Trockene Gesichtshaut: Die richtige Ernährung, Pflege und wirkungsvolle Hausmittel

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Trockene Gesichtshaut entsteht durch zu wenig Fett und Feuchtigkeit. Mit der richtigen Ernährung und Pflege kannst du gegen diesen Mangel vorgehen.

So erkennst du trockene Gesichtshaut

Trockene Gesichtshaut spannt, hat schuppige Stellen oder kleine Falten, weil ihr sowohl Fette als auch Feuchtigkeit fehlen. bei trockener Haut produzieren die Talgdrüsen zu wenig Talg. Dadurch können die Hautfette nicht ausreichend Wasser, das aus den Hautporen verdunstet, für den natürlichen Schutzmantel binden. Der Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut gerät so aus dem Gleichgewicht.

Daran kennst du trockene Haut:

  • Die oberste Hautschicht ist trocken und du hast das Gefühl, ständig nachcremen zu müssen, weil das Gesicht spannt. An den Wangen können raue Stellen entstehen. Die Haut sieht matt aus.
  • Verliert die Haut auf Dauer zu viel Feuchtigkeit, zeigen sich unter den Augen oder um den Mund herum  winzige „Knitterfalten“. Die Haut ist dünner und fühlt sich pergamentartig an. Das liegt daran, dass kollagene Fasern in tieferen Hautschichten betroffen sind. Sie binden weniger Wasser und können brüchig werden.

Trockene Gesichtshaut hat viele Ursachen

Heizungsluft und Kälte trocknen im Winter deine Haut aus.
Heizungsluft und Kälte trocknen im Winter deine Haut aus. (Foto: CC0 / Pixabay / geralt)

Die Gründe, warum du eine trockene Gesichtshaut hast, sind vielfältig. Es kann schlicht an deinen Genen liegen. Aber auch Umweltweinflüsse oder Krankheiten können deine Haut austrocknen.

  • Hauttyp: Du hast von Natur aus einen Hauttyp, der weniger Hautfette bildet. Der Hauttyp ist erblich bedingt. Du hast in diesem Fall überall mit trockener Haut zu kämpfen.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter produzieren die Talgdrüsen weniger Fette und die kollagenen Fasern in der Haut binden weniger Feuchtigkeit. Eine reife Haut hat fast immer auch mit den Problemen einer trockenen Haut zu tun.
  • Klima: Im Winter entziehen Kälte und trockene Heizungsluft der Haut Feuchtigkeit. Im Sommer setzten Sonne und Wind einer von Natur aus dünnen und trockenen Haut zu.
  • Stress: Anhaltender Stress kann bewirken, dass dein Gesicht fahl aussieht und die Haut sich rauer anfühlt.

Auch Krankheiten können Ursache für trockene Gesichtshaut sein:

  • Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis) oder Kontaktallergien
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Diabetes
  • Hormonstörungen oder die Pille
  • Medikamente wie Kortison
  • einige psychische Erkrankungen, wie Magersucht

Hinweis: Leidest du an sehr trockener Haut, lass von einem Hautarzt die Ursachen abklären.

Die richtige Ernährung gegen trockene Gesichtshaut

Kürbiskerne enthalten Zink, das wichtig für Zellteilung und -erneuerung ist.
Kürbiskerne enthalten Zink, das wichtig für Zellteilung und -erneuerung ist. (Foto: CC0/pixabay/ID 1195798)

Mit den richtigen Nährstoffen kannst du trockene Gesichtshaut mit Feuchtigkeit und Fetten versorgen.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten ist empfehlenswert. Einige Nährstoffe sind speziell für die Haut gut:

Die Hautvitamine A, C und E

Sie spielen eine wichtige Rolle, damit neue Zellen nachwachsen und das Kollagen in der Haut Wasser binden kann. Sie wirken antioxidantiv und helfen der Haut dabei, sich zu erneuern.

Zink

Zink unterstützt die Wirkung der Vitamine bei der Zellteilung. Haut und Haare benötigen etwa 70 Prozent des vom Körper aufgenommenen Zinks. Zinkhaltige Lebensmittel sind unter anderem Vollkornprodukte, Kürbiskerne sowie Fleisch und Milchprodukte.

Wasser

Wenn du zu wenig Flüssigkeit zu dir nimmst, kann dies zu trockener Haut führen. Trinke deshalb ausreichend Wasser, ungesüßten Kräutertee oder Fruchtschorlen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens anderthalb Liter am Tag zu trinken. Wenn du viel schwitzt (zum Beispiel im Sommer oder beim Sport), solltest du mehr trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Meide übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum. Sie entziehen der Haut Feuchtigkeit.

Trockene Gesichtshaut: Die richtige Gesichtspflege

Olivenöl verhindert, dass deine Haut austrocknet.
Olivenöl verhindert, dass deine Haut austrocknet. (Foto: CC0/pixabay/siala)

Trockene Haut pflegst du, indem du die natürliche Schutzschicht der Haut durch Fette und Öle unterstützt. Vergiss dabei nicht, dass dein Gesicht auch Feuchtigkeit benötigt.

Mit dieser Pflege-Routine wird deine Gesichtshaut zarter:

  1. Reinige dein Gesicht mit milden, pH-neutralen Reinigungsprodukten. Verwendest du Seife, hat diese fast immer einen basischen pH-Wert, der nicht zum sauren pH-Wert der Haut passt. Rückfetter in der Seife verhindern, dass die Haut austrocknet. Das können pflanzliche Öle wie Olivenöl in der Alepposeife oder Mandelöl sein oder auch tierische Fette wie Schafs- oder Ziegenmilch.
  2. Mit einem leicht pH-sauren Gesichtswasser stellst du die natürliche Schutzbarriere der Haut wieder her. Verwende beispielsweise einen milden Essig, wie Apfelessig. Gibt einige Tropfen auf einen feuchten Wattebausch, so ist der Essig gleich verdünnt. Gesichtswasser mit Alkohol strapazieren die Haut und entziehen ihr Feuchtigkeit, deshalb solltest du sie vermeiden.
  3. Verwende eine Pflegecreme für trockene Haut, die deine Gesichtshaut sowohl mit Fetten als auch mit Feuchtigkeit versorgt. Naturkosmetik bietet dir eine vielfältige Auswahl an natürlich pflegenden Inhaltsstoffen, speziell für trockene Haut. Bio-Siegel wie Nature und BDIH gewährleisten, dass nur biologische Zutaten verarbeitet werden.

Quarkmaske gegen trockene Gesichtshaut

Gurken spenden trockener Gesichtshaut Feuchtigkeit.
Gurken spenden trockener Gesichtshaut Feuchtigkeit. (Foto: CC0/pixabay/monicore)

Trockene Gesichtshaut braucht regelmäßig eine extra Portion an Fetten und Feuchtigkeit. Mithilfe natürlicher Hausmittel kannst du deine Haut zusätzlich versorgen.

Die berühmte Quarkmaske mit Gurke ist eine ideale Pflege für trockene Gesichtshaut.

das brauchst du dafür:

  • 100 bis 150 g Bio-Sahnequark
  • ein Stück (ca. 3 cm) Bio-Gurke
  • 1 TL hochwertiges Oliven- oder Leinöl

So bereitest du die pflegende Maske zu:

  1. Scheide von einer Schlangengurke ein drei Zentimeter langes Stück ab und schneide es in kleine Stücke. Anstatt der Gurke kannst du auch Aloe Vera Gel verwenden – dann überspringst du den Punkt mit dem Mixer.
  2. Gib die Gurke und den Quark in einen Haushaltsmixer und püriere alles. Je nachdem wie fest der Quark ist, variierst du die Menge der Gurke. Die Gesichtsmaske soll nicht zu flüssig sein, sonst verläuft sie.
  3. Rühre noch einen Teelöffel Olivenöl oder Leinöl dazu.
  4. Reinige dein Gesicht und trage die Maske auf. Lass alles etwa 20 Minuten einwirken. Danach wäschst du die Creme gründlich ab.

Für den Winter: Pflanzliche Öle gegen trockene Gesichtshaut

Orangenöl hilft gegen trockene Gesichtshaut.
Orangenöl hilft gegen trockene Gesichtshaut. (Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Im Winter braucht deine Haut etwas mehr „fettige“ Pflege. Pflege deine Haut dafür mindestens einmal in der Woche abends mit wertvollen Pflanzenölen.

Du brauchst:

So wendest du die Öle an:

  1. Mische die Öle und fülle sie in eine kleine Flasche ab. Ideal sind gebrauchte Flaschen, beispielsweise von Hustensaft. Reinige sie gründlich, damit keine Arzneirückständen ins Öl kommen. Mit dem Vorrat kommst du ein paar Monate aus.
  2. Wasche dein Gesicht und verteile anschließend großzügig das Öl darauf. Spare die Augenlider aus, deine Augen könnten sonst tränen. Das Öl zieht über Nacht ein und versorgt deine Haut mit Fetten sowie den Vitamin C und E. Am nächsten Morgen sollte deine Gesichtshaut angenehm zart sein.

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