Grauschimmel: So wirst du ihn von deinen Pflanzen los

Grauschimmel
Foto: CC0 / Pixabay / Shutterbug75

Grauschimmel gehört zu den häufigsten Parasiten in unseren Gärten. Der Pilz ist widerstandsfähig und hat einen breiten Wirtskreis. Wie du Grauschimmel natürlich loswirst und wie du deine Pflanzen vorbeugend schützen kannst, liest du hier.

Bei Grauschimmel handelt es sich um einen besonders anpassungsfähigen Pilz, der einen breiten Wirtskreis hat. Das bedeutet, dass viele verschiedene Pflanzen von dem Wund- und Schwächepilz betroffen sein können. 

Grauschimmel ist äußerst robust und widerstandsfähig. Der Parasit überlebt die kalte Jahreszeit im Boden oder auf abgestorbenen Pflanzenteilen. In feuchtem Klima breitet er sich besonders schnell aus. Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad sind optimal für sein Wachstum.

Grauschimmel erkennen

Tomaten sind besonders häufig von Grauschimmel betroffen.
Tomaten sind besonders häufig von Grauschimmel betroffen.
(Foto: CC0 / Pixabay / adonyig)

Grauschimmel, auch Botyritis cinerea genannt, bildet einen großflächigen grauen Pilzrasen aus, der stark stäubt. Grundsätzlich können alle Pflanzenteile befallen sein. Besonders häufig sind Früchte, Blüten und weiche Pflanzenteile betroffen. 

In Folge des Befalls sterben betroffene Pflanzenteile ab, außerdem bilden sich braune Flecken auf den Früchten und Blättern. Auch Äste und verholzte Pflanzenteile können betroffen sein und Flecken bilden. Früchte sind zunächst glasiger als sonst üblich.

An den folgenden Pflanzen findest du Grauschimmel besonders häufig:

Aber auch Zierpflanzen sind des Öfteren von dem lästigen Pilz betroffen:

Grauschimmel natürlich bekämpfen

Um Grauschimmel zu vermeiden, gieße deine Tomaten direkt am Boden, ohne die Blätter zu benetzen.
Um Grauschimmel zu vermeiden, gieße deine Tomaten direkt am Boden, ohne die Blätter zu benetzen.
(Foto: CC0 / Pixabay / jwvein)

Grauschimmel ist äußerst anpassungsfähig und bildet schnell Resistenzen aus. Daher verzichtest du am besten vollkommen auf chemische Spritzmittel und bekämpfst den Pilz mit natürlichen Mitteln und vorbeugenden Maßnahmen. Das ist besser für den Boden, die betroffenen Pflanzen und schlussendlich auch für dich, wenn du die Früchte zu dir nimmst.

Mit den folgenden Maßnahmen kannst du Grauschimmel ganz natürlich bekämpfen:

  • Entferne betroffene Pflanzenteile: Hast du Grauschimmel auf deinen Pflanzen entdeckt, gilt es zunächst, alle betroffenen Blätter und Pflanzenteile zu entfernen. Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig, um weitere Ausbreitung zu vermeiden. Entsorge die Pflanzenteile im Müll, da die Sporen im Kompost überleben können und du sie so im nächsten Jahr in deinem Garten verteilen würdest.
  • Pflanzen stärken: Der Wund- und Schwächeparasit kann keine gesunden und starken Pflanzen befallen. Brennnesseljauche ist ein gut geeigneter organischer Dünger, um deine Pflanzen zu stärken und gleichzeitig zu schützen. Schachtelhalmbrühe kann ebenfalls helfen. Besprühe dafür die Blätter deiner Pflanzen mit dem natürlichen Mittel. Möchtest du neue Pflanzen setzen, kannst du bereits den Wurzelballen in Schachtelhalmbrühe tunken.
  • Pflanzen entlauben: Da sich Grauschimmel in feuchtwarmem Klima am besten verbreitet, kannst du etwas Laub entfernen, damit die Blätter besser durchlüftet sind und schneller wieder trocknen.
  • Richtig wässern: Spritzwasser ist eine der Hauptursachen für die Verbreitung von Grauschimmel. Gieße deine Pflanzen vorsichtig und mit Bedacht. Am besten so, dass die Blätter gar nicht mit Wasser in Berührung kommen und das Wasser direkt im Boden versickert. Morgens ist der beste Zeitpunkt, um zu gießen. So haben die Pflanzen lange Zeit, wieder zu trocknen.

Grauschimmel vorbeugen

EIne Mischkultur mit Knoblauch kann helfen, Grauschimmel zu vermeiden.
EIne Mischkultur mit Knoblauch kann helfen, Grauschimmel zu vermeiden.
(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Damit sich der lästige Pilz erst gar nicht unter deinen Pflanzen breitmacht, kannst du die folgenden Hinweise zur Vorbeugung berücksichtigen:

  • Ausreichender Abstand: Setze deine Pflanzen immer mit ausreichendem Abstand. So hält sich die Feuchtigkeit nicht so lange zwischen den Blättern. Außerdem haben die einzelnen Pflanzen mehr Raum, Licht und Nährstoffe, um zu starken Pflanzen heranzuwachsen.
  • Richtig düngen: Greife zu organischem Dünger wie Urgesteinsmehl. Dieser greift nicht so intensiv in das natürliche Gleichgewicht ein und stärkt deine Pflanzen dennoch. Vermeide stickstoffhaltige Dünger, denn zu viel Stickstoff weicht die Pflanzenteile auf und macht sie anfällig für Grauschimmel.
  • Fruchtfolge: Damit deine Pflanzen gut gedeihen, solltest du die Regeln von Fruchtfolge und Fruchtwechsel beachten. Erdbeeren beispielsweise solltest du nie mehr als drei Jahre am selben Standort pflanzen.
  • Mischkulturen: Setze Knoblauch, Zwiebel oder Kräuter wie Rosmarin oder Oregano zu häufig betroffenen Pflanzen. Die enthaltenen Senföle verringern die Gefahr einer Infektion mit Grauschimmel.
  • Vorsicht beim Mulchen: Kontrolliere regelmäßig das Pflanzenmaterial, das du zum Mulchen verwendest. Da es die Feuchtigkeit im Boden hält, ist es oft anfällig für Grauschimmel und kann ihn vom Boden aus leicht an andere Pflanzen übertragen.

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