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Diese Bio-Jeans sind billiger als Markenjeans

Foto: © Mud Jeans

Jeans von Fair Fashion-Labels wie Armedangels, Nudie Jeans oder Wunderwerk sehen gut aus, sind bio, fair, langlebig – und oft billiger als Markenjeans. Wir zeigen dir Modelle, die das beweisen und dabei eine bessere Figur machen als Levi’s, Diesel und Co.

Wegen gut gemachter Werbekampagnen denken wir bei Marken wie Diesel, Levi’s oder G-Star an gute, solide Jeanshosen. Die Preise für solche sogenannten Markenjeans liegen bei um die 100 Euro, machmal drunter, oft drüber. Dabei gewährleistet der Preis noch lange keine faire oder umweltfreundliche Produktion – sondern in erster Linie, dass sich die Hose als Statussymbol eignet.

Trotz teuer: Auch Markenjeans werden unter schlimmen Bedingungen produziert

Faire und umweltfreundliche Produktionsbedingungen findet man nämlich bei den wenigsten konventionellen Jeans. Praktisch alle belasten die Umwelt durch den Einsatz von giftigen Pestiziden beim Baumwollanbau und gefährlichen Chemikalien bei der Produktion. Und denen sind wiederum Arbeiter ausgesetzt, die viel zu geringe Löhne erhalten.

Hersteller wie Nudie Jeans, Armedangels und Mud Jeans machen es besser. Sie zeigen, dass eine faire und umweltfreundlichere Produktion möglich ist und können dabei was Aussehen und Qualität betrifft locker mit den bekannten Marken mithalten – was den Preis angeht, sind sie in vielen Fällen sogar günstiger.

An welchen Siegeln du faire Jeans aus nachhaltigen Materialien erkennst, erfährst du in unserem Artikel: „Was kann eigentlich an Jeans bio, fair oder vegan sein?“

Faire Bio-Jeans

Die Skinny Lin von Nudie Jeans

Die Hosen von Nudie Jeans sind Unisex, jedes Modell ist gleichermaßen für Frauen und Männer geeignet. Aus einem großen Sortiment kann man sich eine passende aussuchen – zum Beispiel das Modell Skinny Lin.

Im sogenannten Production Guide von Nudie Jeans erfährst du ganz genau, wo die jeweilige Hose hergestellt wird: Die Bio-Baumwolle der Skinny Lin stammt aus der Türkei, produziert wird die Hose in Tunesien und Italien. Die Jeans ist GOTS-zertifiziert, Nudie ist zudem seit 2009 Mitglied der Fair Wear Foundation. Beide Siegel garantieren faire Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Produktionskette, GOTS gewährleistet zusätzlich die umweltverträgliche Produktion der Kleidung.

Mit dem sogenannten Eco-Cycle will Nudie Jeans sicherstellen, dass du deine Hose so lange wie möglich tragen kannst. Du kannst sie deshalb in den Concept Stores des Labels umsonst reparieren lassen (gibt’s in Deutschland in Berlin und München) oder dir alternativ ein kostenloses Repair-Kit bestellen, um die Hose selbst zu reparieren. Wenn wirklich gar nichts mehr geht, nimmt das Label deine Jeans zurück, recycelt sie oder verkauft sie als Second-Hand-Ware weiter.

Kaufen**: Die Skinny Lin bekommst du regulär ab 110 Euro. Derzeit im Sale bei Planet Sports ab 72 Euro, bei About You ab 60 Euro, im Avocado Store für etwa 90 Euro und etwa 100 Euro oder im lokalen Fair-Fashion-Laden deines Vertrauens. Ein vergleichbares Modell von Replay kostet 159 Euro.

Carry Boyfit – Boyfriend Jeans von Wunderwerk

Neben Kleidern, Shirts und Pullovern findet man beim Fair-Fashion-Label Wunderwerk auch Bio-Jeans. Die Boyfriend Jeans „Carry Boyfit“ beispielsweise besteht zu 100 Prozent aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle. Auch die Waschung ist nachhaltig: das Unternehmen setzt hier auf Ozonbleiche und Handarbeit. Die Hose kommt ohne Leder aus, ist also vegan. Reißverschlüsse, Nieten und Knöpfe sind nickelfrei. Produziert wird die Carry Boyfit unter fairen Bedingungen in Tunesien.

Kaufen**: Die Carry Boyfit gibt es für 119,95 Euro im Onlineshop oder beim Eco-Fashion-Laden um die Ecke. Zum Vergleich: Ähnliche Boyfriend Jeans von G-Star kosten 159,95 Euro, von Diesel 189,95 Euro und von Levi’s 149,95.

Mud Jeans: Regular Swan

Die Hosen von Mud Jeans, bestehen aus Bio-Baumwolle oder recyceltem Jeansstoff. Einige Modelle tragen das strenge GOTS-Siegel, das eine umweltfreundliche Produktion und faire Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Produktionskette gewährleistet. So beispielsweise die Regular Swan. Sie besteht zu 98 Prozent aus Bio-Baumwolle aus Italien und Tunesien. Hergestellt wird die Regular Swan in Italien. Den gewünschten Used-Look erhält sie durch umweltfreundliche Verfahren wie Ozonbleiche und Lasertechnik.

Mud Jeans: Eine BIo-Jeans, die billiger als Markenjeans ist
Regular Swan in independent blue von Mud Jeans für 99,95 (Foto: © Mud Jeans)

Gute Idee: Hosen der Marke Mud Jeans kannst du für einmalig 20 Euro plus monatlich 7,50 Euro leasen. Nach einem Jahr entscheidest du dich entweder dafür, die Hose zu behalten oder du holst dir eine nagelneue und zahlst weiterhin 7,50 Euro monatlich. Deine alte Hose verkauft das Label als Second-Hand-Ware weiter oder recycelt sie. Du kannst die Hosen aber auch direkt kaufen. Deine alte, kaputte oder abgetragene Mud Jeans kannst du an den Hersteller zurückschicken und erhältst 10 Euro Rabatt auf eine neue.

Kaufen**: Mud Jeans kosten 98 Euro zum Beispiel bei Avocado StoreGrundstoff, Greenality oder deinem lokalen Fair-Fashion-Store. Vergleichbar: die 505 von Levi’s kostet 109,95 – ist aber weder nachhaltig noch fair.

Slimmy von Fairjeans

Das Freiburger Label Fairjeans ist mit seinem minimalistischen Konzept erfolgreich: Das Label bietet fünf verschiedene Jeans-Modelle an, zwei für Damen und drei für Herren. Die bekommt man in verschiedenen Waschungen schon ab etwa 100 Euro – zum Beispiel die Slimmy für Damen in dunkelblau.

Fairjeans: Eine BIo-Jeans, die billiger als Markenjeans ist
Eine Faire Jeans vom Freiburger Label Fairjeans. (Foto: Fairjeans)

Für die Jeans verwendet das Label Bio-Baumwolle. Diese wird in der Türkei gewoben und in Polen genäht – so bleibt die gesamte Produktion in Europa. Die Bio-Baumwolle so wie die Produktionsstätten sind GOTS-zertifiziert. Das garantiert nicht nur, dass die Bio-Baumwolle umweltfreundlich angebaut wird, sondern auch faire Arbeitsbedingungen auf der Baumwoll-Plantage, in der Weberei und der Näherei.

Kaufen**: Bei Avocado Store ab etwa 110 Euro, im Onlineshop von Fairjeans. Bei Diesel zahlt man für eine ähnliche, konventionell produzierte Jeans um die 135 Euro.

Tilly Slim Fit von Armedangels

Das bekannte Fair-Fashion-Label Armedangels ist GOTS-zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation – und gewährleistet damit die faire und umweltverträgliche Produktion seiner Mode. Das Jeans-Modell Tilly Slim Fit wird in der Türkei produziert und ist – so wie die gesamte Jeans-Kollektion des Labels – vegan. Statt Leder verwendet Armedangels für den Label-Patch Jacron-Papier. Die verwendeten Metall-Details wie Reißverschluss und Knöpfe sind nickelfrei.

Kaufen**: Für 89,90 Euro bekommst du die Tilly Slim Fit im Onlineshop von Armedangels und in vielen lokalen Eco-Fashion-Stores. Bei G-Star zahlt man für eine ähnliche, umweltunfreundliche Jeans bereits 119,95 Euro.

armedangelss: Eine BIo-Jeans, die billiger als Markenjeans ist

Tilly Slim Fit von Armedangels.

Immer noch zu teuer? Stichwort: Sale

In den Onlineshops** der Fair Fashion Labels, bei Avocado Store, Glore oder Dear Goods und sogar bei „konventionellen“ Modeportalen wie Amazon oder About You findest du heruntergesetzte Modelle älterer Kollektionen. Für den kleinen Geldbeutel ist das eine tolle Möglichkeit, um an faire, umweltfreundliche Bio-Jeans zu kommen.

Bekanntlich kommen Jeans ja nicht aus der Mode und inzwischen sind die meisten Schnitte eh dauerhaft angesagt – oder spätestens wieder in der nächsten Saison. So bekommt man eine Nudie Jeans schon mal für 50 bis 60 Euro. Bei Mud Jeans gibt es gebrauchte Vintage-Versionen schon für 49 Euro.

Noch mehr Bio-Jeans mit fairem Anspruch findest du in unserer Bestenliste und in unserem Artikel Jeans ohne Ausbeutung und Gift: 5 empfehlenswerte Labels.

Utopia-Bestenliste: Faire Bio-Jeans

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Weiterlesen auf Utopia.de: Bio Jeans

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(26) Kommentare

  1. Mir fehlen in dieser Aufzählung zwei wichtige Hersteller. Zum einen gibt es die für faire Produktion vielfach ausgezeichneten Manomama Jeans „made in Augsburg“ sowie die arbeitsteilig in Deutschland und Kolumbien hergestellten Joker Jeans.

  2. BILLIG, BILLIG, BILLIG!
    Es geht doch nicht nur um den Preis!?
    Vor allem sollte die Redakteurin mal die Bedeutungen des Wortes „billig“ mit der des Wortes „günstig“ abgleichen. Und dies auch beim Schreiben eines Artikels, insbesondere auf der Plattform utopia.de, berücksichtigen.

    Und den beiden Vorschreibern kann ich mir voll und ganz anschließen!

  3. Ich finde es im hohen Maße bedauerlich, dass Biojeans nicht in Sonderlängen produziert werden. Ich trage längen von 37/38 inch und habe nur die Wahl zwischen zu kurz in Bio oder lang genug in „schlechter“ Produktion. Sonderlängen kosten dabei genauso viel wie Biojeans…

  4. leider wird faire kleidung offenbar nicht für ältere frauen produziert (ich bin 64), die keine idealfigur mehr haben und sich nicht einzwängen lassen wollen. mit anderen worten: ich suche schon länger verzweifelt eine faire bio – jegging, die nicht 5 m lange beine hat – naja, etwas übertrieben. ich bin 1,60. kann mir jemand einen tipp geben?

  5. Hallo,

    mir geht es auch nicht um billig. Ich würde auch gern ein paar mehr Euro ausgeben, aber mein Problem ist, dass faire Jeans für Damen meist nicht in meiner Größe hergestellt werden. Ich brauche eine 36 Länge. Außer bei Nudie wird man da leider nicht fündig. Armedangel stellt immerhin 34 Länge her, die gerade so ok ist, aber einen Tick länger wäre wirklich besser. Andere Hersteller haben nur 30 oder 32 Länge im Programm. 🙁

  6. Billig billig billig… darum geht es schon! Ich finde es gut, dass Utopia darauf hinweist, dass Ökoprodukte eben NICHT immer teurer sind als andere. Öko hat in unserer achsopolitischekorrektenSUVbioladengesellschaft oft das Etikett des Elitären und Exklusiven. Insofern: Immer gut, darauf hinzuweisen, dass die Endpreise oft NICHTS mit den Produktionsmethoden, -orten und -wegen zu tun haben, sondern schlicht mit dem Gewinnmaximierungsstreben der Industrie.

  7. Ich liebe meine Augschburg-Denim von Manomama. Die mag ich gar nicht mehr ausziehen! Auf Wunsch wird sie auch maßgeschneidert. Und der Preis von 89 Euro für eine ökologische Jeans, die in Deutschland genäht wird, ist einfach unschlagbar.

  8. Ich wundere mich schon über Euch von Utopia:
    1.
    Bei der Überschrift „Bio-Jeans“ habe ich gleich an Sina Trinkwalder gedacht, also an Jeans von „manomama“. Aber Fehlanzeige – seltsam!
    2.
    Welche Frau kann/mag unisex-Jeans tragen, gerade wenn frau schon der Schulzeit entwachsen ist – wie ich im 68. Lebensjahr!

    Schade, schade!

  9. sind die Jeans auch ohne Plastik, Kunststoff, Stretch oder sonstige nicht biologisch abbaubare Stoffe, die auch im Waschwasser in Flüsse und Meere wandern, also plastikfrei?

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