. Voll autonomes Fahren soll optional möglich sein – einstweilen aber nicht in Deutschland, wo das nicht erlaubt ist.

Interessant: Gerüchten zufolge soll es möglich sein, die Ausstattung im Innenraum „vegan“ zu wählen.

Vor allem die Sicherheit soll von Funktionen wie Kollisionsvermeidung und automatischer Notbremsung profitieren. Tesla strebt nach eigenen Angaben eine „5-Sterne-Bewertung“ der Sicherheit an. Ein Morgan-Stanley-Analyst wollte das Auto gar als „zehnmal sicherer als andere Autos“ einschätzen. Ein erstes Video gibt einen (etwas dunklen) Eindruck:

Das Tesla Model 3 verspricht, in unter sechs Sekunden auf 100 km/h beschleunigen zu können.

Tesla Model 3: hohe Reichweite

In Sachen Reichweite kann es derzeit noch keine genauen Daten geben, weil der Tesla 3 ja gerade erst vom Band läuft. Doch erste Angaben gingen von 350 Kilometern Reichweite aus. Derzeit nennt das US-Unternehmen offiziell „345+ Kilometer / 215 Miles“ (EPA-Testzyklus) auf seinen Websites.

Der Volks-Tesla sollte laut einem Musk-Tweet eine höhere Elektroauto-Reichweite besitzen als etwa der bald startende Opel Ampera-E. Das könnte schwierig werden: Die Alltagsreichweite des Opel Ampera-e wird vom ADAC mit ca. 350 bis 400 km angegeben, seine NEFZ-Reichweite mit 520 km.

Tesla Model 3 Reichweite: derzeit '345+ km'
Tesla Model 3 Reichweite: derzeit ‚345+ km‘ (Foto © Tesla)

Der Akku des Tesla Model 3 wird wahrscheinlich maximal 75 kWh fassen. Ob es eine preiswerte 60-kWh-Variante des Akkus geben wird, folglich auch mit geringerer Reichweite, könnte man nach der Einstellung der Tesla-S60-Option mit günstigerem 60-kWh-Akku zur Jahresmitte 2017 eher bezweifeln.

Auf der anderen Seite ist der Tesla Model 3 ausdrücklich ein Einstiegsauto – also wird es vielleicht eine 60-kWh-Version geben, die kostenpflichtig auf 75 kWh freigeschaltet werden kann.

Liefertermin in Deutschland

Der 3er-Tesla ist zwar sicher nicht billig. Aber er kann mit der Elektroauto-Prämie erworben werden und ist dann deutlich billiger als die teuren Sportwägen, die der E-Autobauer sonst im Angebot hat – etwa das Model S, das aktuell je nach Ausstattung um die 80.000 Euro kostet.

Wann der Tesla Model 3 in Deutschland zu haben sein wird, steht noch nicht definitiv fest. Auch der deutsche Preis ist nur geschätzt. Er wird aber deutlich unter üblichen Tesla-Preisen liegen, denn:

Utopia meint: Tesla ist als hoher Verdienst anzurechnen, das Elektroauto nicht nur hoffähig, sondern auch begehrenswert gemacht zu haben – damit Benzin- und Diesel-Autos es nicht länger sind. Umso wichtiger ist es, dass das Unternehmen mit dem Tesla Model 3 nun auch ein Auto herausbringt, dass den Massenmarkt besser bedient. Das sorgt für Wettbewerbsdruck auf die etablierten Auto-Marken, die ja teils noch nicht durch besondere Hast bei der Entwicklung massentauglicher Elektroautos aufgefallen sind.

Tesla 3: optional mit Panorama-Glasdach
Tesla 3: optional mit Panorama-Glasdach (Foto © Tesla)

Tesla Model 3: technische Daten

Technische Daten des Einsteiger-Teslas:

  • Höchstgeschwindigkeit: noch nicht bekannt
  • Reichweite: 345+ km (EPA-Fahrzyklus)
  • Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: unter 6 Sekunden
  • Sitzplätze: 5
  • Größe LxBxH: noch unbekannt (ca. 468x189x144 cm)
  • Akku: maximal 75 kWh
  • Ladezeit: nicht bekannt (Supercharger evtl. kostenpflichtig)
  • Energieverbrauch: noch nicht bekannt
  • Ausstattungs-Extras (optional): Allradantrieb, Anhängerkupplung, Panoramafenster
  • Preis USA: ab 35.000 US-Dollar
  • Preis Deutschland: noch unbekannt (mit Prämie ca. 37.000 Euro)
  • Verfügbarkeit: ab Juli 2017 (Vorbesteller), Mitte 2018 (Neubesteller)

Alternativen zum Model 3:

Weiterlesen auf Utopia:

Hier noch zwei Videos: die Präsentation des Tesla Model 3:

Hier eine Probefahrt mit Blick auf den Innenraum eines Prototypen:

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(7) Kommentare

  1. Inklusive Mehrwertsteuer dürfte der Preis hierzulande vermutlich in Richtung 40.000 EUR tendieren. Also weiterhin was für die Gutverdiener und Menschen, die sich recht pseudonachhaltig luxuriös fortbewegen möchten.

    • Exakt dafür gibt es E-Auto. Richtig. Der Normalverdiener setzt weiterhin auf zuverlässige, in drei Minuten vollladende und bis zu 1.000+ km Reichweite habende Autos mit Benzin oder Diesel. Der ökogerechte Gutmensch mit genügend Einkommen stellt sich dann einen hübschen Tesla in den Carport, damit die Nachbarn sehen, wie „grün“ er ist – und wieviel Geld er hat natürlich.

  2. Einen Durchbruch werden wir nie erreichen, solange die Öllobby ihre Pfoten in diesem Spiel mit drin hat. Die und kein anderer bestimmen was auf den Markt kommt und was nicht!

  3. massentauglich ? ich bezweifle dies vehement.
    ist schon bedacht worden, wie die material-lage ist? abhängigkeiten, ähnlich wie bei anderen e-geräten mit elektronischem firelfanz.
    zudem geht es da nicht um die öl-verherrlicher, sondern darum, dass die masse immer weniger kaufkraft hat.

  4. Ich frage mich ob TESLA es schaffen wird so viele Autos zu bauen.
    Bis jetzt (14.05.2016) wurden gerade mal 127.672 Stück gebaut:
    http://live-counter.com/tesla-motors/
    (Was es alles gibt 🙂
    Wenn dann die 400.000 gebaut werden, und die Autos halten was sie versprechen kann man gleich noch mal mit einer Million Neureservierungen rechnen. Vielleicht auch 3 oder 5…

  5. Mit dem Preis liegt Utopia ganz schön daneben. In Deutschland kommen nochmal 19% Mehwertsteuer oben drauf, so dass es über 40.000 Euro werden. Ganz klar wird das Model 3 eine 60 kwh-Batterie erhalten. Damit dürfte die EPA-Reichweite knapp 400 km betragen und damit über der des Chey Bolt/Opel Ampera-e liegen. Eon Musk hat mit seinen jüngsten Äußerungen alle Zweifel an dieser Version ausgeräumt (nur Utopia hat diese noch immer – weshalb?). Es könnte sogar sein, dass alle Fahrzeuge mit 75 kwh-Batterie ausgeliefert werden aber in der Grundversion nur 60 kwh freigeschaltet werden. Für alle die Zweifel an der Machbarkeit der hohen Stückzahlen haben: Das Model 3 ist (anders, als S und X) auf die optimale Mssenherstellung hin optimiert worden., das heißt es ist daher viel einfacher und schnell zu bauen, als die Vorgängermodelle.

  6. Elektro-Autos werden nie „nachhaltig“ sein, wenn wir weiter auf ein individualisiertes Verkehrssystem setzen. Deutschlands 40 Millionen Autos durch Elektro-Autos zu ersetzen, waere nichts geringeres als eine oekologische und soziale Katastrophe. Wenn wir hingegen 4 Millionen oeffentliche E-Autos auf Deutschlands Strassen haetten und KEINE Privatkarren mehr, sieht die Sache schon besser aus. Dazu muessten wir jedoch die Erwartungshaltung der Autoindustrie (inklusive Tesla) brechen, dass es legitim sei, Profite zu machen. Schlage vor, die Autoindustrie dafuer zu enteignen, aber nicht zu verstaatlichen, sondern zu „veroeffentlichen“ (im Sinne von der internationalen Oeffentlichkeit gehoerend) und die Produktion mit Steuergeld zu finanzieren – so produziert die internationale Oeffentlichkeit fuer das Gemeinwohl der internationalen Oeffentlichkeit. Wir brauchen Sozialismus, um die oekologischen Krisen zu ueberleben – wer meint, das waere mit Kapitalismus moeglich, ist naiv, denn Profite machen geht prinzipiell nur zulasten von anderen Menschen/Lebewesen oder (aber meist: und) der natuerlichen Umwelt. Profite machen heisst ja nichts anderes als gewisse Kosten zu externalisieren, so dass andere sie zahlen (z.B. Arbeiter_innen im Globalen Sueden oder Umweltkosten – bzw. zerstoerung). „Wir“ Turbo-Kapitalist_innen sind wirklich kurz davor, den Wagen vor die Wand zu fahren, das einzige Airbag, das ich sehe ist ein oekologischer Sozialismus, der persoenliche Freiheiten allein zur oekologischen Kontrolle einschraenkt, ansonsten aber auf die ganze Lebensstil-Kontrolle, Propaganda und Staatsicherheit verzichtet, wie wir sie in DDR, UDSSR hatten und heute durch NSA, Kommunikationsdienste, Datensammler und Werbung haben. Im Kapitalismus wird sich das Airbag nicht oeffnen, weil jemand an den Materialkosten gespart hat, um Profite zu machen 😉

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