Daunenkissen waschen: So geht es nicht kaputt

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Dein Daunenkissen solltest du regelmäßig waschen. Was du bei der Pflege von Daunenkissen beachten musst, haben wir dir in diesem Artikel zusammengefasst.

Daunen sind kuschelig weich und vor allem für ihre wärmende Eigenschaft bekannt. Sie bilden das nicht sichtbare Untergefieder von Vögeln, das diese vor Kälte und Feuchtigkeit schützt. Interessant ist, dass Daunen nicht nur wärmen, sondern auch temperaturausgleichend wirken. Federn hingegen sind das sichtbare Federkleid an der Oberfläche des Gefieders. Federn sind härter als Daunen, in erster Linie da sie in der Mitte über einen Kiel verfügen. Daunen hingegen haben nur einen kurzen Kiel und sind daher sehr weich und leicht. Auch die Form von Federn und Daunen sind verschieden: Federn sind länglich, Daunen ähneln im Aussehen einer Schneeflocke.

Für Daunenkissen werden ausschließlich Daunen von Gänsen und Enten verwendet. Hinweis: Die Bezeichnung „Daunenkissen“ ist bereits erlaubt, wenn die Füllung zu mindestens 60 Prozent aus Daunen besteht. Daunenkissen sind weich und elastisch, Federkissen sind ein wenig fester und wirken dadurch stützend. Viele Kopfkissen im Handel verfügen über Mischfüllungen in unterschiedlichen Verhältnissen, je nach Bedürfnis.

Vor dem Waschen deines Daunenkissens

Schüttele dein Daunenkissen täglich auf.
Schüttele dein Daunenkissen täglich auf. (Foto: CC0 / Pixabay / manbob86)

Wenn du ein Daunenkissen besitzt, kennst du das bestimmt: Daunen werden schnell zusammengedrückt. Tipp: Schüttle dein Daunenkissen täglich auf. Fasse dazu mit deinen Händen das Kissen an zwei Enden und schüttle es mehrmals kräftig, aber vorsichtig aus. Auf diese Weise gelangt Luft zwischen die Federn und du lockerst die Füllung wieder auf. Die Devise lautet: Öfter Aufschütteln, seltener Waschen. Durch das Auflockern kann Schweiß im Inneren besser trocknen.

Kopfkissen musst du nicht allzu oft waschen. Du solltest Kissen aus Hygienegründen je nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Jahr, waschen.

Untersuche dein Daunenkissen vor dem Waschen auf offene Nähte und Löcher. Falls du welche gefunden hast, nähe diese noch vor dem Waschen zu. Ansonsten fallen die Daunen während des Waschvorgangs aus dem Kissen heraus und beschädigen im schlimmsten Fall die Waschmaschine.

So wäschst du Daunenkissen richtig

Nutze zum Waschen deines Daunenkissens unbedingt ein Schonwaschprogramm.
Nutze zum Waschen deines Daunenkissens unbedingt ein Schonwaschprogramm. (Foto: CC0 / Pixabay / Snap_it)

Eine chemische Reinigung ist nicht notwendig, du kannst dein Daunenkissen ganz leicht selbst waschen. Wie auch bei anderen Daunenprodukten wie Daunenjacken oder Daunendecken, gibt es einige Dinge zu beachten, wenn du dein Daunenkissen waschen möchtest.

  • Ausreichend Platz: Du solltest dein Daunenkissen einzeln waschen. Je nach Größe der Trommel deiner Waschmaschine kann ein zweites Daunenkissen hineinpassen. Wichtig ist jedoch, dass das Kissen nicht zu sehr gequetscht wird, die Daunen also nicht zusammengepresst werden.
  • Waschgang: Stelle für das Waschen deines Daunenkissens einen Schonwaschgang ein.
  • Temperatur: Werfe dazu einen Blick auf das Etikett des Kissens mit den Pflegehinweisen. In der Regel reicht eine Temperatur von 30 Grad aus. Dies tötet bereits Bakterien ab und du sparst Energie. Allergiker sollten jedoch ihr Daunenkissen bei 60 Grad waschen, damit auch Hausstaubmilben abgetötet werden.
  • Waschmittel: Für Daunenkissen eignen sich Feinwaschmittel oder spezielle Daunen-Waschmittel. Vollwaschmittel solltest du beim Waschen von Daunenkissen vermeiden, da diese die Daunen verklumpen können. Beide Varianten gibt es als Bio-Waschmittel. Verzichte auch auf Weichspüler, da dieser nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Daunenkissen schadet.
  • Schleuderzahl: Schonschleudern ist beim Waschen von Daunenkissen wichtig. Im Normalfall ist dieser automatisch Teil des Schonwaschprogramms. Zu starkes Schleudern kann die Daunen im Kissen beschädigen. Beachte: Bei geringer Schleuderzahl ist häufig noch viel Flüssigkeit im Kissen. Du kannst nach Beenden des Waschgangs erneut einen reinen Schonschleudergang einstellen. Um Energie zu sparen, empfehlen wir jedoch, das Kissen einfach mit den Händen in der Badewanne oder der Dusche auszuwringen.

Tipp: Gib zusammen mit dem Kissen ein bis zwei Tennisbälle in die Trommel der Waschmaschine. Diese lockern während des Waschvorgangs die Daunen auf und beugen Verklumpungen vor.

Daunenkissen trocknen

Lege zum Trocknen das feuchte Daunenkissen auf einen Wäscheständer.
Lege zum Trocknen das feuchte Daunenkissen auf einen Wäscheständer. (Foto: CC0 / Pixabay / davide1012)

Wichtiger als das Waschen des Daunenkissens an sich ist das Trocknen. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Daunen schimmeln. Das Kissen muss vollständig trocken sein, bevor du es wieder verwendest. Trockne das Daunenkissen unbedingt unmittelbar nach dem Waschgang. Ein hilfreicher erster Schritt ist das Auswringen des frisch gewaschenen Kissens (siehe oben Punkt „Schleuderzahl“).

  • Experten empfehlen, das Daunenkissen mit Hilfe eines Wäschetrockners zu trocknen. Hier gelten dieselben Regeln wie beim Waschvorgang: Stecke das Daunenkissen einzeln in die Maschine und schalte ein Schonprogramm mit geringer Hitze ein. Aus den gleichen Gründen wie beim Waschen kannst du ein bis zwei Tennisbälle mit in die Trommel geben. Falls die Daunen nach dem ersten Trocknergang noch leicht feucht sein sollten, kannst du das Kissen aufschütteln und erneut in den Trockner geben. Oder du unterbrichst den einen Trockengang immer wieder, um das Kissen aufzuschütteln und so die Daunen zu verteilen. Bei dieser Methode verbrauchst du allerdings viel Energie.
  • Eine zweite Möglichkeit ist das Trocknen mit Hilfe eines Föhns. Trenne dazu nach dem Waschen wenige Zentimeter Naht auf – gerade so viel, dass der Vorderteil deines Föhns hineinpasst. Föhne nun in die Daunenfüllung hinein und halte währenddessen die geöffnete Naht dicht. Schüttele zwischendurch immer wieder das Daunenkissen auf. Nähe es anschließend wieder zu.
  • Am nachhaltigsten ist es, Daunenkissen an der Luft zu trocknen. Dies ist zwar aufwendiger, aber gut für die Umwelt. Plane hierfür am besten mehrere Tage ein. Lege das nasse Daunenkissen flach auf einen Wäscheständer. Hänge das Kissen nicht auf, da die Daunen sonst zusammenfallen. Schüttele das Kissen mehrmals täglich auf. Dies ist wichtig, da die Daunen im Inneren sonst leicht verklumpen können und lange zum Trocknen brauchen.

Du kannst die dargestellten Möglichkeiten zum Trocknen nach Bedarf kombinieren, um dein Daunenkissen bestmöglich zu trocknen.

Beachte: Zu hohe Hitze beschädigt Daunen. Dabei ist es egal, von wo die Hitze ausgeht: Sei es Hitze durch die Waschmaschine, den Trockner, die Heizung oder durch direkte Sonneneinstrahlung.

Daunenkissen: Darum sind Daunen problematisch

Achte beim Kauf von Daunenkissen darauf, dass diese ohne Tierleid hergestellt wurden.
Achte beim Kauf von Daunenkissen darauf, dass diese ohne Tierleid hergestellt wurden. (Foto: CC0 / Pixabay / Bru-nO)

Insgesamt solltest du jedoch überdenken, dir ein Daunenkissen oder auch andere Produkte mit Daunen zuzulegen. Problematisch an Daunen ist deren Gewinnung, die häufig mit Tierleid verbunden ist. Trotz gesetzlicher Regelungen in vielen Ländern werden Daunen in der Praxis häufig am lebendigen Leib gezogen. Die Enten und Gänse sind dabei einer nicht-tierfreundlichen, teilweise grausamen Behandlung ausgesetzt. Setze auf Daunen-Bettwaren ohne Tierleid und achte auf anerkannte Zertifizierungen.

Es gibt mittlerweile alternative Füllmaterialien für Kissen und Bettdecken. Wähle am besten Füllungen ohne Kunststofffasern. Diese zum Teil winzigen Partikel können beim Waschen ins Abwasser gelangen und in Form von Mikroplastik die Gewässer verschmutzen.

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