#stopptquetschies: dm und Alnatura sollen Quetschies aus dem Sortiment nehmen

Foto: © Utopia/aw

Quetschies sind praktisch, aber wegen der Verpackung schlecht für die Umwelt. Eine Petition fordert die Drogeriekette dm und den Bio-Supermarkt Alnatura auf, keine Quetschies mehr zu kaufen. Unterstützt wird die Petition von der Deutschen Umwelthilfe.

Fruchtbrei aus der Tüte ist beliebt: Allein der Online-Shop von dm listet 144 verschiedene Quetschies. Das Problem: Nach einmaliger Verwendung landen die Beutel im Müll. Die Quetschbeutel bestehen aus einem Verbundgemisch aus Plastik und Aluminium, das sich nicht recyceln lässt.

Immer wieder kritisieren unter anderem Verbraucherzentralen die vielen Quetschie-Produkte in Supermärkten und Drogerien. Nun gibt es auch eine Petition gegen Quetschies, an der unter anderem die Deutsche Umwelthilfe beteiligt ist. Die Petition richtet sich speziell an dm und die Bio-Supermarktkette Alnatura.

Das sind die Forderungen an dm und Alnatura

„90 bis 100 ml püriertes Obst, Gemüse oder Tee, meist mit Bio-Labeln für den Inhalt versehen. … 90ml, das ist nicht einmal ein halbes Trinkglas voll. In einer Minute weggenuckelt. In einer Verpackung, die riesige Umwelt-Probleme bereitet“, heißt es in der Petition. Die Umwelthilfe und ihre Partner stellen zwei Forderungen:

  1. Alnatura und dm sollen Quetschies aus dem Sortiment nehmen.
  2. Quetschies sollen nicht länger bio-zertifiziert werden.

Immer mehr Quetschies bei dm und anderen Geschäften

Absurde Quetschies
Quetschies gibt es nicht nur für Kinder. (Foto: Utopia)

Problematisch ist laut den Initiatoren der Petition nicht bloß der Verpackungsmüll, der durch die Quetschies entsteht. Weitere Kritikpunkte:

  • Aluminium: Die Herstellung von Aluminium ist extrem energieaufwendig. Außerdem entstehen problematische Reststoffe wie Rotschlamm.
  • Greenwashing: Das Bio-Siegel auf vielen Quetschies suggeriere, dass es sich um ein nachhaltiges Produkt handele – was nicht der Fall ist.
  • Gesundheitliche Bedenken: Quetschies erhöhen das Kariesrisiko, weil die Zähne von stark zuckerhaltigem Fruchtpüree umspült werden. Wenn Kinder Obst aus Beuteln saugen, entfällt außerdem das Kauen. Kauen sei jedoch wichtig, um die Mundmotorik zu stärken.
  • Noch mehr Quetschies: Inzwischen werden auch Quetschies für Erwachsene angeboten, etwa für Sportler. Selbst Bodylotion oder Fertiggerichte gibt es bereits in Quetschie-Form. Mehr Quetschies bedeuten noch mehr Umweltbelastung. (Mehr dazu: Die absurdesten Quetschies)

Übergabe an dm und Alnatura

Die Initiatoren der Petition wollen mindestens 100.000 Unterschriften sammeln, bevor sie dm und Alnatura kontaktieren. Mehr als 57.000 Menschen haben bereits unterzeichnet (Stand 17.7.). Hier geht es zur Petition.

Auf Quetschies zu verzichten, schont nicht nur die Umwelt und die Gesundheit – man spart auch Geld: Fruchtpüree aus der Tüte ist deutlich teurer als frisches Obst. Wer gar nicht auf Quetschies verzichten möchte, kann sie zumindest selber machen und in Mehrweg-Quetschiebeutel füllen: Quetschies selber machen: Fruchtmus-Drinks zum Wiederbefüllen

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(2) Kommentare

  1. wird sowieso nicht umgesetzt, auf freiwilliger Basis tut sich da einfach nichts, versteht jeder der einmal ne Grundbesohlung in Mikroökonomie hatte

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