Kumquat: So pflanzt und isst du die exotische Frucht

Foto: CC0 / Pixabay / Hans

Kumquats sind kleine, orangefarbene Früchte, die ein süß-säuerliches Aroma haben. Ursprünglich stammen die „Zwergorangen“ aus Asien, doch sie gedeihen auch hier. Wie du Kumquats pflanzen und essen kannst, erfährst du hier.

Kumquats werden auch Zwergorangen genannt, denn die sie ähneln den herkömmlichen Orangen der Farbe nach sehr. Allerdings sind sie mit maximal fünf Zentimeter Länge deutlich kleiner und eher birnen- bis eiförmig als rund. 

Kumquats wachsen an einem immergrünen Strauch oder kleinen Baum, der bis zu viereinhalb Meter hoch werden kann. Wenn der Strauch in einem Kübel steht, wird er maximal anderthalb Meter hoch. Die Äste können teilweise kleine Dornen aufweisen und tragen im Frühjahr weiße Blüten. Im Jahr kann der Ertrag eines ausgewachsenen Baumes bei mehreren hundert bis mehreren tausend Früchten liegen. Die Früchte sind essbar und haben einen süß-säuerlichen Geschmack. 

Ursprünglich stammt der Kumquat-Baum aus Asien, heute wird er jedoch auch in Amerika, Afrika und in warmen südeuropäischen Lagen angebaut, beispielsweise auf Korfu. 

Aber auch bei dir zuhause kannst du Kumquats anbauen. So kannst du die Früchte genießen, ohne dass sie lange Transportwege hinter sich legen mussten, durch die viele CO2-Emissionen verursacht werden. Allerdings sind Kumquats auch so nicht die ressourcenschonendsten Pflanzen: Sie benötigen im Sommer täglich Wasser und müssen außerdem regelmäßig gedüngt werden. 

Kumquats pflanzen

Kumquats brauchen viel Licht und Wärme.
Kumquats brauchen viel Licht und Wärme.
(Foto: CC0 / Pixabay / HuyNgân)

Kumquats sind exotische Früchte, die aus einem warmen Klima stammen. Dementsprechend sind sie nicht winterhart und lassen sich nicht gut im Freiland anpflanzen. Ein Kübel eignet sich besser, denn so kann der Strauch im Sommer draußen stehen und zum Herbst hin in das Winterquartier ziehen. 

Du kannst Kumquat-Sträucher aus Samen ziehen, jedoch musst du dann einige Jahre auf die ersten Früchte warten. Schneller geht es mit der ersten Ernte, wenn du einen vorgezogenen Strauch im Gartenfachhandel kaufst. Achte darauf, dass der Strauch möglichst aus Europa kommt oder vor Ort im Fachhandel gezogen wurde. So reduzierst du die Transportwege, die der Strauch zurückgelegt hat. 

Standort

Kumquats brauchen Sonne und Wärme. Deswegen solltest du einen hellen Standort auswählen, an dem der Strauch möglichst viel direktes Sonnenlicht abbekommt. Beispielsweise eignen sich Wintergärten, Balkone und Terrassen gut, wenn sie sich an der Südseite des Hauses befinden. Der Kumquat-Strauch sollte in einer windgeschützten Ecke stehen und vor Zugluft geschützt werden. 

Pflanzung

  • Der Kumquat-Strauch gedeiht am besten in sehr nährstoffreicher mit viel Kompost vermischter Erde. Kalkhaltige Erden sind ungeeignet. 
  • Damit die Erde nicht zu kompakt wird, sondern wasserdurchlässig bleibt, solltest du etwas Lauberde oder Torfersatz beimischen. 
  • Dein Pflanzgefäß sollte einen etwa vier Zentimeter größeren Durchmesser haben als das, in dem du den Strauch erworben hast. Das Gefäß sollte über ein Abflussloch verfügen. Lege über das Loch Steine oder Tonscherben aus, damit das Wasser gut abfließen kann.
  • Bedecke die Tonscherben oder Steine mit etwas Erde und setzte dann den Strauch ein. Fülle das Gefäß mit Erde auf und gieße den Strauch gut an. Achte aber darauf, dass sich keine Staunässe bildet.

    Kumquats pflegen und überwintern

    Pflege

    • Gießen: Von Frühling bis Herbst benötigt der Kumquat-Strauch reichlich Wasser. Er darf auch dann schon wieder gegossen werden, wenn die Erde noch etwas feucht ist. Bei großer Hitze braucht er unter Umständen täglich Wasser. Allerdings solltest du Staunässe vermeiden. Am besten eignet sich Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser. 
    • Düngen: In der Wachstumsphase (Mitte April bis Ende August) braucht der Strauch regelmäßig Dünger. Du kannst etwa ein Mal pro Woche etwas mineralischen Dünger in die Erde mischen und ab und zu auch etwas organischen Dünger beifügen. 
    • Umtopfen: Alle zwei bis drei Jahre solltest du den Strauch in einen jeweils etwa vier Zentimeter größeren Topf umpflanzen. Am besten eignet sich zum Umtopfen das Frühjahr, bevor der Strauch erneut austreibt. 

    Überwintern

    • Kumquats mögen zwar keinen Frost, können aber leichte Minusgrade aushalten. Trotzdem sollten sie über den Winter, je nach Region ab Anfang oder Mitte November, ins Haus. Es eignet sich ein heller Ort mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Das wären zum Beispiel helle Garagen, frostfreie Gewächshäuser oder unbeheizte Wintergärten und Flure.
    • Im Winterquartier musst du den Kumquat-Strauch nicht düngen und nur sparsam gießen, wenn die Erde oberflächlich trocken ist. 
    • Die Überwinterung endet gegen Anfang April. Der Übergang nach draußen sollte behutsam erfolgen. Wähle einen bedeckten Tag, um den Strauch wieder rauszustellen, sonst könnte er einen Sonnenbrand bekommen. 

    Kumquats ernten und essen

    Im Inneren haben Kumquats bittere Kerne.
    Im Inneren haben Kumquats bittere Kerne.
    (Foto: CC0 / Pixabay / nicolagiordano)

    Kumquats kannst du einfach vom Strauch pflücken, sobald sie eine schöne goldgelbe bis dunkelorange Farbe bekommen haben.

    Die Früchte haben eine süßliche Schale und saures Fruchtfleisch, deswegen schmecken sie besonders gut, wenn du die Schale auch verzehrst. Um den süßen Geschmack zu intensivieren, kannst du die Kumquat etwas zwischen deinen Fingerspitzen hin und her reiben und leichten Druck auf die Schale ausüben. So setzen sich die Aromastoffe darin besser frei. 

    Den Stielansatz kannst du leicht abziehen oder abschneiden. Im Inneren befinden sich die Kerne der Frucht. Sie haben einen bitteren Geschmack. Wenn du diesen nicht magst, kannst du die Kumquat halbieren und die Kerne entfernen, bevor du die Frucht isst. 

    Die Früchte eignen sich nicht nur zum direkten Genuss, sondern schmecken auch gut, wenn du aus ihnen Marmelade kochst

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