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Kriebelmücke: Was tun bei einem Stich?

Foto: CC0 / Pixabay / Hans

Kriebelmücken sind zwar lautlos, ihre Stiche beziehungsweise Bisse aber schmerzhafter als die der Stechmücken. Wir klären in diesem Artikel über die Insekten auf, damit du dich besser gegen sie schützen kannst.

Kriebelmücken und ihr Vorkommen

Vor einem Kriebelmückenstich solltest du dich besonders in der Nähe von Fließgewässern in Acht nehmen.
(Foto: CC0 / Pixabay / geralt)

Auf den ersten Blick sehen Kriebelmücken aus wie normale Fliegen. Etwa zwei bis sechs Millimeter sind die aus Skandinavien stammenden Mücken groß. Von ihnen gibt es mittlerweile rund 50 verschiedene Arten in Deutschland.

Die kleinen buckeligen Fliegen besitzen scharfe Zähne, mit denen sie zubeißen – ihre Stiche sind nämlich eigentlich Bisse. Am liebsten beißen Kriebelmücken Kühe und Pferde, die auf der Weide stehen. Ab und zu erwischen sie jedoch auch Menschen. Dabei nähern sich die kleinen Insekten geräuschlos und ohne eine spürbare Berührung auf der Haut. Hat sich die Kriebelmücke auf deiner Haut niedergelassen, fügt sie ihr mit den Zähnen kleine Wunden zu. Darin sammelt sich das Blut wie in einem kleinen Pool, aus dem die Kriebelmücke es absaugt. Da das Insekt die Stelle bei dem Biss gleichzeitig leicht betäubt, macht sich der Biss erst später bemerkbar.

Meistens findest du Kriebelmücken auf dem Land, besonders in der Nähe von fließenden Gewässern. Hier legen sie ihre Eier im Frühjahr ab. Die Larven entwickeln sich am besten bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Deswegen gibt es im Sommer besonders viele Kriebelmücken.

So verhältst du dich bei einem Kriebelmückenstich

Bemerkst du den Stich beziehungsweise Biss einer Kriebelmücke, solltest handeln. Denn durch den direkten Kontakt des Insekts mit dem Blut steigt das Risiko für Infektionen. Wenn der entstehende Juckreiz dich außerdem zum Kratzen verleitet, können noch mehr Bakterien in die Wunde gelangen. Im schlimmsten Fall kann es dadurch zu einer Blutvergiftung kommen.

Deswegen solltest du die betroffene Stelle sofort kühlen. Dafür kannst du zu Kühlpacks greifen, die nicht nur den Juckreiz, sondern auch die Schwellung lindern, oder ein klassisches Hausmittel gegen Moskitos anwenden und den Stich mit Spucke behandeln. Ein weiteres Hausmittel sind aufgeschnittene Zwiebeln, die du zur Desinfektion auf die Wunde legen kannst. 

Reicht das nicht, kannst du auf antiallergische Gele oder Cremes aus der Apotheke zurückgreifen, die Hydrocortison enthalten. So wird der Juckreiz unterdrückt. Auf keinen Fall solltest du die Stelle aufkratzen.

Bei sehr starken Schwellungen oder roten Streifen, die sich von der Stichstelle hin zum restlichen Körper ausbreiten, solltest du eine Arztpraxis aufsuchen. Bekommst du nach dem Biss einer Kriebelmücke Fieber, Schüttelfrost, Kreislaufprobleme oder verspürst du ein allgemeines Unwohlsein, solltest du dich ebenfalls medizinisch untersuchen lassen. 

So kannst du einem Stich vorbeugen

Mit ätherischen Ölen kannst du einem Kriebelmückenstich vorbeugen.
(Foto: CC0 / Pixabay / 1195798)

Damit es erst gar nicht zu einem Kriebelmückenstich kommt, kannst du einige Maßnahmen ergreifen, um dich vor den Insekten zu schützen: 

  • Anders als Stechmücken dringen Kriebelmücken nicht in Wohnungen und Gebäude ein. Du läufst also nur draußen Gefahr, gebissen zu werden. Schütze dich in der Natur und besonders in der Nähe von Flüssen und Bächen mit langer Kleidung und geschlossenen Schuhen. Den Stoff können Kriebelmücken nicht durchbeißen.
  • Auf dem Balkon und der Terrasse können Mückenschutznetze behilflich sein, die Kriebelmücken fernzuhalten.
  • Natürliche Mittel wie Kokosöl, Zitronengras, Knoblauch, Katzenminze, Lavendel und Rosmarin mögen Kriebelmücken nicht. Trage zum Beispiel ätherische Öle auf, um dich vor den Insekten zu schützen. Du kannst dir aus ätherischen Ölen sogar Mückenspray selber machen

Dein Haustier und die Kriebelmücken

Kriebelmückenstiche können bei Hunden starke Reaktionen hervorrufen.
(Foto: CC0 / Pixabay / MabelAmber)

Wenn Haustiere sich in der Wohnung oder in anderen Gebäuden aufhalten, sind sie vor den Kriebelmücken geschützt. Im Freien kann dein Haustier allerdings ebenfalls gebissen werden.

Besonders Hunde können beim Gassigehen einen Stich dieser Insekten bekommen. Meide deshalb morgendliche und abendliche Gassi-Runden in der Nähe von Fließgewässern. Denn wird dein Hund gebissen, wird an der Stelle Histamin als Abwehrmittel freigesetzt. Dieses sorgt jedoch in der eigenen Wunde für sehr starken Juckreiz bis hin zu allergischen Reaktionen. Die entstehenden Verletzungen sind auch als Sommerekzeme bekannt. 

Du kannst dem Biss einer Kriebelmücke bei deinem Haustier mit den oben genannten Hausmitteln vorbeugen. Im Notfall solltest du eine tierärztliche Behandlung einholen.

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