Ungesundes Essen: 10 Lebensmittel, die wir nicht mehr essen sollten

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So manches Essen halten wir für gesund, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Und vieles ist einfach zu lecker, um ganz darauf zu verzichten. Bei diesen zehn ungesunden Lebensmitteln wäre weniger allerdings besser.

Gesund essen wollen wir eigentlich alle – zumindest in der Theorie. Und wahrscheinlich kannst du Ernährungstipps schon längst nicht mehr hören oder bist inzwischen völlig verwirrt, was du essen solltest und was nicht. Ums Essen und vor allem um gesunde Ernährung ranken sich jede Menge Mythen. Es gibt die unterschiedlichsten Ernährungsformen: Von Paleo, über Rohkost und Low Carb, bis hin zum Veganismus oder dem sogenannten Clean Eating. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, mit welcher Ernährung man sich wohl fühlt.

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Einige Lebensmittel sind allerdings wirklich nicht so gesund, wie viele denken – und schaden teilweise sogar unserer Umwelt. Wir sollten dieses ungesunde Essen deshalb lieber nicht mehr (oder zumindest viel seltener) essen. Zum Glück gibt es für fast alles eine gute Alternative.

1. Ungesundes Essen: Weißer Reis enthält weniger Nährstoffe

Besser als weißer Reis ist brauner Vollkornreis
Besser als weißer Reis ist brauner Vollkornreis. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Reis ist nicht gleich Reis: Für weißen Reis werden die Körner geschliffen. Das bedeutet, dass die Schale, die sogenannte Silberhaut und der Keimling vom ungeschälten Reis entfernt werden. Anschließend werden die Körner poliert. Übrig bleibt nur der stärkehaltige Kern des Reiskorns. Die wertvollen Nährstoffe, die in der Schale stecken, gehen dabei verloren.

Weißer Reis macht dich also „nur“ satt, ohne dich mit vielen Nährstoffen zu versorgen. Bei Menschen, die regelmäßig weißen Reis in großen Mengen essen, kann sich zudem das Risiko erhöhen, an Diabetes zu erkranken. Öko-Test hat in Reis zuletzt sogar Cadmium, Arsen und Pestizide nachgewiesen.

Etwas besser als der weiße Reis ist der sogenannte Parboiled-Reis: Er wird vor dem Schälen und Polieren eingeweicht, mit Dampfdruck behandelt und getrocknet. Dadurch wandern die Nährstoffe ins Innere und das Endprodukt enthält noch rund 80 Prozent der Vitamine und Mineralstoffe. Ihm fehlen allerdings die Ballaststoffe.

Der gesündeste Reis ist Vollkornreis: Er wird weder geschliffen, noch poliert und enthält somit viel mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Vollkornreis sieht bräunlich aus und wird auch brauner Reis genannt. Wir empfehlen Vollkornreis in Bio-Qualität.

Für mehr Informationen zu Reis und leckere Rezeptideen lies auch:

2. Instant-Gemüsebrühe: Zu häufig ist nicht gesund

Instant-Gemüsebrühe enthält nicht viel Gemüse
Instant-Gemüsebrühe enthält nicht viel Gemüse (© Utopia)

Instant-Gemüsebrühe-Pulver ist praktisch für schnelle Suppen, Brühen oder Soßen. Doch oft steckt gar nicht viel Gemüse drin: Salz ist meist die erste Zutat in der Zutatenliste. Gefolgt vom Geschmacksverstärker Glutamat. Glutamat ist in Verruf geraten, weil es möglicherweise zu allergischen Reaktionen führen kann und appetitanregend wirken soll. Die wissenschaftliche Bewertung ist noch nicht abgeschlossen, darum fallen Empfehlungen uneindeutig aus.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung halten den gelegentlichen Verzehr zwar für ungefährlich. Verbraucherzentralen aber raten vom häufigen Verzehr ab. Neben Salz und Geschmacksverstärkern finden sich Aromen, Palmöl und Zucker in Gemüsebrühen. Und schon die sind ein guter Grund um auf Instant-Gemüse-Pulver zu verzichten.

Eine bessere Alternative sind Bio-Gemüsebrühen, hier dürfen keine Geschmacksverstärker und weitere bedenkliche Zusatzstoffe verwendet werden. Zwar steckt in einigen Bio-Gemüsebrühen Hefeextrakt, das einen geringen Anteil an Glutamat enthält – eine Studie der Fachhochschule Münster und dem Bundesverband Naturkost Naturwaren könnte jedoch keine eindeutige wissenschaftlich begründete Aussage für oder gegen den Einsatz von Hefeextrakt in Bio-Lebensmitteln treffen.

Mehr über Hefeextrakt liest du im Artikel “Ist Hefeextrakt das neue Glutamat?

Noch besser als Bio-Gemüsebrühe: Du kannst dir ganz einfach eine gesunde Gemüsebrühe auf Vorrat selber machen.

3. Fertig-Salat – ein ungesundes Essen

Salat aus der Tüte ist verlockend: Kein Waschen, kein Schnippeln, es fehlt nur noch das (fertige) Salatdressing und schon ist die „gesunde“ Mahlzeit fertig. Doch so einfach ist das leider nicht. Mal abgesehen davon, dass verzehrfertiger Salat nicht ohne umweltschädliche, und daher auch am Ende für den Menschen ungesunde Plastikverpackung auskommt, ist er aus mehreren Gründen auch direkt ungesund.

Zum Beispiel wegen der Schadstoffe. In einem Fertigsalat-Test von Öko-Test im Februar 2015 waren die Nitratwerte fast aller Salate erhöht. Viele Salate waren zudem mit Pestiziden und Chlorat oder Perchlorat belastet. Aber wo kommt sowas eigentlich her? Daher: Beim Waschen der Salate wird teilweise Chlor oder Chloroxid zugesetzt. Wer seinen Salat selber wäscht, kann das Chlor ganz einfach vermeiden.

Fertig Salat in Tüten steckt voller Keime
Fertiger Salat steckt voller Keime – statt dem ungesunden Essen besser frischen, unverpackten Salat kaufen (© Öko-Test)

Ein weiteres Problem der fertigen Salate ist die Keimbelastung: Durch die Zerstörung der natürlichen Blattstrukturen tritt Zellsaft aus und bietet den idealen Nährboden für Keime, die zu verzehren ungesund sein kann. Auch andere Salate haben teilweise das Nitrit-Problem. Im Gegensatz zu fertigen Salaten haben sie aber weniger Probleme mit Keimbelastungen.

Besonders absurd wird es, wenn der Salat nicht nur in der Tüte, sondern gleich in der Salatschüssel und mit Besteck kommt – natürlich alles Einweg-Plastik zum Wegwerfen. Schau dir dazu doch mal unser Video: Unboxing Supermarkt-Salat an:

Wir empfehlen: Ein frischer, saisonaler Salat in Bio-Qualität ist gesünder, keimfreier, länger haltbar und kommt ohne Verpackung aus. Damit du weißt, welcher Salat gerade frisch zu haben ist, schau am besten auf den Utopia-Saisonkalender.

4. Statt ungesunden Weißmehlprodukten besser Vollkorn

Besser als Baguette aus Weißmehl ist Vollkornbrot
Um ungesundes Essen zu meiden, greif statt zu Baguette aus Weißmehl besser zu Vollkornbrot. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Ungesundes Essen: Hinter Weißmehl verbirgt sich meistens „Weizenmehl Typ 405“. Es ist das ganz normale Haushaltsmehl, dass wegen seiner guten Backeigenschaften zum Beispiel häufig für Brötchen verwendet wird. Die Zahl „405“ steht für einen geringen Ausmahlungsgrad und spiegelt den Gehalt an Mineralstoffen wieder. Typ 405 ist die niedrigste Zahl und enthält somit auch am wenigsten Mineralstoffe. Je höher die Zahl eines Mehltyps, desto gesünder das Mehl.

Neben dem geringen Nährstoffgehalt haben Weißmehlprodukte weitere gesundheitliche Nachteile: Oft handelt es sich um kalorien-, fett- und zuckerreiche Produkte wie Kekse, Croissants, Kuchen oder Toast. Ähnlich wie bei weißem Reis machen dich Weißmehl-Produkte einfach nur „satt“ ohne deinen Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Egal ob Weizen oder Dinkel: Beim Vollkornmehl bleiben alle Bestandteile des Korns erhalten. Deshalb enthalten Vollkornprodukte mehr Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe und machen länger satt.

5. Ungesundes Essen meiden: Müsli statt Frühstückscerealien

Kein gesundes Frühstück: Cerealien
Kein gesundes Frühstück: Cerealien (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Schokomüsli, Cornflakes und Honig-Pops sind leider kein guter Start in den Tag. Frühstückscerealien sind hochverarbeitete Produkte und enthalten oft viel zu viel Zucker. Sie haben viele Kalorien, machen nicht lange satt und sind oft mit künstlichen Mineralstoffen und Vitaminen angereichert.

Mehr dazu im Artikel: Wie gesund ist Müsli?

Letzteres klingt zwar gut, ist es aber nicht: In Deutschland sind die meisten Menschen ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Bei einer übermäßigen Zufuhr durch angereicherte Lebensmittel kann es sogar zu schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit kommen. Wie wär’s stattdessen mit einem Müsli aus Vollkornflocken, frischem saisonalen Obst und ein paar Haselnüssen aus Deutschland? Wir haben die besten Bio-Müslis ohne Palmöl für dich zusammengestellt – stimme gerne für deinen Favoriten ab.

6. Schokoaufstrich ist kein gesundes Frühstück

In Schokoaufstrich steckt viel Zucker und Palmöl
Ungesundes Essen: In Schokoaufstrich steckt viel Zucker und Palmöl. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Eine Weißbrotscheibe, darauf die Schokocreme. Der perfekte Tag beginnt, lässt uns die Werbung glauben. Doch die süße Creme zum Frühstück ist keine gute Idee: Sie besteht zur Hälfte aus Zucker, es folgt Palmöl, erst dann kommen Haselnüsse und Kakao. Das ist eigentlich eher eine Süßigkeit als ein gesundes Frühstück.

Wir empfehlen: Vollkornbrot mit selbstgemachten, veganen Aufstrichen. Oder, wenn es unbedingt ein Schokoaufstrich sein soll: eine selbst gemachte Nutella-Alternative oder die besten Nutella-Alternativen ohne Palmöl.

7. ACE-Fruchtsaftgetränke enthalten zu viel Zucker

ACE-Fruchtsaftgetränke versprechen eine Extraportion Vitamine für das Immunsystem. Leider sind Fruchtsaftgetränke aber selten gesund: Sie enthalten verhältnismäßig viel Zucker, weshalb du sie nicht als Durstlöscher trinken solltest.

ACE Saft zählt zu den ungesündesten Lebensmitteln
ACE-Fruchtsaftgetränke zählen zu den ungesündesten Lebensmitteln. (Foto: © luismolinero - Fotolia.com)

Oft ist auch der Fruchtanteil in ACE-Fruchtsaftgetränken gering. Dafür werden Wasser, Süßstoffe und Vitamine zugemischt (daher dürfen sie nicht mehr „Saft“ heißen“). Gerne setzen die Hersteller Vitamin C, E und das Provitamin A (Betacarotin) zu. Doch der Nutzen solch künstlicher Vitamine für unseren Körper ist ebenfalls umstritten. Besser sind Direktsäfte in Bio-Qualität!

Auch eine gute Idee: Limonade selber machen

8. Hülsenfrüchte statt Protein- und Energieriegel

Als (Hobby-)Sportler*in gönnt man sich hin und wieder mal einen Protein- oder Energieriegel. Der gibt Kraft und fördert den Muskelaufbau – glaubt man. Die Realität sieht anders aus: Die Riegel sind alles andere als gesund und natürlich. Sie sind kalorienreich, hochverarbeitet und kommen nicht ohne Zusätze von Zucker, Aromen sowie isolierten Vitaminen und Mineralstoffen aus.

Echte Sportler bruachen keine Energie- und Proteinriegel
Echte Sportler brauchen keine Energie- und Proteinriegel – sie zählen zu ungesundem Essen. (© Colourbox.de)

Öko-Test fand im Februar 2016 zudem gentechnisch verändertes Soja und Pestizidrückstände in Energieriegeln. Für Sportler ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung sinnvoller als Energie- und Proteinriegel. Beispielsweise enthalten Hülsenfrüchte wie Linsen und Erbsen oder Kartoffeln und Vollkornprodukte viele wertvolle Proteine. Oder mach doch einfach Energy-Balls selber als gesündere Alternative zum Energieriegel.

9. Auf gepökelte Wurst- und Fleischwaren verzichten

Keine gute Idee: Krosser Bacon
Keine gute Idee: Krosser Bacon ist alles andere als gesund. (CC0 Public Domain / pixabay.de)

Pökeln ist eine uralte Konservierungsmethode. Fleisch- und Wurstwaren werden durch die Behandlung mit Pökelsalz, einem Gemisch aus Salz und Kalium- oder Natriumnitriten (E249 – E252), haltbargemacht. Das Nitrit kann mit Aminen (Eiweißen) die sogenannten Nitrosamine bilden. Sie entstehen insbesondere bei hohen Temperaturen. Nitrosamine haben sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen.

Zwar enthalten Fleisch- und Wurstwaren heutzutage nur noch geringe Mengen an Nitrit. Doch die Verbraucherzentralen raten vom häufigen Verzehr ab. Wenn du Fleisch isst, dann wähle lieber Bio-Fleisch. Öko-Anbauverbände wie Bioland oder Demeter verzichten auf den Einsatz von Nitritpökelsalz.

Und bei Fleisch darf dieser Tipp nicht fehlen: Je weniger, desto besser! Denn weniger Fleisch bedeutet weniger Massentierhaltung, weniger  Tierleid und weniger Umweltauswirkungen. Lies auch: Vegetarische Ernährung: die 11 wichtigsten Tipps

10. Ungesundes Essen: Besser keine Light- und Diät-Lebensmittel

Zum Abnehmen brauchst du kein Light-Joghurt
Zum Abnehmen brauchst du keinen Light-Joghurt. (© Colourbox.de)

Light- und Diätprodukte versprechen zwar, weniger Energie, Zucker oder Fett zu enthalten. Oft wird der reduzierte Nährstoff jedoch durch einen anderen ersetzt und am Ende unterschieden sich die Kaloriengehalte kaum voneinander. Damit Light- und Diätprodukte schmecken, setzen die Hersteller Geschmacksverstärker, Aromen und Süßstoffe ein.

Besser als industriell verarbeitete Light- und Diätprodukte sind unverarbeitete Produkte. Probiere doch beispielsweise anstelle eines Light-Fruchtjoghurts mal Naturjoghurt mit frischen Früchten aus.

Lies auch unseren Beitrag 10 Dinge, die aus deinem Haushalt verschwinden sollten.

Weiterlesen auf Utopia.de: Gesunde Ernährung: 10 Lebensmittel, die wir nicht mehr essen sollten

English version available: Healthy Grocery List: 6 Unhealthy Foods to Cross Out

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(77) Kommentare

  1. Liebe Frau Johanna Wehrmann leider ist dies ein mangelhafter Artikel. Die meisten Informationen sind ein alter Hut, einige davon bereits längst überholt, Hausaufgaben besser machen!
    Was mich am meisten stört: Vollkorn! Jedes Kind lernt in der Schule dass Pflanzen natürliche Abwehrstoffe gegen Fressfeinde besitzen. In den Schalen von Getreide, Hülsenfrüchten, Reis, Mais, Kartoffeln, etc sind LEKTINE enthalten. Wie hilfreich oder eben auch sehr schädlich diese sind wird hier sehr schön zusammengefasst: urgeschmack.de/lektine/

    Aber am besten mehrere Artikel googeln und lesen und sich seine eigene Meinung bilden und schlussendlich auf seinen Körper hören, je regionaler und saisonaler (von dort wo ihr herkommt, muss nicht dort sein wo ihr wohnt , also entsprechend anpassen ) ihr euch ernährt desto besser. Nicht der Werbung glauben!

  2. „Nicht der Werbung glauben“ Welcher Werbung denn?
    Ich habe noch keine flächendeckende Werbung zu Vollkorn gesehen und die Zahl der weißen Teiglinge in den Backstuben wächst sicher schneller, als Vollkornprodukte.

    Das Thema der ach so schädlichen Lektine wurde von ein paar Leuten aufgebracht und danach sehr gut zum eigenen Vorteil vermarktet.
    Warum hat das einen höheren Wahrheitsgehalt?

    Ist jedenfalls nicht stichhaltig, daß die Lektine – außer in rohen Bohnen – so schädlich sind. Bzw. sie haben auch positive Auswirkungen.
    https://www.ugb.de/vollkorn-vollkornprodukte/phytinsaeure-brot-frischkornmuesli-lebensmittel-udo-polmer-vollkorn/

    Zum Stichwort „Abwehrstoffe gegen Fressfeinde “ ist zu sagen, daß z.B. Bio-Trauben deshalb mehr gesunde sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, weil sie nicht gespritzt werden, sondern ihre eigenen Abwehrstoffe erhöhen müssen, welches genau solche sekund. Pflanzenstoffe sind.
    Deshalb überzeugt es mich nicht, solche Abwehrstoffe aus Pflanzen grundsätzlich
    negativ zu bewerten.

    Man könnte sich ewig über das Thema streiten. Wenn man dazu lange genug googelt, könnte man wahnsinnig werden, weil jede Studie die ganze Lage noch undurchsichtiger macht. Ernährungswissenschaft gehört zu den ganz komplexen Themen…weshalb man ja auch so trefflich drüber streiten kann. 😉

    Unumstritten ist jedenfalls, daß viele s.g. Zivilisationskrankheiten erst mit der Unsitte aufkam, die Schale der Körner zu entfernen.
    Siehe auch oben meine Bemerkung zur Zunahme solcher Krankheiten, seit in asiatischen Ländern mehr geschälter Reis gegessen wird.

    Das sind Zahlen, die nicht über einzelne Studien, sondern aus Langzeituntersuchungen in der realen Bevölkerung gewonnen wurden.

    Nicht signifikant, aber doch subjektiv überzeugend ist auch die Tatsache, daß ich selbst mit Vollkorn aufgewachsen bin und nun über 50 bin und sicher gesünder, als der Durchschnitt meiner Altersgenossen…toi…toi…toi.

  3. Wenn man alles beherzigt, was so an Gesundem empfohlen wird ist eines sicher: man stirbt gesünder !
    Bin gesunde 84 Jahre und habe sicher fast alle Fehler gemacht!

  4. Hallo, ich bin Bäckermeister und gelernter Koch.
    Ich kenne keinen Bäcker, der Weizenmehl(WM) Type 405 in der Backstube verwendent. Es wird fast ausschließlich in der Konditorei verwendet und selbst da verwenden viele Bäcker und Konditoren das gängige 550er WM für die meisten Produkte. In unserer Bäckerei verwenden wir 405er WM nur für Biskuit-,Wiener- und Baumkuchenmasse

    Mit dem mehr an Vitaminen und Ballaststoffen bei weniger ausgemahlenen Mehlen haben sie vollkommen recht.
    Ich finde es selber auch schade, dass nach der Wende (Wiedervereinigung Deutschlands) die Müller aufhörten 630er WM zu mahlen welches bis dahin bei uns für Brot und Brötchen verwendet wurde. 550er und 630er WM haben auch die besten Backeigenschaften um daraus Gebäcke herzustellen. Ich selber habe dann in unserem Betrieb zumindest das Roggenmehl von Type 997 auf 1150er gewechselt…

    Wie auch immer, es kommt am Ende auch darauf an, was der jeweilige Körper braucht! Einem körperlich schwer arbeitenden oder einem Sportler würde ich kein Roggenschrotbrot empfehlen wenn dieser gerade schnell Nährstoffe benötigt. Kohlenhydrate liefern einfach am schnellsten Energie und bringen den Körper in schwung. Ballaststoffe verlangsamen hingegen die Kohlenhydrataufnahme ins Blut. Für Menschen die mehr Geistige arbeit verrichten und körperlich weniger belastet sind, für die sind Früchte und Vollkornprodukte hingegen sehr wichtig! Außerdem fördern Ballaststoffe das Settigungsgefühl, regen die Darmflora an und entgiften den Körper. Bei Lebensmitteln an sich ,gibt es generell kein gut und böse sondern nur unangepassde Ernährungsweisen zu den jeweiligen Lebensstilen.

    Einen schönen Tag noch 🙂

  5. Lieber Hannes,
    Es gibt viele Menschen auf der Welt die gar kein Weißmehl vertragen und nichts davon wissen. Beispielsweise werfen alle Schilddrüsenerkrankungen für nicht heilbar erklärt und den Patienten ein Leben lang Tabletten aufgetischt!
    In Wirklichkeit ist es aber eine Abwehr von Kohlenhydraten vor allem Weißmehl, egal welches! Schon fast jeder zweite deutsche leidet darunter…
    Das beste was eine Bäckerei anbieten könnte wären Produkte aus Maismehl, Dinkelbrote (Dinkel ist als einziger ein guter Säurebilder), Brote mit Gemüse und Kuchen mit Nüssen und Mandeln statt Mehl, was übrigens wunderbar funktioniert! ?

  6. Liebe Regina,

    wer hat Ihnen denn den Bären aufgebunden, dass jeder zweite Deutsche Zölliakie hat???
    Man muss das Internet mit Vorsicht genießen und nicht alles glauben was Hinz und Kunz und irgendwelche selbsternannte Wissenden schreiben….

  7. naja, was daran sollte so lecker sein, dass mann/frau nicht darauf verzichten könnte?

    da wird in der unterüberschrift etwas suggeriert, was definitiv falsch ist!

    und dann nochmal in der unterüberschrift: wer bitteschön hält denn das aufgezählte essen für gesund? mal bitte hier ‚reinschreiben!

    danke!

  8. Aha, ich solte von allem also immer das mit dem meisten Gehalt nehmen. Bloß keinen weißen Reis oder weißes Mehl. Bitte alles aus Vollkorn. Ich brauch generell maximale Ballaststoffe, maximale Mineralien- und Vitamindosis. Gibt es nicht auch sowas wie zu viel von etwas? Daran denkt immer keiner. Es gibt immer nur schwarz (bzw. braun) oder weiß. Könnte nicht eine Mischung gar noch gesünder sein als immer dieses pauschalisierende Radikale und Absolute aus der Öko- und Veganerecke? Mal wenig Korn, mal viel Korn? Müssen wir alle nur so mit Mineralien, Ballaststoffen und Vitaminen übersprudeln, bis uns der grüne Smoothie aus den Ohren rauskommt?

  9. Man sollte es ja nur durchziehen, wenn man nicht durch eigenes Verschulden krank werden will. Hier wurden ja keine Gesetze verfasst.

    Die meisten Tipps gehen aber auch in die Richtung, dass Planet, Tiere und deine Mitmenschen nicht durch deinen Konsum krank werden.

  10. ein gutes Lebensmittel habt ihr vergessen :: Yacon,
    es sollte aber frisch sein und kein Pülverchen oder Sirup
    in der frischen Wurzel ist noch alles enthalten an Nährstoffen

  11. Im Artikel geht es ja eher darum, was man vermeiden sollte, deshalb wäre noch zu ergänzen, was man zusätzlich selber tun kann. Man kann, je nach Möglichkeit, Gemüse selber anbauen (Garten, Balkon) oder Kräuter im Topf auf der Fensterbank wachsen lassen. Mit frischen Kräutern tut man sich was richtig Gutes! Allerdings muss man erst einmal ein bisschen experimentieren, was bei einem gut wächst und wie man es richtig pflegt. Ich habe leider kürzlich das Basilikum totgegossen …

  12. Zu Punkt 4:
    So viel ich weiß gibt es kein Vollkornmehl in Deutschland, selbst das von Bioland und Demeter nicht, welches den Keimling mit den wertvollsten Stoffen noch enthält. Der Keimling wird vor dem Mahlprozess entfernt, da durch die hohe Wärmeentwicklung der modernen Metallmahlwerke das Mehl kürzer haltbar wäre.
    Bei dem von der Industrie produzierten Vollkornmehlen wird „feines“ Weißmehl mit den Resten der Mehlproduktion später zusammengemischt. Dabei sind die Bestandteile nicht einmal von der gleichen Charge und wie bereits erwähnt leider auch ohne Keimling.
    Da hilft nur selbermahlen mit Korn direkt vom Bauer Ihres Vertrauens, vorzugsweise ältere Getreidesorten. Bei denen hat man das Vitamin B12 noch nicht weggezüchter. In Baden-Württember leider schwer zu finden.

  13. Der Hinweis auf frisches Müsli mit frischem Obst ist völlig kontraproduktiv. (genauso wie der beschriebene Müslimüll). Warum ? Weil verschiedene Nahrungsmittel verschiedene Verdauungszeiten hat (Obst schneller als Getreide, z.B.) und eben diese Mischung Billigalkohol im Magen generiert. Meine (Ex-)Schwiegereltern wurden nach Trennung von Obst und Restmüsli sie ihren morgendlichen Kater und er seinen wirklich heftigen Mundgeruch los. Müsli = gesund ist eh eine Erfindung von Birchler und Konsorten- Wer wirklich mehr wissen will sollte unbedingt die Bücher von Galina Schatalova lesen (wir fressen uns zu Tode..)

  14. „wurden… ihren morgendlichen Kater… los“
    Sorry, aber wenn ich mir überlege, welche Zeit normalerweise benötigt wird, um Obst oder Getreide zu Alkohol zu vergären, das ins Verhältnis zur Verweildauer des Müslis im Körper setze und mir gleichzeitig die vergleichsweise geringe Verzehrmenge ansehe, dann kommen mir schon ganz erhebliche Zweifel, ob der Kater tatsächlich vom Müsli kam und nicht doch eine Folge des Vorabends war.
    Abgesehen davon: Wenn tatsächlich irgendetwas dran wäre an dieser Theorie, und sei es lediglich als Verdacht, dann würde man sicher ständig Warnungen lesen, dass trockene Alkoholiker keinesfalls Müsli mit Obst essen dürfen.