Was euch im Lockdown hilft: Die besten Tipps aus der Utopia-Community

Foto: davide bonaldo / stock.adobe.com

Seit Montag gilt in Deutschland ein teilweiser Lockdown – die kommenden Wochen werden wir also vermehrt zu Hause verbringen. Wir haben die Utopia-Community nach Tipps gefragt, um diese Zeit möglichst angenehm zu gestalten. Das sind die Empfehlungen unserer Leser*innen.

Veranstaltungen wurden abgesagt, Restaurants, Kinos, Theater und vieles mehr geschlossen: Mindestens bis Ende November steht das öffentliche Leben still – bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Ein Unterschied zum vergangenen „Lockdown“: Dieses Mal ist das Wetter schlechter, was einige Unternehmungen im Freien erschwert.

Wir haben Utopia-Leser*innen auf Facebook und Instagram gefragt, was ihnen beim letzten Mal geholfen hat. Auf beiden Plattformen sind weit über 600 Kommentare mit Erfahrungen und Tipps zusammengekommen. Wir haben die häufigsten Empfehlungen zusammengefasst:

1. Rituale und Struktur

Vielen Leser*innen hilft es, sich eine Struktur und Rituale festzulegen, um – wie es eine Person ausdrückte – „nicht motivationslos im Bett zu versacken“. Konkrete Tipps:

  • Morgenroutine und Abendroutine etablieren
  • Sich abends Aufgaben und Ziele für den folgenden Tag setzen
  • Fristen bestimmen – selbst für kleinere Aufgaben

2. Aufgeschobene Aufgaben erledigen

Verbinde beide Seiten des Loches miteinander.
Eine Idee für den „Lockdown light“: Kaputte Kleidung reparieren. (Foto: Jana / Utopia)

Der teilweise Shutdown lässt sich gut dazu nutzen, Dinge zu erledigen, für die man sonst keine Zeit hat. Mehrere Leser*innen empfehlen, eine Liste mit Aufgaben zu erstellen – und diese abzuarbeiten. Vorschläge hierfür aus der Utopia-Community:

  • die Wohnung umräumen oder renovieren (besonders häufiger Tipp: Wohnung streichen)
  • Dinge und Klamotten reparieren
  • Ausmisten
  • Fotos ansehen und sortieren, Fotoalben und Fotokalender gestalten
  • Garten oder Balkon auf Vordermann bringen

3. Ausreichend bewegen und Zeit im Freien verbringen

Frühsport: 8 Gründe für ein morgendliches Workout
Wichtig fürs Immunsystem: Ausreichend Bewegung. (@ Jan Kolar / VUI Designer / Unsplash)

Besonders wichtig ist vielen Leser*innen außerdem ausreichend Bewegung an der frischen Luft und Sport. Sport ist dank vieler Online-Angebote auch in den eigenen vier Wänden möglich.  

  • Fahrrad fahren und dabei die Heimat erkunden
  • Im Wald oder Park spazieren gehen, die Natur dabei bewusst wahrnehmen. (Einige nehmen außerdem Mülltüten mit und sammeln Abfall auf)
  • Gemeinsam mit Freund*innen/Familie über Skype Sport machen oder tanzen
  • Hula Hoop
  • Live-Online-Kurse von Sportstudios, zum Beispiel Yoga, Zumba, Fitness
  • Home-Workout mit Youtube-Videos

4. Kontakt zu Mitmenschen aufrechterhalten

Wegen der Corona-Regeln dürfen aktuell nur noch Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Für das eigene Wohlbefinden ist es aber wichtig, den Kontakt zu Familie, Freund*innen und Bekannten aufrechtzuhalten. Bei größeren Gruppen funktioniert das virtuell. Die Tipps von Utopia-Leser*innen:

  • Regelmäßige Telefonate, Sprachnachrichten oder Videokonferenzen
  • Gemeinsam Online-Spiele spielen (inklusive Videocall)
  • Gemeinsam Sport machen, indem man zeitgleich Online-Sportvideos startet
  • Briefe oder Pakete versenden – vor allem an Personen, die alleine sind
  • Gemeinsam per Videocall Mittag essen oder Kaffeepause machen

5. Alten Hobbies nachgehen – oder neue entdecken

Stricken lernen
Wie wäre es mit Stricken lernen? (Foto: CC0 / Pixabay / Foundry)

Was vielen Leser*innen im vergangenen Lockdown außerdem geholfen hat: Hobbies nachgehen, für die im Alltag sonst wenig Zeit bleibt – oder neue Hobbies entdecken:

6. Entschleunigen

Meditation zum Einschlafen
Ein häufiger Tipp aus der Utopia-Community: die freie Zeit genießen.. (Foto: CC0 / Pixabay / Wokandapix)

Besonders häufig fiel in den Kommentarspalten der Begriff „Entschleunigen“. Viele Leser*innen sehen den teilweisen Lockdown auch als willkommene Gelegenheit, dem Alltagsstress zu entfliehen. Sie machen es sich zu Hause gemütlich und verbringen die Zeit beispielsweise so:

  • Lesen (eine Userin empfiehlt hierfür die Apps „Libby“ und „Onleihe“. Wer ein Konto bei einer Bücherei hat, kann sich dort kostenlos eBooks und Hörbücher ausleihen)
  • Serien und Filme ansehen (Empfehlenswerte Dokus)
  • Musik machen
  • Meditieren (Meditation lernen: Tipps für Einsteiger*innen)
  • Die Ruhe genießen, viel am Fenster sitzen

7. Auf die mentale Gesundheit achten

Erstelle eine Liste mit allen Gewohnheiten, die deinen Alltag bestimmen und überlege, welche du ändern möchtest.
Dankbarkeitslisten für mehr Zufriedenheit (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Einige unserer Leser*innen haben sich im vergangenen Lockdown bewusst mit ihren Emotionen und ihrer Innenwelt auseinandergesetzt – und empfehlen das auch für die kommenden Wochen. Ihre Tipps können vor allem Personen helfen, die stark unter der Isolation leiden:  

  • Dankbarkeitslisten erstellen: sich klar machen, was man hat und wie gut es einem geht
  • Aber auch mal den Frust rauslassen, zulassen, traurig oder einsam zu sein. Sich klar machen, dass man mit diesen Gefühlen nicht allein ist.
  • Sich bewusst werden, was wirklich wichtig ist – etwa Gesundheit und Familie
  • Persönlichkeitsarbeit: In sich hineinschauen, um zu lernen, wer man ist und was man will.

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

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(2) Kommentare

  1. Das sind so gute Tips!, dass ich fast hoffen könnte, dass der LD (Lockdown) möglichst lange anhält, damit ich die Umsetzung der Tips auch wirklich in meinen Alltag etablieren kann. 😉 Aber ich werde es auch in einem Monat schaffen! und dann, hoffentlich konsequenter als jetzt schon, beibehalten

  2. Oder wie jetzt temporär in Belgien sollten wir vielleicht auch die Bedeutung monogamer Beziehungen wieder zu würdigen lernen und damit auch die Verantwortung für uns und unsere Familien wieder einmal stärker wahrnehmen.
    Uns zu überlegen, wie wir diesen Zustand dauerhaft halten können, ganz unabhängig davon, ob nun Lockdown oder nicht und welche gewohnheitsmäßigen Unarten wir besser erst gar nicht erst wieder anfangen sollten. Auch und gerade in Zeiten rasant zunehmender Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen, die die große Gefahr der sozialen Entfremdung birgt und dadurch immer mehr Menschen gemeinsam einsam sind!
    Also vielleicht auch mal über Digital Detox nachdenken und echte Beziehungen zu unseren Lieben pflegen. Das Smartphone nicht als Ersatz zum realen Leben anzusehen, dann klappts vielleicht auch wieder in der Partnerschaft.

    Ich muss dazu sagen, der LD betrifft mich so gut wie gar nicht, da ich schon seit langem mein Leben in erster Linie lokal ausrichte und diverse „Erscheinungen der Moderne“ mit Bedacht auswähle, bzw. Schädliches sowieso ablehne.
    Und ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen wieder ihre Eigenverantwortung entdecken und ich (gefühlt) nicht mehr eine Ausnahme in meinem Umfeld bleibe.

    Wir müssen endlich dauerhafte Lösungen finden!
    Der LD lässt sich schließlich nicht ewig aufrecht erhalten und kostet jeden Tag Unsummen an nicht vorhandenem Geld!
    Anstatt abzuwarten, bis nach der Krise alles wieder so wird wie vorher, sollte man jetzt den Zeitpunkt nutzen, die Weichen für die Zukunft zu stellen, aber dieses Mal richtig!
    Jede/r für sich, aber auch wir als Gesellschaft!
    Es gibt viel zu tun! Packen wir es an! 🙂