Öko-Test Aloe vera: After-Sun-Lotions und Gels im Test

oeko-test Aloe vera Lotion Gel
Foto: © Utopia / Katharina Schmidt

Gegen Sonnenbrand greift man gerne zu Aloe vera. Öko-Test testete Aloe-vera-Produkte und stellte fest: Nicht nur der Preis unterscheidet sich deutlich – in manchen Produkten steckt auch eindeutig weniger Aloe vera als in anderen. Einige Lotions, Gels oder Verpackungen enthalten sogar bedenkliche Inhaltsstoffe.

Aloe vera ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspender und beruhigt die Haut. Deshalb wird die Pflanze gerne in Lotions und Gels verwendet. Öko-Test hat insgesamt 18 Aleo-vera-Gels und -Lotions getestet. Unter den getesteten Marken waren sowohl teure Produkte aus dem Naturwarenladen, als auch preisgünstigere Marken aus der Drogerie. Die Tester untersuchten auch, wie umweltschädlich die Verpackung die Verpackung des Produktes ist.

Das Ergebnis:

  • Elf der getesteten Produkte schnitten mit „sehr gut“ ab.
  • Ein Produkt erhielt die Note „gut“.
  • Fünf waren „befriedigend“.
  • Nur ein Produkt war mit Abstand „ungenügend“.

Öko-Test: Das war an Aloe-vera-Produkten zu bemängeln

Obwohl die meisten Produkte im Test gut abschnitten, fand Öko-Test einige Kritikpunkte.

Viel Geld für wenig Aloe vera

Die äußeren Schichten des Aloe-vera-Blatts enthalten potenziell krebserregende Anthranoide. Die Pflanze muss also sorgfältig filetiert werden, bevor sie verwendet werden kann. Vielleicht verwenden Hersteller deshalb unterschiedlich viel Aloe in ihren Cremes und Gels. Öko-Test verglich sowohl den Aloe-Anteil als auch den Preis pro 200 ml. Die Ergebnisse waren überraschend: Für die selbe Menge Aloe Vera-Lotion oder Gel kannst du 2,48 oder 35,80 Euro ausgeben. Teils schnitten Marken mit einem höheren Aloe-vera-Anteil sogar billiger ab als Konkurrenzprodukte.

Dabei bedeutet teurer nicht unbedingt besser: Die dm-Marke Alverde kostet umgerechnet nur 3,25 Euro, wurde aber von Öko-Test mit „sehr gut“ bewertet.

Problematische Inhaltsstoffe

Einige Hersteller fügten ihrem Aloe-Gel PEG oder PEG-Derivate hinzu. Der Stoff ist ein beliebter Emulgator in Cremes und anderen Kosmetikprodukten. Allerdings kann er die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen und eventuell sogar Allergien auslösen. In manchen Cremes fand Öko-Test erdölbasierte Fette, die man leicht durch Pflanzliche hätte ersetzen können. Die Tester untersuchten die Aloe-vera-Produkte auch auf Konservierungsstoffe wie Propylparabene, die sich auf die Hormone im Körper auswirken können.

Umweltunfreundliche Verpackung

Viele Produkte waren in unnötigen Extra-Verpackungen verpackt. Einige Packungen bestanden aus umweltunfreundlichem Material, wie PVC.

Öko-Test-Bewertung: Garnier verliert mit Abstand

Das Öko-Test-Ergebnis zeigt einen klaren Verlierer: Das After Sun von Garnier schnitt mit Abstand am schlechtesten ab. Der Grund: Die Lotion enthält Stoffe, die im Verdacht stehen, Leberschäden zu verursachen. Außerdem finden sich darin PEG-Derivate und die kontrovers diskutierten Paraffine. Auch Niveas After Sun mit Aloe vera enthält laut Öko-Test Paraffine und Propylparabene und ist deshalb nur „befriedigend“.

Die genauen Testergebnisse und alle Aloe-vera-Produkte im Überblick gibt es in der aktuellen Juni-Ausgabe von Öko-Test (Juli) auf www.oekotest.de.

Aloe Vera Lotions: der Testbericht auf oekotest.de Öko-Test (ePaper/PDF) bei United Kiosk kaufen Öko-Test (Heft) bei United Kiosk kaufen

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(1) Kommentar

  1. Einfach eine Bio-Aloe Vera-Pflanze auf die Fensterbank stellen und bei Bedarf ein Blatt abschneiden. Kein Zusatzstoffe und keine Plastikverpackung nötig. So einfach 🙂

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