Förderung fürs Elektroauto 2019: Prämie wird verlängert & erhöht

E-Auto-Prämie | Foto: © vitiukviktor - Fotolia.com

Förderung fürs Elektroauto: Bis zu 4.000 Euro kann einsammeln, wer 2019 in Deutschland ein elektrisches Auto, einen Plug-in-Hybrid oder ein Wasserstoff-Fahrzeug kauft. Utopia sagt dir, was du wissen musst.

Mit der Elektroauto-Prämie (offiziell: Umweltbonus zur Förderung der Elektromobilität) wollte die Bundesregierung die Anzahl der E-Autos in Deutschland bis Ende Juni 2019 auf eine halbe Million erhöhen. Das wird misslingen. Der Bonustopf, der vor drei Jahren mit Prämien für 300.000 Fahrzeuge gefüllt worden war, hat sich nämlich noch lange nicht geleert: Bis zum 31. Januar 2019 waren noch keine 100.000 Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingegangen. Es ist also noch viel Geld zu holen – auch, weil die Politik den (Klima-)Wandel verschlafen hat.

[Update] Vergünstigungen für E-Dienstwagen und Elektro-Lieferfahrzeuge

[31. Juli 2019] Gute Nachrichten für Elektrofans: Die Regierung hat erklärt, dass Stromer und andere weniger umweltschädliche Verkehrsmittel in Zukunft steuerlich bessergestellt werden.

Das ist geplant:

  • E-Dienstwagen dürfen bis 2030 nur mit 0,5 Prozent des Listenpreises (als geldwerter Vorteil) versteuert werden – normal ist die doppelte Steuerlast. Ein Elektro-Smart Fortwo als Dienstwagen müsste beispielsweise nur mit rund 100,- Euro versteuert werden.
  • Dürfte nicht viele betreffen, trotzdem sinnvoll: Der Strom, mit dem Fahrer ihre E-Auto beim Arbeitgeber aufladen, muss bis 2030 nicht versteuert werden.
  • Schon besser: Eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im Anschaffungsjahr für kleine und mittelgroße Elektro-Lieferfahrzeuge – ebenfalls bis 2030.

Prämie wird bis 2020 verlängert, danach erhöht

[28. Mai 2019] Das Bundesverkehrsministerium hat jetzt bestätigt, dass die E-Auto-Prämie nicht nur verlängert, sondern auch deutlich erhöht werden soll.

Die konkreten Pläne: Der Umweltbonus, der offiziell Ende Juni 2019 ausläuft, soll zunächst auf dem bisherigen Niveau um ein Jahr bis Ende Juni 2020 verlängert werden.

Ab Juli 2020 soll der staatliche Anteil an der E-Auto-Prämie für reine Elektroautos dann von 2.000 auf 4.000 Euro steigen – allerdings nur für E-Autos mit einem Listenpreis von bis zu 30.000 Euro. Für Stromer zwischen 30.000 und 60.000 Euro soll der Anteil sich nur auf 2.500 Euro erhöhen.

Bei leichten Nutzfahrzeugen und Elektro-Taxis könnte die staatliche Unterstützung sogar noch höher ausfallen, bis zu 8.000 Euro stehen im Raum. Finanzminister Scholz will außerdem die Steueranreize verlängern, die für die Anschaffung von elektrischen Dienstwagen gelten.

Noch unklar ist zurzeit:

  • Wird die Autoindustrie ihren Anteil am Umweltbonus ab Juli 2020 ebenfalls erhöhen? Bislang hatten die Autobauer den staatlichen Zuschuss von 2.000 Euro (für reine E-Autos) bzw. 1.500 Euro (für Plug-in-Hybride) jeweils verdoppelt. Oder zumindest so getan, indem sie den Bonus einfach direkt einpreiste …
  • Wird es nach Juli 2020 noch einen Umweltbonus für Plug-in-Hybride (bisher 1.500 Euro) geben? Wenn ja, in welcher Höhe?

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Die beliebtesten E-Autos der Deutschen

Wenn man nach den Anträgen geht, die zwischen 2016 und 2019 beim Amt einliefen, waren in Deutschland vor allem folgende E-Autos gefragt:

  1. Renault Zoe (ca. 10.500 Anträge)
  2. BMW i3 & i3s (ca. 8.000 Anträge)
  3. Smart fortwo Coupé (ca. 5.000 Anträge)
  4. VW e-Golf (ca. 5.800 Anträge)
  5. Smart forfour Coupé (ca. 3.700 Anträge)

Zum Vergleich: Für das medial stark vertretene Model S von Tesla wurden in den letzten drei Jahren rund 2.000 Anträge gestellt. Der Tesla S wird allerdings seit Mitte Januar 2019 nicht mehr gefördert: Er ist zu teuer geworden.

Hier findest du die beliebtesten E-Autos der Utopia-Community:

Die meisten Anmeldungen kamen aus Nordrhein-Westfalen (24.000), Bayern (17.400) und Baden-Württemberg (15.500). Gemessen an den einzelnen Automarken profitierten von der Kaufprämie am meisten:

  • BMW (15.600 Anträge)
  • Volkswagen (13.200 Anträge)
  • Renault (11.200 Anträge)
  • Smart/Daimler (11.000 Anträge)
  • Audi (6.200 Anträge)

Antragsteller waren häufiger Unternehmen (53.000 Anträge) als Privatpersonen (42.500 Anträge), außerdem einige kommunale Betriebe (700 Anträge), Vereine und Stiftungen.

Beliebtestes E-Auto bei der Förderung: BMW i3
Zweitbeliebtestes E-Auto bei den Förderanträgen: Der BMW i3. (Foto © BMW)

Förderung für reine Elektroautos: 4.000 Euro

Grundsätzlich ist eine Förderung nur für Fahrzeuge möglich, bei denen das Basismodell einen Listenpreis von maximal 60.000 Euro netto hat. Wer teurer ist, hat keinen Umweltbonus verdient.

Für rein batterie-elektrische Autos ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor gilt eine E-Prämie von 4.000 Euro, die zur Hälfte vom Amt und zur Hälfte vom Hersteller getragen wird.

Insgesamt sind zurzeit über 130 Modelle für diese E-Auto-Prämie berechtigt, darunter Pkw von BMW, Citroen, Ford, Hyundai, Kia, Mercedes, Nissan, Opel, Peugeot, Renault, Smart, Tesla und VW. Hersteller wie Audi, Fiat, Honda oder Toyota sind unter den reinen Stromern dagegen nicht vertreten. Die gesamte Liste der förderbaren Autos ist hier abzurufen.

Ein typisches Beispiel für eine solche Förderung ist der Volkswagen e-Golf. Das E-Auto kostet mindestens 35.900 Euro; zieht man den Umweltbonus ab, bleiben mindestens 31.900 Euro, die der Kunde tragen muss.

Elektroauto-Prämie: Kein Problem beim Volkswagen e-Golf
Förderung fürs Elektroauto: Kein Problem beim Volkswagen e-Golf. (Foto: Volkswagen)

Umweltbonus auch für Hybrid-Fahrzeuge? Jein!

Stellt sich die Frage, ob es auch eine E-Auto-Prämie für Hybrid-Fahrzeuge gibt, also für solche Pkw, die sowohl mit einer Batterie als auch mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sind? Die Antwort lautet: Ja und nein.

Prämien gibt es nämlich nur für Autos mit Stecker! So erhalten lediglich Plug-in-Hybride den Umweltbonus. Dabei beträgt die Fördersumme 3.000 Euro, wieder zahlen Amt und Hersteller jeweils die Hälfte.

Für die Plug-in-Förderung kommen zurzeit etwas über 50 Modelle infrage, darunter auch der Audi A3 sowie halbe Stromer von BMW, Ford, Hyundai, Kia, Mercedes, Mitsubishi, Toyota, VW und Volvo. Die gesamte Förderliste findet sich hier.

Ein Beispiel für ein förderbares Fahrzeug dieser Klasse ist der Toyota Prius Plug-In, ein Hybrid-Elektroauto mit Solardach. Rechnet man die Hybridprämie von 3.000 Euro ein, kostet er noch mindestens 34.500 Euro.

Hybridprämie: auch für den Toyota Prius Plug-In
Hybridprämie: Auch für den Toyota Prius Plug-In. (Foto: © Christoph Schwarzer)

Der Umweltnutzen von Plug-in-Hybride ist umstritten, weil sie im elektrischen Modus mehr Energie verbrauchen als reine Stromer und im Verbrennungsbetrieb mehr als Hybride ohne Stecker. Außerdem ist die Doppeltechnik kompliziert und schwer.

Klassische und besonders sparsame Hybridautos ohne Ladestecker – am bekanntesten sind Modelle von Toyota, etwa der Toyota Yaris Hybrid – gehen dagegen leider leer aus.

Umweltprämie für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

Übrigens: Käufer von Autos mit Brennstoffzellen (die mit Wasserstoff betankt werden) können ebenfalls in den Genuss von 4.000 Euro Umweltprämie kommen.

Allerdings gibt es zurzeit nur zwei Modelle, die lauf Bundesamt infrage kommen: der Hyundai ix35 Fuel Cell sowie das Modell Nexo desselben Herstellers.

Tesla: Modell 3 kann noch gefördert werden

Während der Tesla Model S sich nur zwischen März 2018 und Januar 2019 auf der Liste förderbarer Elektrofahrzeuge befand, kann die Förderung für den Tesla Modell 3 weiterhin beantragt werden.

Dabei liegt der Basis-Nettopreis des 3er-Modells nur knapp unter den geforderten 60.000 Euro; Käufer müssen trotz Prämie immer noch mit einem Bruttopreis von mindestens 56.000 Euro rechnen. Und mit der für Tesla obligatorischen Wartezeit.

Tesla Model 3: Elektroauto-Prämie ja, aber mit Wartezeit
Tesla Model 3: Prämie ja, aber mit Wartezeit. (Foto: Tesla)

Quads & Bikes: Leider keine Elektroauto-Prämie

Der Renault Twizy ist für den Gesetzgeber kein Auto, sondern ein Mix aus Motorroller und Elektroauto – daher auch kein Umweltbonus. Formal handelt es sich beim Twizy um ein Quad mit Pedalerie und Lenkrad, die sich fast identisch auch in einem Pkw finden. Ähnliches gilt für das Twike.

Dass kleine Fahrzeuge wie diese von der Elektroauto-Prämie ausgenommen sind, ist natürlich Unsinn per Gesetz: Denn es wäre viel klüger, wenn mehr Menschen auf leichtere Fahrzeuge umsteigen würden, statt erneut in tonnenschwere Kraftfahrzeuge zu investieren – die nur diesmal einen Elektro- statt eines Verbrennungsmotors haben.

Gebrauchtwagen: Gehen ebenfalls leer aus

Die E-Auto-Prämie gibt es nur für Neuwagen, Gebrauchtwagen sind in der Förderung nicht vorgesehen. Auch das ist bedauerlich: Hätte die Bundesregierung ihr Ziel, mehr E-Autos auf die Straße zu bringen, ernsthaft verfolgt, wäre es hilfreich gemessen, eine (moderatere) Prämie auch für gebrauchte Pkw auszuzahlen.

Wer zahlt die Elektroauto-Förderung aus?

Wie erwähnt, teilen sich der Staat (vertreten durch das Bafa) und die Hersteller den Förderschmerz je zur Hälfte. Und zwar wie folgt:

  • Der Autohändler gewährt für einen reinen Stromer 2.000 Euro und für einen Plug-in-Hybrid 1.500 Euro Rabatt. Das ist die erste Hälfte der E-Auto-Prämie.
  • Die zweite Hälfte der Förderung muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt werden. Am einfachsten geht dies über die Bafa-Website. Die Seite ist, wie für Behörden üblich, unübersichtlich und fehlerhaft. Zum eigentlichen Antrag findest du unter „Informationen zum Thema“ > „Formulare“ > „Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus)“.
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Kritik an der E-Auto-Prämie

Es gibt viel Kritik an dieser Förderung für Elektroautos. Die Grünen etwa bemängeln, dass die Finanzierung aus dem allgemeinen Steuertopf erfolgt und nicht durch eine höhere Belastung konventioneller Autos mit hohem Spritverbrauch.

Andere sahen, angesichts der Zuschüsse für Teslas oder teure BMW-Modelle, einen Fall von Reichenförderung in der Prämie. Schön wäre es auch gewesen, Kleinfahrzeuge wie den Twizy und Gebrauchtwagen in die Förderung einzubeziehen: Auch sie helfen, die Verkehrswende voranzutreiben.

Große Zweifel bleiben auch an der Förderung von Plug-in-Hybriden. Aus Umweltsicht hätten eigentlich nur effiziente batterie-elektrische Autos einen Vorteil erhalten dürfen. „Zufällig“ bieten aber gerade deutsche Hersteller einige Plug-in-Hybride an, was erklären könnte, warum auch sie in den Genuss der Förderung kommen …

Attraktiv mit und ohne Elektroauto-Prämie: Renault Zoe
Attraktiv mit und ohne Prämie: Renault Zoe. (Foto © C.Schwarzer)

Förderung fürs Elektroauto: Jetzt gleich zum Autohändler?

Jein. Wer noch nie hinterm Steuer eines E-Autos saß, sollte es auf jeden Fall zunächst einmal ausprobieren. Das geht beim Autohändler, bei Freunden oder bei Carsharing-Unternehmen. So erhält man einen ersten Eindruck davon, ob man sich mit dem etwas anderen Fahrgefühl anfreunden kann.

Wichtig: Wer mit einem E-Auto liebäugelt, benötigt noch einen eigenen Stellplatz. Zwar verbessert sich die öffentliche Ladeinfrastruktur kontinuierlich, aber an einem gut erreichbaren Zugang zu einer Steckdose oder Wallbox führt leider (noch) kein Weg vorbei.

Und: Bevor du über den Kauf eines E-Autos nachdenkst, lass den Wert deinen alten Pkw einschätzen. Auf wirkaufendeinauto.de** dauert das nur wenige Sekunden – und ist kostenlos.

Autoren: C. Schwarzer, A. Winterer, L. Wirag

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(15) Kommentare

  1. Das große Hemmnis für die Verbreitung der Stromer ist die Reichweitenangst. Das Geld wäre für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur also besser angelegt, als als Steuergeschenk an die konventionelle Autoindustrie, wo es im Endeffekt landet.

  2. Wenn ich mir ein Elektroauto leisten könnte, würde ich z.B. das nehmen. Kostet ohne Förderung keine 25.000 Euro und die Firma baut betreits 10 Jahre Elektroautos, hat also einige Erfahrung. Volkswagen z.B. hat einige Jahre weniger Erfahrung und ist teurer, wie beim Verbrennungsmotor. Das verstehe ich beim besten Willen nicht.
    http://www.tazzari-zero.com/

  3. Tazzari baut keine Autos, sondern elektrische Leichtkraftfahrzeuge (auch Quads genannt). Diese sind nicht förderungsfähig, was Ihren Kommentar hier überflüssig macht.

  4. den Nissan LEAF hier gar nicht richtig zu erwähnen macht mich stutzig. Warum ist der nicht „schon sehr nützliche Autos wie den Renault Zoe“??

    Weil es oben nicht steht – die 60000€ sind NETTO! Für mich deutlich zu hoch….

  5. Ergänzung: Das Tesla Model S ist jetzt förderungsfähig, nachdem Tesla seine Preisstruktur geändert hat, wodurch der Grundpreis unter 60.000€ gesunken ist.

  6. SUPER! Der Steuerzahler bezahlt dafür das noch mehr Autos auf die Strasse kommen. Egal ob Strom oder Treibstoff, es bleiben Autos. Wie viel Energie muss aufgewendet werden um ein E-Auto zu bauen? Wie viel Energie pro km Lebenszeit?

    Ich bin vom Auto aufs Fahrrad umgestiegen, eine viel bessere Energiebilanz insgesamt. Schone auch noch die Kasse des Gesundheitsaparates, fahre im Jahr 7000 KM > und wo ist meine Prämie? Gefördert werden sollten Menschen die auf das Auto ganz verzichten und auf Rad oder ÖPNV umsteigen………

  7. Da bin ich ganz derselben Meinung…..leider wird der öffentliche Nahverkehr immer teurer und bald selbst schon zum Luxus für den Normalverbraucher! Intelligent wäre es tatsächlich Leute die Fahrrad fahren oder Bus und KEIN Auto besitzen zu belohnen. Stattdessen wird eine Prämie angeboten für Leute, die sowieso schon so viel Geld besitzen, sich ein solches Auto leisten zu können. Komische Logik!

  8. Welch ein Unfug diese staatliche Elektroauto-Prämie ist, zeigt sich gerade anschaulich am Beispiel des Renault Zoe: Seit Mai 2015 (!) verkaufte Renault den Zoe für 16.500 € (zzgl. Akku-Miete). Mit Einführung der E-Prämie hat Renault den Preis umgehend auf 21.500 € erhöht und wirbt nun damit, dass der Hersteller die staatliche Prämie angeblich sogar um 1.000 € aufstockt – und damit liegt der Preis immer noch bei 16.500 €. Der Käufer hat von der Prämie also: nichts. Nichts!! Nichts!!! Dabei ist das erklärte Ziel der E-Prämie doch, einen zusätzlichen Kaufanreiz zu bieten – und nicht, die Gewinnmarge der Hersteller zu erhöhen. Eins ist klar: So wird das mit der Elektromobilität jedenfalls nix …

  9. Renault sollte gesetzlich verpflichtet werden, die 2000€, die sie mit der Bunderregierung verhandelt haben, zusätzlich zum damals aktuellen Marktpreis nachzulassen. Mit dem Zuschuss der Bafa sollte der Kaufpreis also „ab 12.500€“ betragen. Das (plus Batteriemiete) wäre ein komkurrenzfähiger Preis. Aber so, wie es jetzt gelaufen ist und Sie es richtig erkannt haben, ist es eine Posse, mit der Renault sich lächerlich gemacht hat. Ein Narr, wer darauf hereinfällt und nun Kunde dort wird. Narren!

  10. Bei der Diskussion über Elektroautos sieht man, was für ein luxuriöser Irrsinn das Konzept „Automobil“ ist: 1 Tonne Stahl bewegen, um (meist nur) eine Person von A nach B zu transportieren. 4000 Euro Subvention täuschen darüber nicht hinweg. Die Zukunft der Automobilität gehört den Fahrrädern, elektrisch oder nicht, privat oder gemietet – das ist eine Entwicklung, die nicht staatlich gelenkt werden muss, sondern auf den Straßen beobachtet werden kann. Die Autoindustrie hat eine Förderung mit Steuergeldern weder nötig, noch verdient.

  11. Über die Planwirtschaft wird die Nase gerümpft, aber Abwrack- und Elektroprämien sind derer ebenbürtig. Der Staat sollte steuern! Das könnte er mit strengen Abgasnormen, wo heutzutage der NEFZ steht, welcher nicht einmal überprüft wird (siehe Dieselskandal). und Geldstrafen für Überschreitungen der Flotten(real!)verbräuche.

    Leute, die vom (Diesel)PKW auf ein mittelstrecken- und wintertaugliches Ökomobil umsteigen wollen (z.B. Pendler bis 25km) werden mit Preisen in Höhe von z.B. 10.000€ für ein Elektro-Trike gestraft, zahlen mit Ihren Steuern aber noch die Prämie für den 100.000€-„Geschäfts“wagen ihres Arbeitgebers, der ihnen andererseits womöglich nicht mal eine Einstellmöglichkeit für ihr (weil mangels Nachfrage in geringen Stückzahlen in Handarbeit hergestelltes) teures Fahrrad, geschweigedenn eine Steckdose zum Laden vor dem Heimweg, zur Verfügung stellt. So wird’s dann in der Regel doch der VW up! fürs gleiche Geld (bei der Anschaffung) und alle sind glücklich: Der Autohändler, der Autohersteller, die Werstatt, der Tankwart, die Erdölindustrie, der Staat. Nur die blöden Ökofritzen, Alte und Kranke … aber mein Gott … was soll’s?!

    So sieht es aus mit der sozialen Gerechtigkeit und den Bekenntnissen zum Umweltschutz in der Industrienation Deutschland.

  12. Woher beziehen Sie die Information, daß ab 2018 die Prämie reduziert wird?
    In der „Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen“ (www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/B/bekanntmachung-richtlinie-zur-foerderung-des-absatzes-von-elektrisch-betriebenen-fahrzeugen.pdf?__blob=publicationFile) steht nichts dergleichen!

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