Neue Pflanzenmilch bei „Die Höhle der Löwen“: Wir haben sie probiert

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Pflanzendrink statt Kuhmilch: Milchalternativen gibt es inzwischen viele. Bei „Die Höhle der Löwen“ ist am Montag ein Unternehmen aufgetreten, dass eine neue und nach eigenen Angaben bessere Pflanzenmilch anbietet: Erbsenmilch mit deutlich mehr Protein. Wir haben probiert, wie sie schmeckt.

Tierleid, die schlechte Ökobilanz oder Laktoseintoleranz: Es gibt gute Gründe, auf Kuhmilch zu verzichten. Mit Hafer-, Soja- oder Mandelmilch gibt es viele pflanzliche Alternativen. Allerdings haben die Pflanzendrinks einen Nachteil: Ihr Nährstoffgehalt kommt nicht an den von Kuhmilch heran – vor allem enthalten sie deutlich weniger Protein. Der Erbsendrink der Marke „Vly“ soll dieses Problem beheben. Am Montag stellten die drei Gründer ihre Erbsenmilch bei „Die Höhle der Löwen“ vor.

Vly-Erbsenmilch gibt es in drei Sorten

Der Pflanzendrink wird aus der gelben Spalterbse hergestellt – sie soll besonders viel Protein enthalten. Angebaut wird die Erbse laut Unternehmenswebseite in Nordfrankreich, die Transportwege sind also vergleichsweise kurz. Wie in der Sendung zu sehen ist der Proteingehalt der Erbsenmilch deutlich höher als der von Hafer-, Mandel-, Soja- und sogar Kuhmilch.

Wichtig war den drei Gründern nicht nur der Proteingehalt, sondern auch der Geschmack. Außerdem soll der Erbsendrink cremig und ebenso einsetzbar wie Milch sein. Vly bietet drei Sorten an: Original, ungesüßt und eine Barista-Edition zum Aufschäumen. Dank des hohen Proteingehaltes lasse sich die Vly-Milch besser aufschäumen als andere Pflanzendrinks.

Die Zutaten des Vly-Erbsendrinks

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Der Auftritt von Vly bei „Die Höhle der Löwen“. (Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)

Alle drei Sorten bestehen aus Wasser, Erbsenprotein, Rapsöl und „natürlichem Aroma“, das nicht weiter bezeichnet ist. Die Sorten „ungesüßt“ und Barista enthalten außerdem eine Mikronährstoffmischung aus verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin B12 oder Calciumcarbonat. Vly will damit nach eigenen Angaben „bei der Abdeckung dieser kritischen Nährstoffe helfen“ und eine gesunde pflanzenbasierte Ernährung ermöglichen. In der Barista-Edition steckt außerdem Reis und in der Originalversion zwei Phosphate. Phosphate werden in der Lebensmittelindustrie zwar häufig eingesetzt, sie sind allerdings umstritten.

Vly im Geschmackstest – bei „Die Höhle der Löwen“ und Utopia

In „Die Höhle der Löwen“ durften die Juror*innen alle drei Sorten des Erbsendrinks probiere: Die Original-Milch pur, die ungesüßte Version im Müsli und die Barista-Edition im Kaffee. Das Urteil ist positiv: „Das schmeckt richtig gut“, sagte etwa Judith Williams. Nach richtiger Milch schmecke der Drink allerdings nicht, meinte Georg Kofler. Es sei aber auch gar nicht das Ziel gewesen, den Milchgeschmack zu imitieren, sagten die Gründer.

Auch wir haben den Erbsendrink probiert – wir konnten im Supermarkt allerdings nur die ungesüßte Version und die Barista-Edition finden. Beide Varianten haben einen dezenten, schwer zu beschreibenden Eigengeschmack, vergleichbar mit anderen Pflanzendrinks. Ob man die Erbsenmilch gut pur trinken kann, hängt also davon ab, ob man den Eigengeschmack mag.

Im Müsli können wir uns die Milch gut vorstellen. Auch im Kaffee schmeckt sie. Besonders positiv ist uns der Milchschaum aufgefallen – die Barista-Edition lässt sich perfekt aufschäumen. Sie könnte eine gute Wahl für all diejenigen sein, die nach einer Alternative zur Oatly-Barista-Hafermilch suchen.  

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Die Barista-Erbsenmilch lässt sich gut aufschäumen. (Foto: © Utopia)

Keine*r der Juror*innen investiert

Das Unternehmen Vly kamen bei allen Juror*innen gut an – allerdings wollte keine*r investieren. Die Gründer wünschten sich 500.000 Euro Investment für acht Prozent Firmenanteile. Für die Löw*innen war das zu viel Geld für zu wenig Anteile, weshalb kein Deal zustande kam. Trotzdem wird Vly bestimmt vom Auftritt in der Sendung profitieren. Aktuell gibt es den Erbsendrink bereits bei Rewe, Edeka und Rossmann zu kaufen.

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(1) Kommentar

  1. Ein zu hoher Konsum von Protein kann dauerhaft eine Belastung für die Nieren darstellen, da der Körper überschüssiges Protein nicht einspeichern kann wie Kohlenhydrate (in Form von Glykogen) oder Fett (in Form von Fett), sondern es wieder ausscheidet.

    Isoliertes Protein kann mehr schaden als nutzen. Der Konsum von isoliertem Sojaeiweiß führt im Körper bspw. ähnlich wie tierisches Milcheiweiß zu Kalziumverlust und einem im Vergleich zu tierischem Milcheiweiß doppelt so hohen Anstieg des Krebs begünstigenden Wachstumshormons Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1). Traditionell verarbeitetes Soja wie z.B. Tofu hat diese Wirkungen nicht.