Utopia Image

Amaranth kochen: So geht die Zubereitung

Foto: CC0 / Pixabay / miiya

Amaranth zu kochen ist ähnlich unkompliziert wie die Zubereitung von Buchweizen oder Hirse. Das gesunde Pseudogetreide kannst du auch bei Glutenunverträglichkeit genießen. Wie du es richtig verarbeitest, erfährst du hier.

Amaranth: Winzige Körner mit viel Power

Amaranth gehört zu den sogenannten Pseudogetreiden. Dabei handelt es sich um Pflanzensamen, die wie gewöhnliches Getreide aussehen und sich entsprechend verwenden lassen, aber nicht wie die „echten“ Getreidesorten zu den Süßgräsern zählen. Amaranth ist stattdessen Teil der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Eine einzelne Fuchsschwanz-Pflanze bildet bis zu 70.000 Samen aus. Der Durchmesser eines einzelnen Samens beträgt gerade einmal etwa einen Millimeter. 

In den kleinen Amaranth-Körnchen stecken dafür aber umso mehr gesunde Inhaltsstoffe und Nährwerte, die besonders für eine rein pflanzliche Ernährung wichtig sind.

  • Amaranth liefert eine Menge pflanzliche Proteine: 100 Gramm Samenkörner bringen es auf rund 14 Gramm Eiweiß. 
  • Außerdem ist Amaranth mineralstoffreich. Er versorgt dich mit Phosphor, Kalium, Magnesium und Kalzium, ebenso Zink, Kupfer und Mangan. Bemerkenswert ist außerdem der für eine Pflanze relativ hohe Eisenanteil.
  • Amaranth ist frei von Gluten, sodass auch Zöliakie-Betroffene das Pseudogetreide vertragen. 

Aufgrund seiner gesundheitlichen Vorteile hat sich Amaranth beim Kochen also einen Platz auf dem Speiseplan verdient. Dennoch solltest du Amaranth nur ausnahmsweise genießen: Seine Öko-Bilanz fällt nämlich nicht so positiv aus. Das liegt daran, dass hier erhältlicher Amaranth vorwiegend aus Mittel- und Südamerika stammt. Somit legen die Körner erst einen langen Transportweg zurück, auf dem klimaschädliches CO2 ausgestoßen wird. Mehr zu den gesundheitlichen und ökologischen Aspekten von Amaranth erfährst du in unserem Artikel Amaranth: Wertvolle Eiweißquelle für Vegetarier und Veganer

Amaranth zubereiten: So einfach kannst du Amaranth kochen

Wenn du Amaranth kochst, quellen die Körner stark auf.
(Foto: CC0 / Pixabay / tetep_cs)

Wenn du Amaranth kochen möchtest, kannst du ähnlich vorgehen wie bei Quinoa, Buchweizen oder Hirse. Genau wie diese anderen (Pseudo-)Getreide quillt Amaranth beim Kochen in Wasser stark auf. Achte daher darauf, dass du Amaranth immer mit der dreifachen Menge an Wasser kochst. Weil sich das Volumen der Körner so erhöht, reichen etwa 40 bis 50 Gramm roher Amaranth für eine Beilage. Für eine Hauptspeisenportion benötigst du bis zu 75 Gramm. 

Die Schritt-für-Schritt-Zubereitung von Amaranth funktioniert wie folgt:

  1. Wiege die trockenen Körner ab.
  2. Wasche den Amaranth in einem sehr feinen Sieb unter fließendem warmem Wasser. Fahre damit so lange fort, bis das abfließende Wasser klar bleibt. 
  3. Fülle etwa dreimal so viel Wasser wie Amaranth in einen Topf und salze es leicht. Stelle den Topf auf den Herd. Wenn du Süßspeisen mit Amaranth kochen möchtest, kannst du statt Salz etwas Zucker oder andere Süßungsmittel hinzufügen
  4. Bringe das Wasser zum Kochen und füge den Amaranth hinzu. Lass die Körner kurz aufkochen.
  5. Reduziere anschließend die Hitze und lass die Körner für etwa 20 bis 30 Minuten leise vor sich hin köcheln. Der Amaranth sollte nach dieser Zeit zu einer breiigen Masse verkocht sein. 
  6. Gib dem Amaranth nun Zeit zum Nachquellen. Nimm dafür den Topf von der Herdplatte, setze einen Deckel darauf und lass den Amaranth für zehn bis 20 Minuten stehen. Dadurch werden die gekochten Körner etwas „fluffiger“. Lockere sie mit einer Gabel zusätzlich auf und serviere den Amaranth beispielsweise mit Ofengemüse und einer leckeren Sauce, zum Beispiel Knoblauchsauce. Weitere Inspiration findest du im Artikel Amaranth: 4 Rezepte für das glutenfreie Pseudogetreide

Tipps und Hinweise:

  • Wenn du kein feinmaschiges Sieb hast, kannst du ein gewöhnliches Sieb mit einem Mulltuch auslegen. So gehen beim Waschen keine Körner verloren.
  • Du solltest Amaranth vor dem Kochen waschen, weil die Körner Phytinsäure enthalten. Diese verhindert die Aufnahme von Nährstoffen im Darm. Das Waschen und Kochen reduziert jedoch die Menge an Phytinsäure, wodurch Amaranth unbedenklich genießbar wird. Vorsicht geboten ist allerdings bei Menschen mit Vorschäden im Magen-Darm-Trakt oder Kindern unter zwei Jahren, deren Darmflora noch nicht stabil genug ist. Für sie ist der Amaranth-Verzehr nicht empfehlenswert. 
  • Statt des Wassers kannst du zum Kochen von Amaranth auch Gemüsebrühe verwenden. 

Weiterlesen auf Utopia.de:

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: