Erythrit: Eine gesunde Alternative zu Zucker?

Erythrit
Foto: Thomas Kniess / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Erythrit wird gerne als gesunde Alternative zu Zucker angepriesen, da dieses Süßungsmittel fast keine Kalorien enthält. Wir verraten dir, wie gesund der Zucker-Ersatz wirklich ist.

Was ist Erythrit?

Erythrit ist eine süß schmeckende Verbindung, die chemisch gesehen zu den Zuckeralkoholen gehört – genauso wie beispielsweise Xylit oder Isomalt.

Optisch sieht Erythrit dem klassischen Zucker zum Verwechseln ähnlich. Es hat etwa 70% der Süßkraft von Zucker, sodass es beim Süßen etwas höher dosiert werden muss. Es eignet sich zum Kochen und Backen.

In natürlicher Form kommt Erythrit in reifen Früchten wie Melonen, Weintrauben und Birnen sowie in Wein, Käse und Pistazien vor. Erythrit aus diesen Lebensmitteln zu gewinnen, ist aber sehr aufwendig und kostspielig. Deshalb wird es für die Lebensmittelindustrie durch Fermentierung gewonnen. Dabei werden Kohlenhydrate – meist mithilfe von Pilzen – in Erythrit und einige Nebenprodukte umgewandelt.

Auf der Zutatenliste wird Erythrit mitunter auch als Erylite, Erythritol sowie E968 gekennzeichnet.

Erythrit: kalorienarmer Zucker-Ersatz mit geringen Nebenwirkungen

Erythrit für Diabetiker besser geeignet als normaler Zucker
Erythrit für Diabetiker besser geeignet als normaler Zucker
(Foto: CC0 / Pixabay / peejhunt )

Erythrit enthält gerade einmal 20 kcal auf 100g. Zum Vergleich: Gewöhnlicher Zucker hat 400 kcal pro 100g, also das Zwanzigfache. Auch Xylit hat mit ca. 220 kcal/100g deutlich mehr Kalorien.

Damit ist Erythrit vor allem für kalorienarmen Diäten beliebt. Außerdem hat das Süßungsmittel keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel, sodass auch Diabetiker problemlos zu Erythrit greifen können.

Wie jeder Zuckeralkohol kann es bei übermäßigem Konsum zu Blähungen und Durchfall kommen. Im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen wie Xylit oder Sorbit ist das Risiko hier aber erheblich geringer, da Erythrit zu 90 Prozent schon über den Dünndarm aufgenommen wird. Dennoch müssen Lebensmittel, die mehr als 10 Prozent Erythrit enthalten, mit einem Warnhinweis versehen werden.

Sucolin, Eryfly, Sukrin: Erythrit ist unter vielen Namen erhältlich

Im Handel findest du viele verschiedene Erythrit-Produkte. Das sind die wichtigsten für den deutschen Markt:

  • Sera
  • Serapur
  • Erylite Stevia
  • Sukrin
  • SweetCare Natursüße
  • Erythritol
  • Neue Süsse Erythritol
  • Sucolin
  • Xucker Light 
  • sweetERY
  • Eryfly
  • Wiezucker Diät 
  • steviapura Streusüße Plus 

Wichtig: Erythrit in Bio-Qualität wählen

Ausgangsprodukt für Erythrit ist häufig Mais
Ausgangsprodukt für Erythrit ist häufig Mais
(Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Ausgangsprodukt für Erythrit ist häufig Mais, der oft aus Nord- und Südamerika importiert wird. Dieser Import-Mais hat nicht nur eine schlechte Ökobilanz, sondern ist vielen Fällen auch gentechnisch verändert. Auch für die eigentliche Fermentierung werden oft gentechnisch veränderte Pilzkulturen verwendet.

Deshalb raten wir dir ausdrücklich dazu, nur Erythrit mit EU-Bio-Siegel zu kaufen. Dann ist dieser mitunter sogar aus heimischem Traubenzucker oder Mais hergestellt. Erythrit ist in diesem Fall eine wirklich gute Alternative zum gewöhnlichen Zucker – vor allem für Diabetiker.

Unterm Strich gilt aber für jeden Zuckerersatz: Letztlich führst du dir immer noch eine gewisse Menge Zucker zu, bloß in anderer Form. Die gesündere Alternative ist daher, Speisen generell weniger zu süßen.

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