Aluminium vermeiden: 13 Tipps für den Alltag

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Aluminium vermeiden, wo es nur geht: Das „Wundermaterial“ ist zwar praktisch und oft unentbehrlich – doch die Herstellung von Aluminium belastet die Umwelt und verbraucht enorm viel Energie. Gerade im Alltag gibt es viele sinnvolle Alternativen.

Das glänzende Metall begegnet uns überall: In Bauteilen für Transportfahrzeuge wie Autos, Bahnwaggons und Schiffe an der Außenseite von Fenstern, in Laptops oder in Küchenmaschinen. In vielen Bereichen ist Aluminium nicht wegzudenken. Trotz des problematischen Herstellungsprozesses ist der Einsatz in der Gesamtbetrachtung durchaus sinnvoll – etwa dort, wo das leichte Material den Energieverbrauch von Fahrzeugen senkt oder andere Werkstoffe eine geringere Haltbarkeit hätten.

Doch Aluminium wird oft auch dort verwendet, wo es im Grunde nichts zu suchen hat: im Lebensmittel- und Verpackungsbereich, wo es nur ein kurzes Leben hat und letztlich Wegwerfware ist. Ein Beispiel: Der schnelle Griff zur Alu-Folie, um damit einmalig ein Butterbrot transportfähig zu machen – hier ist das Verhältnis von Aufwand und ökologischem Fußabdruck zu Nutzen einfach absurd. Vor allem, weil es bessere Möglichkeiten gibt – lies etwa Die besten Brotdosen aus Edelstahl, Glas & Holz.

Aluminium ist als Rohstoff eigentlich viel zu kostbar, um als Wegwerfprodukt zu dienen. Lies hier mehr dazu, warum Aluminium schädlich für Umwelt und Gesundheit ist.

Auch das Recycling bietet keine gute Lösung. Erstens ist es schwierig, Aluminium von anderen Bestandteilen zu trennen. Zweitens ist auch bei diesem Verfahren immer ein gewisser Prozentsatz an Neu-Alu vonnöten. Drittens ist Alu-Recycling extrem energieaufwendig, was natürlich auf den CO2-Fußabdruck durchschlägt.

Daher sollten wir versuchen, wenigstens kurzlebiges Aluminium aus unserem Haushalt zu verbannen. Mit diesen einfachen Schritten klappt es, den Konsum zu reduzieren:

Aluminium vermeiden beim Kochen

Doku über Aluminium zeigt: Es gibt noch viele offene Fragen
Ofenkartoffeln sind kein ideales Gericht, um Aluminium zu vermeiden. (Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)
  1. Wer sich mit neuen Küchengeräten eindecken möchte, sollte sich statt einer aus Aluminium gegossenen Teflonpfanne lieber mit einer Pfanne aus Gusseisen oder Edelstahl ausstatten. Letztere halten meist auch länger.
  2. Im Sommer ist die Versuchung groß, für einen spontanen Grillabend Einweggrills zu verwenden. Das ist grundsätzlich keine gute Idee, weil man dabei nur unnötigen Müll produziert. Wenn es doch unbedingt sein muss, solltest du wenigstens zu Mehrweg-Alugrillschalen oder gleich zu Edelstahl-Grillschalen greifen.
  3. Um Gemüse, Fleisch oder Käse zu Hause im Ofen zu garen, braucht es natürlich auch keine Aluschale: Eine Auflaufform erfüllt hier bestens den Zweck. Fisch lässt sich außerdem gut mithilfe von biologisch abbaubarem Kochpergament zubereiten.

Aluminium vermeiden beim Lebensmittelkauf

Aluminium vermeiden - In Konservendosen steckt häufig Alu
Aluminium vermeiden: In Konservendosen steckt häufig Alu. (Foto: CCo Public Domain / Pixabay - monicore)
  1. Bei Lebensmitteln gibt es etliche Verpackungen, die Aluminium enthalten. Vermeide insbesondere Fertigprodukte wie Soßenpulver oder Tütensuppen – frisch zu kochen hilft nicht nur, weniger Alu (und auch Palmöl) zu verwenden, sondern ist auch gesünder.
  2. Konservendosen bestehen entweder aus Aluminium oder aus Weißblech – Alu kommt vor allem bei Fischkonserven oft zum Einsatz. Um das Material eindeutig zu identifizieren, hilft ein einfacher Test mit einem Magneten: Aluminium ist nämlich praktisch nicht magnetisch, Weißblech dagegen schon.
  3. Für Tuben wird ebenfalls Aluminium verwendet. Lebensmittel wie Mayonnaise, Remoulade, Senf oder Tomatenmark bekommst du jedoch problemlos auch im Glas.
  4. Auch bei Joghurt gilt: besser zum Mehrwegglas mit Schraubverschluss greifen als zum Plastikbecher mit Aluminiumdeckel.
  5. Und Naschkatzen sollten genau hinschauen, welche Süßigkeiten sie kaufen: Schokolade und Kaugummis sind häufig mit Alufolie verpackt. Aber hier gibt es jede Menge Alternativen in jedem Supermarktregal!

Aluminium vermeiden beim Getränkekauf

Dinge, die du nur recycelt kaufen solltest: Glas
Mehrwegflaschen sind die bessere Alternative zu Dosen mit Aluminium. (Foto: © Sauerlandpics - Fotolia.com)
  1. Getränkedosen und Tetra-Packs sind zwar leicht und bequem, enthalten aber ebenfalls Aluminium. Eine bessere Alternative ist auf jeden Fall die Mehrwegflasche aus Glas – auch wenn die Einkaufstasche damit schwerer wird.

Aluminium vermeiden bei Transport und Aufbewahrung

Alufolie: Aufbewahrung von Lebensmitteln geht auch anders.
Alufolie: Aufbewahrung von Lebensmitteln geht auch anders. (Foto: CCo Public Domain / Pixabay - jackmac34)
  1. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Lebensmittel zu transportieren und Alufolie im Haushalt überflüssig zu machen: Vom guten alten Butterbrotpapier über Dosen aus Glas, Edelstahl und stabilen BPA-freiem Kunststoff bis zur Käseglocke und der Butterdose aus Porzellan. Selbst Frischhaltefolie ist im Vergleich zu Alu eine etwas bessere Alternative.

Aluminium vermeiden beim Kaffee

Kaffeezubereitung mit dem Handfilter
Kaffee lieber frisch aufbrühen, um Aluminium zu vermeiden. (Foto: © CC0 / Unsplash -Thomas Martinsen)
  1. Wer eine Kaffeemaschine mit Kaffeekapseln verwendet, kann von den Einwegvarianten auf Edelstahlmehrwegkapseln umsteigen, in die man den gemahlenen Kaffee selbst einfüllt. Einfacher und ökologischer ist aber, den Kaffee selbst frisch aufzubrühen.

Aluminium vermeiden bei der Körperpflege

Viele herkömmliche Kosmetika enthalten Glycerin.
Auch in Pflegeprodukten steckt oft Aluminium. (Foto: CC0 / Pixabay / Bru-nO)
  1. Generell gilt: Du solltest bei Kosmetik besser größere Packungen kaufen als Probegrößen – denn in den kleinen Probiertütchen stecken oft Alu-Beschichtungen.
  2. Aluminium steckt auch in vielen Pflegeprodukten, die wir verwenden, von Deos über Lippenstifte bis hin zu Sonnencremes. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich daher immer – einige Produkte werben mittlerweile sogar damit, aluminiumfrei zu sein, weil das Bewusstsein für dieses Problem offenbar wächst. Meist eine gute Wahl ist in diesem Fall Naturkosmetik.

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(15) Kommentare

  1. Was ist denn besser als die Aluminium-Kapseln, die zu 100% eingesammelt und dann zu 100% recycelt werden?

    Kunststoffkapseln? Das ist ein Irrglaube!
    Diese Kapseln bestehen aus Kunststoff, der nicht recycelt werden kann. Diese Kapseln werden einfach nur verbrannt.

  2. Am besten wär, wenn sich solche Fragen gar nicht stellen würden, denn was wirklich besser ist: Kaffee ohne Kapseln.
    Und was am besten ist: wenig bis gar keinen Kaffee trinken. (Da predige ich grad an mich selbst.)

  3. Wieder mal unnötiges Aluminium-Bashing! Warum?

    „Doch Aluminium wird oft auch dort verwendet, wo es im Grunde nichts zu suchen hat: im Lebensmittel- und Verpackungsbereich“. Warum? Es gibt kaum ein bessern Werkstoff um Lebensmittel zu schützen. Kunststoff?

    Leider stehen in diesem Artikel z.B. im Zusammenhang mit dem Recycling von Aluminium viele Unwahrheiten bzw. Fehler.
    Hier ein Beispiel:
    „Alu-Recycling extrem energieaufwendig, was natürlich auf den CO2-Fußabdruck durchschlägt.“
    Das ist schlichtweg falsch. Das Recycling von Aluminium benötigt nur 5% der Energie, die zur Herstellung von Primäraluminium benötigt werden. Das bedeutet, je häufiger ich Aluminium verwende und dann recycle, um so besser wird der CO2-Fußabdruck. Welcher Wertstoff kann das noch?

    Ich bitte darum bei den Fakten zu bleiben und nicht einfach zusammengetragene Informationen zu senden.

  4. „Alu-Recycling extrem energieaufwendig“ Ist nicht falsch. Aluminiumverarbeitung ist immer energieaufwendig. Lediglich Primäraluminium benötigt viel mehr Energie als Recycling-Aluminium (in welchen immer auch Primäraluminium enthalten ist). Dieser Vergleich ist aber nicht Inhalt dieses Artikels und wurde zudem nirgends bezweifelt.
    „Ich bitte darum bei den Fakten zu bleiben und nicht einfach zusammengetragene Informationen zu senden.“

  5. @ Thomas
    Die vorgeschlagene Seite ist vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V. … ob das Thema „Aluminium“ auf dieser neuen Seite objektiv dargestellt wird bezweifle ich.

  6. @No-way
    Was meinst Du mit objektiv?
    Nicht von Gefühlen, Vorurteilen bestimmt; sachlich, unvoreingenommen, unparteiisch? Unabhängig von einem Subjekt und seinem Bewusstsein existierend; tatsächlich, „die objektiven Tatsachen“?

    Ganz ehrlich? Das Bashing, das Aluminium im Internet erfährt, ist alles andere als objektiv. Dieser Artikel ist ein perfektes Beispiel dafür. Die Frage ist nur warum?

    Manchmal kommt es einem vor, als würde die Kunststoffindustrie dahinter stecken. Ich finde es jedenfalls gut, wenn man sich auch mal eine andere Meinung bilden kann. Das darf man ruhig mal machen.

  7. @Thomas
    Unabhängig von Eigeninteressen würde schon genügen!
    Die Aluminiumindustrie hat natürlich Eigeninteresse am Aluminium und seiner Vermarktung, sie kann gar nicht anders, genauso wie jeder, der damit sein Geld verdient. Da kann es gar keine Objektivität geben.

    „Ganz ehrlich? Das Bashing, das Aluminium im Internet erfährt, ist alles andere als objektiv. Dieser Artikel ist ein perfektes Beispiel dafür. Die Frage ist nur warum? “

    Öhöm – hast du den Artikel gelesen und verstanden? Eigentlich steht ja alles da – aber wenn man natürlich kein Interesse an Umwelt hat, die Sache mit dem ökologischen Fußabdruck nicht wirklich versteht/verstehen will, dann kann es sein, dass man nicht versteht, weshalb es unter anderem auch Aluminium ist, das man durch weniger belastende Materialien ersetzen sollte, wo es möglich ist.
    Im Übrigen findest du im Artikel auch Links für ein erweiterndes oder vertiefendes Verständnis, weshalb Aluminium nicht so super ist, wie du das gerne hättest.

  8. Ich finde das Verpackungsthema insgesamt sehr schwierig. Beispiel Mayonaise im Glas: In unserem Rewe-Markt um die Ecke gibt es keine einzige Mayonaise im Glas, die nicht von Nestle (und diesen Konzern meide ich wie die Pest) oder einem zugehörigen Unternehmen hergestellt wird. Somit darf man sich dann zwischen Pest und Cholera entscheiden. Ähnlich ist es mit den Joghurts – die Bio-Joghurts werden in diesem Supermarkt ALLESAMT in Plastikbechern mit Aludeckel angeboten. Im Glas gibt es nur Joghurt von Nicht-Bio-Anbietern, bei Milch das gleiche. Und das zieht sich durch viele Produktbereiche. Gerade Bio-Produkte sind häufig umweltschädlich verpackt, sogar im Bio-Supermarkt, auch wenn es hier schon weitaus mehr Alternativen gibt. Nachteil: Der Bio-Supermarkt liegt weiter weg, so dass ich da „extra“ mit dem Auto hinfahren muss, was auch umweltschädlich ist.

    Fazit: Es ist leider immer wieder ein Abwägen, wenn man nicht gerade einen Biobauern um die Ecke hat.

  9. Kapiert doch endlich, dass die Nachfrage die Produktion bestimmt. Wenn keine Produkte mit Scheissverpackung gekauft werden, gibt es auch keine Scheissverpackung.

  10. Wapiya hat recht. Ich vermeide selbst Müll und eben auch Alu wo es irgend geht und inzwischen tun es auch viele andere. Ich merke auch seit geraumer Zeit das nicht nur die führenden Discounter sich diesbezüglich anpassen um ja keine Käufer zu verlieren. Bin deshalb auf die Idee gekommen aus diesem Grund die Rabattkarte öfter zu nutzen damit mein no waste Kaufverhalten besser erkannt werden kann.

  11. Ich finde es sehr schade, dass in dem Artikel nirgends darauf hingewiesen wird, dass Aluminium in die Lebensmittel diffundiert und eine Gesundheitsgefahr darstellt.

  12. Vielen [email protected] cammedick,
    ich bin auch sehr erstaunt dass hier nur über Verpackung geschrieben wird.
    Immer dann wenn Aluminium erhitzt wird oder mit sauren Substanzen in Berührung kommt, essen oder trinken wir es mit.
    Es ist absolut giftig für den menschlichen Organismus.
    Da lese ich doch in dem Bericht von Utopia : am besten „Mehrweg-Alugrillschalen“ verwenden.
    Der Verdacht kommt auf….dass hier einige „Mehrwegdeppen“ Artikel verfassen dürfen.

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