Löwenzahn mit Hausmitteln entfernen: die besten Tipps

Foto: CCO / Pixabay / Beeki

Löwenzahn ist hartnäckig, verbreitet sich schnell und wächst, wo es will. Wenn du ihn aus Garten oder Beeten entfernen willst, solltest du ein paar grundlegende Dinge beachten. Denn der Löwenzahn hat durchaus viel Gutes.

Das beste Hausmittel gegen Löwenzahn: Essen statt bekämpfen

Löwenzahn lässt sich schwer entfernen
Löwenzahn lässt sich schwer entfernen
(Foto: CCO / Pixabay / Beeki)

Kinder lieben Pusteblumen und auch in der Küche wird Löwenzahn geschätzt: Aus den Blättern kann Salat gemacht werden und aus den Blüten Sirup. Selbst gegen Rheuma soll Löwenzahn helfen. Insofern gibt es viele gute Gründe, ihn nicht zu bekämpfen, sondern stattdessen sinnvoll zu verwerten. Ein paar Anregungen zur Weiterverwertung von Löwenzahn als Kaffee und Tee über Pesto bis hin zu Seife, findest du hier.

Im Garten und insbesondere in Beeten wollen ihnen einige trotzdem gerne los werden. Viele Hobbygärtner greifen zu einer Sole als Salz und Wasser, oder einfach nur zu Essig, um Löwenzahn zu entfernen. Diese Hausmittel sind zwar einfach, schaden aber dem Boden, anderen Pflanzen und dem Grundwasser. Wir raten demnach von der Verwendung ab.

Tipps, um Löwenzahn zu entfernen

  • Damit sich der Löwenzahn nicht weiter ausbreitet, muss die Samenbildung verhindert werden. Dafür schneidest du die Blütenköpfe ab, sobald sie am verblühen sind. So bleibt der Samenflug aus.
  • Um Löwenzahn dauerhaft loszuwerden, musst du die gesamte Pflanze, also auch die Wurzel entfernen. Und die kann bis zu einem Meter lang werden. Das geht am besten mit Unkrautstechern aus dem Gartencenter (oder online bei **Amazon). Nur per Hand gelingt es nicht, die gesamte Wurzel herauszuziehen. Die Pflanze wächst immer wieder nach.
  • Hast du den Löwenzahn erfolgreich entfernt, solltest du ihn nicht auf den heimischen Komposthaufen werfen. Der Wind verteilt sonst die Blütensamen wieder in deinem Garten. Den Gartenabfall kannst du bei vielen Abfallwirtschaftsbetrieben entsorgen. 
  • Häufig wird auch empfohlen, die obere Erdschicht aufwändig abzutragen und diese gesiebt mit frischen Mutterboden aufzubessern. Andere Stimmen sagen, dies bewirke das komplette Gegenteil, da die freigelegten Samen so neue Lichtimpulse erhalten und dadurch erst recht zum Keimen angeregt werden.

Am Ende ist es wie immer: Die Natur lebt in all ihrer Vielfalt – das gilt auch für den Löwenzahn. Anstatt ihn zu verbannen, solltest du dich also besser mit ihm arrangieren. Darüber freuen sich auch bedrohte Nützlinge wie Bienen.

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(6) Kommentare

  1. Löwenzahn ergibt übrigens einen wohlschmeckenden Tee. Stiele und Wurzeln kleinschneiden, trocknen und dann als Tee aufbrühen. Schmeckt ganz leicht bitter und ist wohltuend für den Magen.

    Dafür natürlich nur Pflanzen nehmen, die nicht direkt an Schadstoffquellen gewachsen sind.

  2. Ich war bereits beim Vorgänger-Artikel über Unkrautbeseitigung schwer irritiert, aber dieser hier haut ja dem Fass den Boden aus.

    1. „Um Löwenzahn dauerhaft loszuwerden“… Löwenzahn kann man auf einem Standort, der ihm zusagt, nicht dauerhaft los werden. Dazu müßte man den Garten zubetonieren und wer kennt nicht die Bilder, wo sich Löwenzahn durch Asphalt arbeitet?

    2. Löwenzahn ist eine für Tiere und Menschen gleichermaßen nützliche Pflanze, warum sollte man ihn los werden wollen?

    3. Behandlung mit Essig auf befestigten Wegen kostet 50000€.
    Wenn dieser „Geheimtipp“ neben einem Bild von Löwenzahn im Pflaster erscheint, dann ist das Fahrlässig, vor allem, weil ja beim Vorgänger-Post mehrfach darauf hin gewiesen wurde.
    Auf unbehandelten Flächen, z.B. Rasen, wo er ja üblicherweise stört, erzeugt man eine Fläche, die aussieht, wie Pockenkrankheit, wenn man Essig in einer Dosis anwendet, die eine Löwenzahnwurzel tötet.

    4. Der Vorschlag „Abtrag des Mutterbodens zur Löwenzahnbeseitigung“ schlägt dem Fass den Boden aus, vor allem in der Formulierung „etwas aufwändiger“.
    Erstens ist die Methode riesig aufwändig und zweitens bedankt sich der Löwenzahn, dessen Samen bekanntlich überall im Boden sind, für diese Bodenbearbeitung, weil jeder Lichtimpuls einen neuen Keimling nach sich zieht.

    Wer den Artikel geschrieben hat, sollte mit Löwenzahnwurzelstechen nicht unter 10 Hektar bestraft werden.
    Aber eigentlich ist mir nicht zum Scherzen…mir ist nur zum Heulen, wenn auf einer solchen Plattform solche Tipps kommen, statt Tipps zur Gestaltung eines lebendigen Gartens, der nicht nur die Menschen erfreut + nutzt, sondern auch Insekten und Vögel.

  3. Liebe MariaL,

    es ist vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt, aber wir empfehlen Salz und Essig ausdrücklich nicht und schreiben, dass diese Geheimtipps von vielen Hobbygärtnern (das ist nun mal leider die Realität) dem Boden, den Pflanzen und dem Grundwasser schaden. Deshalb möchten wir andere Möglichkeiten aufzeigen.

    Im Artikel steht, dass eine Möglichkeit wäre, die oberste Erdschicht abzutragen und zu sieben. Das ist ein Tipp, den wir in verschiedenen Quellen wiederfinden konnten. Wir denken, das ist immer noch eine bessere Lösung, als den Boden mit Salz oder Essig zu behandeln.

    Liebe Grüße
    Ines

  4. Ja, gut, daß jetzt vor Essig + Salz gewarnt wird.
    Das war ja neulich (im anderen Post) noch anders.

    Das mit dem Abtrag des Mutterbodens ist aus gärtnerischer Sicht der reine Wahnsinn.
    Das zerstört jegliches Bodenleben, kostet viel Zeit und Geld und bringt gar nichts.
    Was soll Sieben bringen? Die Samen sind ja recht fein.
    Und die Samen, die im Boden sind, bekommen beim Durchsieben einen Lichtimpuls und werden dadurch zum Keimen angeregt.

    Also aus fachlicher Sicht ein echter Schuss nach hinten…;-)

    Ich weiß nicht, in welchen Quellen ihr das gefunden habt.
    Sicher nicht in einer über nachhaltiges Gärtnern…

    Meine Hauptkritik am Artikel zielt aber darauf, daß kein Garten nachhaltig bewirtschaftet werden kann, wenn man darauf besteht, daß er „frei von“ etwa sein soll, was von Natur aus auf dem Standort wachsen will…

    Es gibt im Netz zahlreiche Quellen, wo beschrieben wird, wie man sich nachhaltig mit solchen Pflanzen arrangiert und warum es sinnvoll ist, sich zu arrangieren, als sie entfernen zu wollen.
    Das wäre eine Info, die zur Plattform passt.

  5. Nun hat der Artikel doch noch sein Gutes:
    Er hat mich animiert, etwas zu tun, was ich schon lange mal machen wollte:
    Einen Blog zu schreiben zum Thema:
    „Was macht man gegen Löwenzahn? Essen!“
    Zum Glück sind es noch ein paar mehr Nutzungs-Möglichkeiten, z.B. Färben, Kautschuk-Ersatz, Heilsalben und viele andere.
    http://www.gartenstauden.de/garten-blog/was-machst-du-gegen-loewenzahn-essen

    Also lieber Löwenzahn kreativ nutzen, statt entfernen.
    Dann kann es sein, daß er von ganz alleine immer weinger wird.
    So wie beim mir die Brennnessel, die ich als Spinat und die Samen als Knabberei verwende, aber auch zum Mulchen und für düngende Brennnesseljauche und natürlich in manchen Ecken einfach stehen lasse, als Raupenfutter.

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