6 Onlineshops, mit denen du Geld sparst und Lebensmittel rettest

6 Onlineshops für gerettete Lebensmittel
Foto: Sirplus, Etepetete, Veggie Specials, CC0 Public Domain / Pixabay - lukasbieri

Krumm, abgelaufen oder in einer falschen Verpackung: Manche Lebensmittel können im Supermarkt nicht angeboten werden, weil sie nicht der „Norm“ entsprechen. Es gibt aber Möglichkeiten diese Lebensmittel zu retten. Wir zeigen dir sechs Onlineshops.

Krummes Obst und Gemüse, Brotaufstriche oder Fleischalternativen zum Grillen findest du in folgenden sechs Onlineshops, die wir dir im Folgenden vorstellen.

Veggie Specials

Veggie Specials bietet ausschließlich Produkte an, die vegan und bio sind. Die Lebensmittel haben teils Schönheitsfehler, ein verkürztes Mindesthaltbarkeitsdatum oder entsprechen nicht dem Idealgewicht.

Die Produkte in dem Onlineshop von Veggie Specials stammen von Kooperationspartner:innen wie beispielsweise Taifun und werden dann entweder im Original verkauft oder unter anderem Namen – der Eigenmarke von Veggie Specials Tofu Mama, Foodicorn und Saitan. Denn teilweise sind Etiketten beschädigt oder fehlerhaft.

Bei Veggie Specials kannst du die jeweiligen Lebensmittel auswählen und dir deinen Warenkorb so selbst zusammenstellen oder du kannst dich mit einer „Special Mix-Box“ durch mehrere Produkte testen. Doch aufgepasst, du bekommst immer mehrere Packungen in einer Bestellung – beispielsweise sechs Tafeln Schokolade. Die Auswahl im Onlineshop ist vielfältig: von Chips, Kondomen und Tofu, es ist alles dabei. Und perfekt zur Grillsaison kannst du Boxen mit sechs Tofu-Blöcken kaufen.

Sirplus

Bei Sirplus werden überschüssige, aussortierte Lebensmittel verkauft. Die Lebensmittel haben entweder das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder entsprechen anderweitig „nicht der Norm“. Gemeinsam mit 700 Produzent:innen (Veganz, Share, Voelkl u.v.m.) und Großhändlern rettet Sirplus Lebensmittel, die sonst im Müll gelandet wären.

Bei Sirplus gilt das „Tafel first“-Prinzip. Das bedeutet, dass die über 940 Tafeln in Deutschland immer Vorrang haben, was die Lebensmittel betrifft. Was danach noch übrig bleibt übernimmt foodsharing oder dann Sirplus.

2017 waren die beiden Gründer Raphael Fellner und Martin Schott bei „Die Höhle der Löwen“, auch wir berichteten wiederholt über den Onlinehändler.  

Gründer Raphael Fellner mit einer der Boxen.
Sirplus-Gründer Raphael Fellner mit einer der Boxen. (Foto: © Sir Plus)

Im Sirplus-Onlineshop kannst du entweder einzelne Lebensmittel kaufen oder aus vier unterschiedlichen Boxen wählen: Everyday Boxen, Box Veggie, Box Bio+Vegan und Snackbox. Einzeln kosten die Boxen:

  • Die Everyday Boxen 22,90 bis 27,90 Euro
  • Box Veggie 39,90 Euro
  • Box Bio+Vegan 49,90 Euro
  • Snackbox 19,90 Euro

Bis auf die Snackbox kannst du alle Boxen auch im Abo (in den Größen M oder L) bestellen, so bekommst du sie in einem von dir gewünschten Zeitpunkt zugeschickt. Die einzelne Box wird im Abo dann günstiger als einzeln.

Motatos

Die Produkte bei Motatos sind sowohl bio als auch konventionell, vegan und vegetarisch. Aufgrund von Überproduktion, Fehldruck, falscher Verpackung, verstrichener Saison und kurzem oder überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum können sie nicht mehr im stationären Handel verkauft werden.

Der Onlineshop ist konzipiert wie viele andere: Produkte sind in Kategorien aufgelistet und können beliebig zum Warenkorb hinzugefügt werden. Als zusätzliche Informationen erhalten Konsument:innen Stückpreis, Grundpreis pro Kilogramm, Mindesthaltbarkeitsdatum und Verfügbare Anzahl.

Einen kleinen Kritikpunkt haben wir an Motatos. Es ist nicht leicht, auf der Webseite herauszufinden, wo die Lebensmittel herkommen. Einzig auf der Seite „Für Lieferanten“ gibt es einen Absatz dazu, mit wem Motatos bereits zusammengearbeitet habe. Dort sind zwölf Logos von Marken abgebildet unter anderem von Katjes, RUF, Freche Freunde, Heinz und Dextro Energy. Angefügt ist ein „& über 100 weitere Partner“.

Etepetete

Bekannt ist Etepetete für die Boxen mit frischem Bio-Obst und Bio-Gemüse, das nicht der Norm entspricht und deswegen nicht im Supermarkt verkauft wird. Karotten mit zwei „Beinen“, zu kleine Äpfel, zu große Zucchini oder eine krumme Gurke sind jedoch genauso lecker wie ihre „perfekten“ Freunde.

Neben Obst und Gemüse gibt es auch eine Retter-Snack-Box mit Lebensmitteln, die ebenfalls „gerettet“ sind, weil sie Bruchware, 2.-Wahl-Chargen oder Mischprodukte sind. In anderen Fällen ist die Verpackung leicht beschädigt oder fehlerhaft.

Die Rohkost Box Family: Obst und Gemüse, das du ohne Kochen essen kannst.
Die Rohkost Box Family: Obst und Gemüse, das du ohne Kochen essen kannst. (Foto: © etepetete)

Bei Etepetete kannst du die Boxen in zwei unterschiedlichen Größen bestellen (Classic und Family) und zwischen vier Sortimenten wählen: Gemüse-Box, Obst-Box, Mix-Box und Rohkost-Box. Die Boxen gibt es ab circa 21,99 Euro.

Auf der Webseite von Etepetete listet das Unternehmen die Landwirt:innen auf, von denen es die Lebensmittel bezieht.

ResteRitter

Moritz, Nick und Oke stecken hinter ResteRitter und verwerten Obst und Gemüse „aus Geschäften, privaten Kleingärten und anderen, das sonst in der Mülltonne gelandet wäre“. Daraus stellen die drei Chutneys und Fruchtaufstriche her und verkaufen diese. Daher beschränkt sich die Auswahl bei ResteRitter auf ein bestimmmtes Sortiment: darunter auch Fruchtaufstriche, Chutneys, Apfelsecco und Eingelegtes.

Mit jedem Glas spenden ResteRitter außerdem an die Stiftung Mittagskinder, die in Hamburg benachteiligten Kindern unter anderem regelmäßig ein warmes Mittagessen ermöglicht.

Neben dem Verkauf bietet ResteRitter sogenannte Schnippelparties an, bei denen getanzt wird und Lebensmittel gekocht werden.

Too Good to Go

Die App fällt ein bisschen aus der Reihe, denn bei Too Good to Go kannst du keine Lebensmittel bestellen. Dennoch kannst du Lebensmittel online retten, du musst sie eben nur anschließend selbst abholen.

Das Ganze funktioniert wie folgt: Du lädst dir die App herunter und kannst dann Restaurants, Cafés und Bäckereien in deiner Nähe finden, die am Ende des Tages unverkaufte Lebensmittel übrighaben. Die Auswahl reicht von Supermärkten wie Edeka und basic, über verschiedene Bäckereien hinzu Bubble Tea. Wenn du dir etwas ausgesucht hast, kannst du es über die App bezahlen und reservieren. Anschließend holst du die sogenannte „Magic Bag“ (persönlich) ab. Experimentierfreudig solltest du jedoch sein, denn du bekommst eine Überraschungstüte, in der eben das drin ist, was zum Ende der Öffnungszeit übrig war. Das bekommst zum vergünstigten Preis.

Für alle Veganer:innen und Vegetarier:innen: In der App könnt ihr unter „Kontodetails“ bei „Vorlieben“ sowohl vegetarisch als auch vegan auswählen. Zusätzlich kannst du hier zwischen weitern Vorlieben wählen wie die bevorzugte Abholzeit und Arten des Essens, also „Mahlzeiten“, „Backwaren“, „Einkäufe“ und „Sonstiges“.

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.

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