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Diese 6 Bücher zu Nachhaltigkeit und Klima solltest du gelesen haben

Fotos: Kiwi-Verlag, Rowohlt Verlag, S. Fischer Verlag, CC0 Public Domain / Pexels - Lum3n, Screenshots Buch7

Auch in Zeiten von Blockbustern und spannenden Serien zählt Lesen zu unseren liebsten Hobbys. Die Utopia-Redaktion verrät ihre Leseempfehlungen rund um Nachhaltigkeit und Klima(-krise). Psst: Die Bücher eignen sich auch als Geschenk.

Ein gutes Buch fesselt, berührt, informiert oder inspiriert. Bereits Publizist Carl Peter Fröhling wusste: „Ein Leben ohne Bücher ist wie eine Kindheit ohne Märchen, ist wie eine Jugend ohne Liebe, ist wie ein Alter ohne Frieden.“

Passend zur kalten Jahreszeit hat die Utopia-Redaktion für dich die besten Bücher zum Thema Nachhaltigkeit zusammengestellt – inklusive persönlichem Lesefazit.

Bücher über Nachhaltigkeit – für dich oder als Geschenk

Falls du in der Liste keine Neuentdeckungen machst, freuen sich vielleicht deine Eltern, Freund:innen oder Verwandten über einen Buchtipp oder ein Buch als Geschenk. Du kaufst die Werke am besten in deiner lokalen Buchhandlung ums Eck, bestellst sie in fairen Online-Buchshops oder kaufst sie gebraucht online.

Eine schöne Ergänzung fürs Geschenk:

1. „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ von Frank Schätzing

Mit dem Titel seines Buches stellt Autor Frank Schätzing eine berechtigte Frage. Wer sich wundert, dass der Autor des Thrillers „Der Schwarm“ mit einem Sachbuch zur Klimakrise um die Ecke kommt, wird die Zweifel nach den ersten Seiten direkt ablegen. 

„Was, wenn wir einfach die Welt retten“ ist ein Sachbuch, das wie ein Thriller geschrieben ist. (Foto: Kiwi-Verlag)

Das unterhaltsam geschriebene Sachbuch „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ gibt in acht Kapiteln einen Überblick zu dem aktuellen Zustand der Klimakipppunkte, die Gefahren der Klimakrise und auch dazu, was passiert, wenn wir Menschen es nicht schaffen, das Ruder bald herumzureißen. Spannend geschrieben wie ein Thriller, macht Schätzing klar: Wenn wir die Welt nicht retten, droht uns eine düstere Zukunft. 

Doch trotz aller düsteren Zukunftsszenarien zeigt Frank Schätzing humorvoll, unterhaltsam und anhand von Interviews mit Forscher:innen und Wissenschaftler:innen, dass es Möglichkeiten gibt, etwas zu verändern. Eine Fülle von Tipps, wie wir alle „einfach die Welt retten“ können, runden das Buch ab.

Fazit: Zugegebenermaßen muss man bei den Kapiteln manches Mal schlucken. Wenn einem das Ausmaß der Klimakrise bewusst wird, drängt sich die Frage auf: Warum haben wir es überhaupt so weit kommen lassen?

Man wünscht sich beim Lesen beinahe, dass das Werk „nur“ ein spannender Thriller ist und keine realistisch beschriebene Zukunftsvision. Das Beste an dem Buch ist aber: Wer es liest, wird unterhalten, zum Nachdenken und dann zum Handeln angeregt. 

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Mit Bestseller-Autor Frank Schätzing haben wir im Utopia-Podcast über seinen Thriller gesprochen. Er erklärt, warum man den Blick auf mögliche Lösungen werfen sollte, statt über Probleme zu sinnieren. Hör gleich rein in die Folge:

2. „Utopien für Realisten“ von Rutger Bregman

Das Buch „Utopien für Realisten“ von Rutger Bregman erschien erstmals 2019, wir haben die 16. Auflage von Januar 2021 gelesen. Auf den ersten Blick behandelt das Werk weder Klima noch Nachhaltigkeit – doch der Untertitel „Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen“ spricht Themen an, die mit der Klimakrise zusammenhängen.

„Utopien für Realisten“ liefert wertvolle neue Denkanstöße. (Foto: Rowohlt Verlag)

Kapitel für Kapitel entwirft Bregman kühn wirkende Zukunftsperspektiven – und argumentiert so klug und faktenbasiert mit Studien, Zahlen und Grafiken, dass es schwerfällt, nicht an die vorgestellten Konzepte zu glauben. Er legt dar, warum die bisherige Entwicklungshilfe auf einer falschen Annahme basiert und wie wir die Weltwirtschaft umgestalten müssen.

Fazit: Es fällt schwer, das Gelesene nicht nach jeder Seite mit dem:r Partner:in oder einem:r Freund:in diskutieren zu wollen. Zu verblüffend sind die Informationen Bregmans, um sie nur für sich zu aufzusaugen. Ein Buch, das man mehr als einmal lesen kann und sollte.

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3. „Was hat die Mücke je für uns getan“ von Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg

Auch Mücken sind wichtig für die Biodiversität. (Foto: oekom Verlag)

Hätten wir an lauen Sommerabenden nicht eine Sorge weniger, wenn Mücken endlich aussterben würden? Schon möglich, doch im Buch „Was hat die Mücke je für uns getan“ legen die beiden Autorinnen anschaulich dar, dass jede Art im Netzwerk der Natur eine wichtige Rolle spielt.

Sie zeigen: ohne Insekten kein Obst, ohne Mikroorganismen kein Humus, ohne Mücken keine Schokolade. Zerstören wir die biologische Vielfalt, gefährden wir damit unsere eigene Existenz.

Fazit: Das Buch eignet sich gut für den Einstieg in das Thema Biodiversität. Aber auch, wer schon ein wenig Ahnung hat, erfährt durch die konkreten Beispiele spannende neue Dinge.

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4. „Das Klimabuch“ von Greta Thunberg

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat für „Das Klimabuch“ mit führenden Klimaexpert:innen auf der ganzen Welt zusammengearbeitet. Ihr Buch erklärt, wie Klima funktioniert – darin berichten Expert:innen aus ihren jeweiligen Fachgebieten.

Das Klima-Buch: Greta Thunbergs 500-Seiten-Werk macht fassungslos (Foto: S. Fischer Verlag/dpa)

So begreift man beim Lesen zum Beispiel, wie das Zerstören der Natur durch den Menschen mit dem Entstehen von Pandemien zusammenhängt.

Von der Masse an Fakten, die Thunberg für das 500 Seiten dicke Buch zusammen getragen hat, sollte man sich nicht verunsichern lassen. Laut der Schwedin handle es sich um „die größte Geschichte der Welt“, die überall erzählt werden müsse. Die Autorin schließt ihr umfassendes und fundiertes Buch mit konkreten Handlungsvorschlägen ab.

Fazit: Zu Beginn des Buches muss man sich das Wissen über Klima und den Klimawandel erarbeiten und Fachbegriffe und Diagramme studieren. Doch das lohnt sich, denn so erkennt man, welche Maßnahmen jetzt gegen die Klimakrise ergriffen werden müssen – und welche nichts bringen.

Das Klimabuch ist bestimmt kein Buch, das man „nebenbei“ lesen kann, aber ein sehr wertvolles Nachschlagewerk.

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5. „2084“ von James Lawrence Powell

Jetzt wird es zunächst weniger hoffnungsvoll: James Lawrence Powell zeichnet in seiner Dystopie „2084, Eine Zeitreise durch den Klimawandel“ ein finsteres Bild unserer Zukunft auf der Erde. Der Protagonist des Buches führt Interviews mit Menschen auf der ganzen Welt und führt die Leser:innen damit durch eine Zeitreise des Klimawandels. Er lässt die Interviewten unter anderem von den Alpen ohne Schnee, einem überfluteten New York City und Kriegen mehrerer Nationen um Wasser berichten.

2084 ist eine Dystopie über den Klimawandel (Foto: Quadriga Verlag)

So unheilvoll die weltweiten Berichte auch klingen, sie wirken nicht unrealistisch – sondern im Gegenteil sehr real. Wissenschaftler und Autor Powell führt anschaulich durch die eindrucksvollen Schauplätze der Klimakrise.

Fazit: So beeindruckend die Schilderungen aus der Schweiz, Australien und Co. auch sind, beim Lesen fällt es zuweilen schwer, nicht zu verzweifeln. Zu realistisch werden die verheerenden Folgen des Klimawandels beschrieben. Doch der Autor lässt einen damit nicht alleine, sondern schließt das Buch mit einem möglichen Ausweg ab. Dass Atomkraft dabei eine tragende Rolle spielt, sehen wir kritisch.

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Auch interessant: Buchtipps für Weihnachten: Kinderbücher rund um Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit

6. „Das Jahr des Dugong“ von John Ironmonger

Im „Das Jahr des Dugong“ muss sich der Protagonist vor Gericht verantworten. (Foto: S. Fischer Verlag)

„Das Jahr des Dugong“ ist ein nicht-ganz-dystopischer Roman, der die Frage aufwirft, wie viel Schuld jede:r Einzelne an der Klimakatastrophe hat. Kein bisschen belehrend, sondern auf sehr menschliche Art und Weise führt uns die Geschichte des Protagonisten Toby durch einen Gerichtsprozess, der so nur in einer Gesellschaft stattfinden kann, die die Klimakrise überlebt und aus ihr gelernt hat.

Fazit: Das Schöne an dem Buch ist, dass diese Climate-Fiction ohne viel High Tech und Weltuntergangsszenarien auskommt, sondern sich dem Thema überraschend realistisch nähert. Zudem gibt es keine „guten“ und „bösen“ Charaktere – auch wenn es zuerst so aussehen mag. Alle Romanfiguren sind sehr menschlich mit ihren Stärken und Schwächen beschrieben.

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