Kreislaufprobleme bei Hitze: Tipps und Hausmittel, die helfen

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Foto: CC0 / Pixabay / David-Karich

Kreislaufprobleme bei Hitze machen vielen Menschen zu schaffen. Wir erklären dir, wie du Schwindel und anderen Symptomen vorbeugen und lindern kannst.

Dass Kreislaufprobleme vor allem bei Hitze auftreten, hat einen Grund. Denn für unsere Organe (vor allem für das Gehirn) ist es wichtig, dass die Körpertemperatur konstant bei 36 bis 37 Grad bleibt. Dafür sorgt der Körper, indem er Wärme über das Blut in Richtung Haut transportiert und dort an die Luft abgibt.

Je heißer die Luft, desto schwieriger wird es, den Körper auf diese Weise zu kühlen. Denn damit der Körper weiterhin genug Wärme an die Luft abgeben kann, weiten sich die Blutgefäße, wodurch der Blutdruck abfällt. Dies kann dazu führen, dass das Gehirn kurzzeitig nicht genug Sauerstoff bekommt. Die Folge sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schweißausbrüche bis hin zu kurzzeitiger Ohnmacht.

Außerdem verlieren wir Flüssigkeit, wenn wir schwitzen. Das führt dazu, dass die Haut weniger durchblutet wird und erhöht das Risiko für Kreislaufprobleme.

Erste Hilfe für Kreislaufprobleme bei Hitze

Eine lauwarme Dusche kann bei Kreislaufproblemen wegen Hitze helfen.
Eine lauwarme Dusche kann bei Kreislaufproblemen wegen Hitze helfen.
(Foto: CC0 / Pixabay / 955169)

Wenn du unter Kreislaufproblemen bei Hitze leidest, solltest du versuchen, deinen Kreislauf zu stabilisieren und deinen Körper zu kühlen.

Hilfreiche Tipps:

  • Ruhe dich im Schatten aus und lege nach Möglichkeit deine Beine hoch, damit dein Gehirn besser durchblutet wird.
  • Trinke genug! Am besten eignen sich lauwarme Getränke. Wenn du schwitzt, verlierst du nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte wie zum Beispiel Natrium. Deshalb solltest du auch deinen Elektrolythaushalt ausgleichen. Dazu kannst du zum Beispiel eine verdünnte Brühe trinken oder zu einem Glas Wasser ein paar Salzstangen essen. 
  • Lege dir ein feuchtes, kaltes Tuch in den Nacken, um dich abzukühlen und deinem Kreislauf zu helfen. Auch eine lauwarme Dusche oder ein Fußbad sorgen für eine angenehme Abkühlung.
  • Einige Lebensmittel erhöhen den Blutdruck oder regen die Durchblutung an und lindern dadurch Kreislaufprobleme bei Hitze. Den Blutdruck können zum Beispiel Salz oder Süßholz erhöhen. Letzteres ist in vielen Tees enthalten. Beide Stoffe solltest du natürlich nur in Maßen konsumieren – vor allem, wenn du normalerweise unter erhöhtem Blutdruck leidest. Durchblutungsfördernd und kreislaufanregend wirkt unter anderem Rosmarin. Auch Salbei und Rote Bete sollen die Durchblutung anregen. Walnüsse sollen den Kreislauf zwar stabilisieren, aber auch den Blutdruck senken – von ihnen ist bei hitzebedingten Kreislaufproblemen abzuraten.

Kreislaufprobleme bei Hitze vorbeugen

Ein Sonnenhut schützt deinen Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung.
Ein Sonnenhut schützt deinen Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung.
(Foto: CC0 / Pixabay / suju)

Damit du gar nicht erst Kreislaufprobleme bei Hitze bekommst, kannst du dich an diese Tipps halten:

  • Trage einen Sonnenhut, wenn du länger in der Sonne bist.
  • Überanstrenge dich bei großer Hitze nicht. Sport machst du besser morgens oder abends, wenn es weniger warm und die Sonneneinstrahlung weniger intensiv ist.
  • Trage luftige Kleidung, die deinem Körper hilft, sich abzukühlen.
  • Wenn du dich in klimatisierten Räumen aufhältst, solltest du die Klimaanlage nicht zu kalt einstellen. Ansonsten kann die plötzliche Hitze zu Kreislaufproblemen führen, wenn du den Raum verlässt.
  • Lüfte am besten bei Nacht und in den kühlen Morgenstunden und lasse tagsüber Fenster und Gardinen geschlossen. So überhitzen sich die Räume nicht.
  • Vermeide insbesondere bei Hitze Nikotin und Alkohol, da beide Stoffe die Durchblutung beeinträchtigen.

Wichtig: Wenn du blutdrucksenkende Medikamente einnimmst, müssen diese bei Hitze unter Umständen niedriger dosiert werden, um einen zu niedrigen Blutdruck zu vermeiden. Hole am besten ärztlichen Rat ein.

Tipp: Wie du dich bei Hitze richtig verhältst und wieso sie riskant ist, erklärt der prominente Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen in dem folgenden Video: 

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