Wenn öko gefährlich wird: SWR-Marktcheck kritisiert To-Go-Kaffeebecher

Der SWR-Marktcheck kritisiert To-Go-Kaffeebecher.
Foto: CCO Public Domain / pexels - Angela Roma

Der Markt der nachhaltigeren To-Go-Becher boomt. Aber nicht alle sind gut. Einige können unsere Gesundheit gefährden. Der SWR-Marktcheck hat To-Go-Becher unter die Lupe genommen.

Der SWR-Marktcheck verglich in der Sendung am Dienstagabend verschiedene To-Go-Becher – im Labor und im Praxistest. Der SWR wählte folgende Becher aus:

  • Einwegbecher aus Bambus, aus 100 Prozent Papier und aus Zuckerrohr
  • Mehrwegbecher aus Kunststoff mit Bambus und Mais, aus Naturkautschuk und aus recyceltem Kunststoff

Schadstoffe in Bambusbechern

Vom TÜV Rheinland lies der SWR die Becher auf Schadstoffe überprüfen. In dem Bambus-Mehrwegbecher fand der Experte das Formaldehyd Harzmelanin. „Das führt dazu, dass das Material schwammartig wird und dadurch dringt Feuchtigkeit in dieses Material ein und es kommt zu einer vermehrten Freisetzung von Formaldehyd und Melanin“. Je häufiger Säurehaltiges oder Heißes im Becher ist, desto durchlässiger wird das Material und kann mehr gesundheitsschädliches Formaldehyd freisetzen.

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Auch der Einwegbecher aus Bambus schnitt im Labor schlecht ab. Dort fand das TÜV-Labor Schadstoffe aus Gruppe der Chlorpropanole. Diese stehen in Verdacht Krebs zu erzeugen. „Und deswegen sind hierfür letztendlich auch Grenzwerte festgelegt worden, die bei dem hier vorliegenden und geprüften Becher deutlich überschritten worden sind“, so der Experte.

Wie gut sind To-Go-Becher im Alltag?

Doch nicht nur im Labor, auch im Alltag mussten sich die Becher behaupten. Deshalb führte der SWR-Marktcheck einen Alltagscheck durch. zwei Personen testeten die Becher auf Geschmack und Wärmeverlust. Dazu füllten sie die Becher mit 70 Grad heißes Wasser, fühlten, wie viel Wärme die Becher isolierten und wie gut die Becher die Hitze hielten. Ebenso kosteten die beiden das Wasser, um zu schmecken, ob die Becher Geschmack abgaben. Gewonnen im Test haben der Mehrwegbecher aus recyceltem Kunststoff und der Einwegbecher aus Zuckerrohrfasern.

Utopia meint: Es gibt zahlreiche Alternativen zu To-Go-Bechern und Behältern aus Bambus. Hier ein paar Beispiele:

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