Veganer Hype: Beyond Meat-Burger bei Lidl

Fotos: © Lidl / "Einkaufen" von Thomas Schlosser unter CC BY 2.0

Die veganen Burger von Beyond Meat haben unter Veganern und Vegetariern in den USA bereits einen echten Hype ausgelöst. Nun kommen die beliebten Veggie-Burger nach Deutschland: Ab Ende Mai wird es sie beim Discounter Lidl zu kaufen geben.

Bisher waren die Erbsenprotein-Burger von Beyond Meat in Deutschland nur im Großhandel und vereinzelt in Restaurants erhältlich. Ab 29. Mai soll es sie nun in allen Lidl-Filialen geben.

Beyond Meat: Der Hype-Burger aus den USA

In den USA sind die Beyond-Meat-Produkte aktuell ein bedeutender Food-Trend – und was in den USA trendet kommt meist früher oder später auch in Europa an.

Die Süddeutsche Zeitung nennt den Burger den „momentan wohl gehyptesten Burger der Welt“. Das liegt sicher auch daran, dass der Veggie-Burger dem fleischhaltigen Original sehr nahe kommt. Der Markt an vegetarischen und veganen Fleischalternativen ist weltweit inzwischen riesig – doch offenbar schafft Beyond Meat es besser als andere Firmen, Fleisch-Burger-Patties zu imitieren. Damit spricht das Unternehmen Millionen Menschen an, die den Geschmack von Fleisch eigentlich mögen, aber aus ethischen, gesundheitlichen oder sonstigen Gründen darauf verzichten wollen.

Den Hype befördert hat – neben einem spektakulär erfolgreichen Börsen-Start – sicher auch die Nachricht, dass mächtige Investoren und Prominente wie Bill Gates, Leonardo DiCaprio und Snoop Dogg Fans von Beyond Meat sind. Das lässt darauf schließen, dass das Potenzial der Firma gewaltig ist – und der Fleischersatz-Trend anhält.

Was genau ist der Beyond Meat-Burger?

Beyond Meat Burger
Beyond Meat Burger: Die Inhaltsstoffe (Screenshot: Beyond Meat)

Die Burger-Patties von Beyond Meat basieren auf Erbsenprotein und sind damit im Gegensatz zu vielen anderen Fleischalternativen frei von Soja oder Gluten. Zudem sind sie laut Unternehmen frei von GMOs (Gentechnisch veränderten Organismen).

Das Erbsenprotein soll in seiner Textur an die Muskelfasern in Fleisch erinnern. Rote Bete sorgt außerdem für eine rosa Färbung, so dass die Burger wie „echte“ Fleischfrikadellen schmecken und aussehen.

Die Hauptzutaten des Beyond-Meat-Burgers sind Wasser, Erbsenprotein, Rapsöl und Kokosöl.

Neben Rote-Bete-Saft als Farbstoff enthält der Burger laut Firmenwebsite unter anderem Sonnenblumenöl, Cellulose, Kartoffelstärke, den Zuckerersatzstoff Maltodextrin und einige Zusatzstoffe wie Ascorbinsäure (E 300), Essigsäure (E 260), Bernsteinsäure (E 363) und den Farbstoff Annatto (E 160b).

Fleischalternative beim Disounter: „ein erster Schritt zu weniger Fleischkonsum“

Erhältlich wird der Beyond Meat Burger bei Lidl für 4,99 Euro je Zweierpack sein, laut Lidl allerdings nur „solange der Vorrat reicht“ .

„Mit den veganen Burger-Patties, die eine fleischige Konsistenz sowie Geruch und Geschmack eines herkömmlichen Burger-Patties haben, bieten wir Fleischliebhabern eine nahezu perfekte Alternative. Wir sind sehr gespannt, wie die Aktion angenommen wird“, sagt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland.

„Die veganen Patties können ein erster Schritt zu weniger Fleischkonsum sein. Wichtig ist, vegane Fleischprodukte kontinuierlich weiter zu entwickeln und für möglichst viele Verbraucher den alternativen Fleischverzehr einfach und attraktiv zu gestalten“, so Bock.

Beyond Meat Burger bei Lidl
So soll der „Beyond Burger“ bei Lidl aussehen. (© Lidl)

Die Tierschutzorganisation Peta schreibt: „Fleischalternativen wie der Beyond Meat Burger haben das Potenzial, unsere Gesellschaft von Grund auf zu verändern.“ Schließlich gebe es keinen Grund mehr, Tiere zu töten, wenn „die gelegentliche Fleischeslust durch Pflanzenburger gestillt werden kann.“

Utopia meint: Dass der Beyond Meat Burger einen solchen Hype ausgelöst hat und nun auch im Discounter verkauft wird, zeigt, dass das Interesse an Fleischalternativen immer größer wird – und das ist eine gute Nachricht für Tiere, Umwelt und Klima. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass Lidl als Discounterkette eine durchaus fragwürdige Preispolitik betreibt – und viel Geld mit billigem Fleisch verdient

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(7) Kommentare

  1. 4.99 aber richtig gut!
    Richtig gutes Zeug, echt
    Krass
    Echt Jung, gefällt mir gut, richtig gut
    Ja, scheint ganz gut zu sein
    Da musst du richtig lange suchen für
    Richtig lange recherchieren
    Hat er richtig gut drauf
    Das kriegste nirgendswo sonst
    Hätt‘ ich Bock auf sowas jetzt…
    (Deichkind)

    🙂 Spaß muss sein 😉 aber an sich gute Idee, wenn’s denn auch schmeckt…
    Wir brauchen mehr Alternativen zu Fleisch. Danke für den Beitrag!

  2. Das ist toll! Vegetarier zu werden fiel mir zwar insgesamt recht leicht, aber leckere Burger sind so ziemlich das, was ich am meisten vermisse. Was ich bislang ausprobiert habe, war teilweise ganz OK, aber mehr auch nicht.

  3. Kann ich auch nicht sagen aber werde auf jeden Fall auch die Augen offen halten.
    Mir würde das „Fleischgeschmackserlebnis“ schon sehr fehlen und die vielen leckeren Würste… aber Falafel kann ja auch ganz lecker sein und heute ist meine erste Starterkultur für Tempeh eingetroffen 🙂 bin gespannt…
    Und es stellt sich noch die Frage, ob der Körper auch wirklich das bekommt was er braucht wenn man zb. oben genannten Burger konsumiert. In tierischen Produkten steckt im Idealfall viel Gutes von den Pflanzen die das Tier zu sich genommen hat in komprimierter Form. Wie wir wissen, will uns die Industrie immer viel verkaufen und ist dabei auf möglichst günstige Rohstoffe aus, um den Profit zu steigern.

  4. So dann bitte noch das Plastik in der Verpackung weglassen, regional produzieren um lange Transportwege zu vermeiden und den ansässigen Bauern damit eine Alternative zu ihren aktuellen Agrarverbrechen zu ermöglichen und ich kauf das auch!

  5. In dem von dir verlinkten Artikel geht es um „Lab-grown meat“, also um In-vitro-Fleisch. Hier geht es aber um Burger aus Linsen. Ich sehe den Zusammenhang nicht.

    Davon abgesehen halte ich die Argumentation, auf Tierhaltung zu verzichten indem man auf Laborfleisch setzt sei letztlich auch verwerflich, weil irgendwie „nicht moralisch genug“, für völlig hanebüchen. Mit der Haltung kommen wir überhaupt nicht in die Pötte und alles bleibt gleich ganz beim Alten.

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