Brennnessel berührt? Das hilft bei brennender Haut

brennnessel haut
Foto: CC0 / Pixabay / klimkin

Brennnesseln reizen die Haut und rufen einen unangenehmen Ausschlag hervor. Wenn du schnell handelst, kannst du dem Brennen und Jucken aber mit einfachen Mitteln entgegenwirken.

Die Brennnessel ist ein weit verbreitetes Gewächs und findet sich zum Beispiel an Straßenrändern, auf Schuttplätzen oder in der Nähe von Ufern. Ihren Namen trägt sie nicht ohne Grund: Kommen die Blätter der Brennnessel mit menschlicher Haut in Berührung, verursachen sie ein unangenehmes Brennen und rufen Rötungen, Quaddeln und Juckreiz hervor.

Das liegt an den sogenannten Brennhaaren – kleinen Härchen, die auf den Blatträndern und auch auf dem Stängel der Pflanze sitzen. Bei Berührung brechen die oberen Spitzen der Brennhaare ab und der verbleibende untere Teil der Haare dringt wie kleine Spritzen in die Haut ein. Dabei sondern sie eine Flüssigkeit ab, die unter anderem die Aminosäure Histamin enthält. Auf diese Weise reizen Brennnesseln die Haut und lösen das typische Brennen aus. 

Ist deine Haut mit Brennnesseln in Kontakt gekommen, hast du verschiedene Möglichkeiten, die Irritationen zu lindern. Wir zeigen dir drei einfache Mittel. 

Brennnesseln: Einfache Hausmittel für die Haut

Die Brennhaare der Brennnessel reizen die Haut und rufen Ausschlag hervor.
Die Brennhaare der Brennnessel reizen die Haut und rufen Ausschlag hervor.
(Foto: CC0 / Pixabay / blickpixel)

Die Haare der Brennnessel sind für die Haut zwar nicht gefährlich, das Brennen kann aber trotzdem sehr unangenehm sein – vor allem, wenn du dich großflächig verbrannt hast. Ein paar schnelle Erste-Hilfe-Methoden und einfache Hausmittel können Abhilfe schaffen.  

  • Spülen und kühlen: Schnelle und einfache Hilfe bringt es, die betroffene Stelle unter fließendem Wasser zu reinigen und zu kühlen. Spüle den Ausschlag mit reichlich kaltem Wasser ab und tupfe die Haut anschließend mit einem weichen Tuch ab. 
  • Seife oder Spülmittel: Wenn du die entsprechenden Hausmittel griffbereit hast, kannst du nach dem Abspülen versuchen, die Säure der Brennnessel zu neutralisieren. Tränke dazu ein Tuch mit verdünntem Spülmittel oder Seifenwasser und behandle deine Haut damit. Am besten verwendest du Kernseife: Sie wirkt basisch und trägt so dazu bei, das Brennen zu lindern.
  • Backpulver: Ähnlich wie Seife hat auch Backpulver eine basische Wirkung und kann Säure neutralisieren. Um gegen das Brennen vorzugehen, mische etwas kaltes Wasser und etwas Backpulver in einer Tasse und trage die Mischung mit einem Taschentuch auf die betroffene Stelle auf.    
  • Weiter kühlen: Nachdem du sie gereinigt und behandelt hast, solltest du die brennende Haut gut kühlen, zum Beispiel mit Eis oder einer Kühlkompresse. 

Diese Pflanzen beruhigen die Haut bei Brennesselausschlag

Spitzwegerich lindert das Brennen auf der Haut, das die Brennnessel verursacht.
Spitzwegerich lindert das Brennen auf der Haut, das die Brennnessel verursacht.
(Foto: CC0 / Pixabay / cornelinux)

Neben den genannten Hausmitteln gibt es auch einige Pflanzen, die helfen können, wenn deine Haut mit Brennnesseln in Berührung gekommen ist. Dazu zählen:   

  • Spitzwegerich: Spitzwegerichsaft ist ein altes Hausmittel gegen das Brennen der Brennnessel. Für die Behandlung genügt es, ein paar Blätter vom Spitzwegerich abzupfen und so zu zerdrücken, dass sie Saft absondern. Lege die zerquetschten Blätter dann auf die betroffene Haut auf und lass den Saft einwirken. 
  • Stumpfblättriger Ampfer: Der Stumpfblättrige Ampfer ist gut an seinen großen, ovalen Blättern zu erkennen. Ähnlich wie der Spitzwegerich gilt er als natürliches Mittel gegen Nesselverbrennungen. Diese Wirkung ist wissenschaftlich zwar nicht ausreichend erklärt, bewährt sich in der Praxis aber häufig. Den Ausschlag mit einigen Ampferblättern einzureiben, kann demnach das Brennen der Brennnessel auf der Haut lindern.  

Tipp: Wenn du dir beim Bestimmen von Pflanzen unsicher bist, können dir zum Beispiel diese Apps weiterhelfen: 

Trotz Hautausschlag: Brennnesseln fördern auch die Gesundheit

Obwohl sie die Haut zum Brennen bringen – Brennnesseln sind nicht nur unangenehmes Unkraut. Als Hausmittel mit heilender Wirkung kommen sie seit langer Zeit bei verschiedenen Beschwerden zum Einsatz. In Form von Brennnesseltee helfen sie beispielsweise gegen Blasenentzündung.

Auch bei Gelenkerkrankungen wie Gicht und Rheuma sind Brennnesseln ein altbekanntes Mittel: Reiben sich Erkrankte mit den Blättern der Pflanze ein, wirkt diese Behandlung oft lindernd. Grund dafür sind möglicherweise dieselben Stoffe, die für das Brennen verantwortlich sind – Histamin, Serotonin und Acetylcholin. Sie fördern die Durchblutung in den Gelenken und könnten so den Abbau von Giftstoffen und Krankheitserregern begünstigen, die Entzündungen hervorrufen. Ob das tatsächlich die Erklärung für die schmerzlindernde Wirkung ist und welche Stoffe im Einzelnen welche Rolle spielen, ist allerdings noch nicht endgültig geklärt.

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