Mischhaut: Richtig pflegen und reinigen

Foto: CC0/pixabay/Free-Photos

Mischhaut stellt gleichzeitig Ansprüche von zwei Hauttypen. Deshalb benötigt sie eine besondere Pflege. Worauf du beim Reinigen und Cremen achten musst, erfährst du hier.

Mischhaut vereint zwei, teilweise sehr gegensätzliche Hauttypen

  1. Fettige Haut, die Gesichtsmitte glänzt schnell fettig und neigt zu Unreinheiten.
  2. Trockene Haut, an den Wangen ist die Haut trocken und oft rau oder gerötet.

In der T-Zone von Stirn, Nase und Kinn produzieren die Talgdrüsen zu viel Hauttalg. Dadurch ist diese Partie eher fettig und hat vergrößerte Poren, so dass Mitesser und Pickel entstehen können. Trotzdem hat die Haut grundsätzlich zu wenig Feuchtigkeit. Das merkst du vor allem an den Wangen. Du hast das Gefühl, dass die Haut dort trocken ist und spannt.

Die Haut verändert sich mit zunehmendem Alter. Vor allem Teenager und junge Erwachsene haben oft fettige und trockene Haut und müssen sie richtig pflegen. Später normalisiert sich die Talgproduktion langsam und das Problem mit den Pickeln verschwindet von selbst. Im Alter kann eine Mischhaut dann empfindlich und eher trocken sein.

Die eigentlichen Hautprobleme einer Mischhaut sind:

  • Es fehlt ihr Feuchtigkeit.
  • Um die Nase herum können Pickel entstehen und sie glänzt.

Wichtig ist daher die gründliche Reinigung deiner Haut und danach eine Pflege mit einer leichten Feuchtigkeitscreme. Du brauchst also nicht aufwendig mit zwei verschiedenen Pflegeserien hantieren.

Mischhaut: So reinigst du sie richtig

Mischhaut braucht nicht viele Cremetöpfe.
Mischhaut braucht nicht viele Cremetöpfe.
(Foto: CC0/pixabay/HeikeFrohnhoff)

Gegen den fettigen Glanz in der Gesichtsmitte hilft dir, sie täglich morgens und abends gründlich zu reinigen. Dadurch wäschst du den Hauttalg ab, den die Talgdrüsen zu viel produzieren und beugst so Unreinheiten vor.

  • Reinigung: Verwende eine milde Reinigungslotion, die entzündungshemmende Kräuterwirkstoffe, wie Kamille enthält, aber dabei die Haut nicht entfettet. Seife fürs Gesicht sollte mild sein und pflanzliche Öle enthalten, wie Arganöl oder Jojobaöl. Die Öle pflegen die empfindliche Wangenpartie. Stiftung Warentest rät von aggressiven Reinigungslotionen oder Gesichtswassern mit Alkohol ab. Sie entfetten die Haut zu stark und du kannst genau das Gegenteil bewirken – die Talgdrüsen bilden noch mehr Hauttalg.
  • Gesichtswasser: Es stellt den natürlichen Säureschutz der Haut wieder her, den du abgewaschen hast. Das Gesichtswasser sollte also einen leicht sauren pH-Wert haben und antibakteriell sein.
  • Ein Mal in der Woche entfernst du mit einem Peeling verhornte Hautzellen. Diese können die Talgdrüsen verstopfen und so zu Mitessern und Pickeln führen. Trage das Peeling nur in der Gesichtsmitte auf. Verwende Peelings mit kleinen Schleifpartikeln wie Mandelkleie, sie sind schonender zur Haut. Ein Enzympeeling ist noch sanfter. Es löst die Hautschüppchen, ohne dass du rubbeln musst.

Hat sich dann doch ein Pickel gebildet, behandle die Entzündung punktuell mit einer antibakteriellen Lotion. Tupfe zum Beispiel etwas Teebaumöl auf die entzündete Hautstelle.

Mischhaut – mit der richtigen Creme kein Problem

Aloe Vera versorgt Mischhaut mit Feuchtigkeit.
Aloe Vera versorgt Mischhaut mit Feuchtigkeit.
(Foto: CC0/pixabay/photosforyou)

Mischhaut pflegst du mit einer leichten Feuchtigkeitscreme. Die Creme sollte dabei wenig Fette enthalten. Dadurch nimmst du das Spannungsgefühl an den Wangen, belastest aber nicht die T-Zone durch extra Fett.

Speziell für Mischhaut gibt es eine Auswahl von Feuchtigkeitscremes und auch Reinigungsprodukten, die besonders auf die problematischen Bedürfnisse der Haut abgestimmt sind. Bei Marken von Naturkosmetikherstellern wirst du bestimmt fündig. Marken mit den Bio-Sigeln, wie Nature und BDIH stehen dafür, dass nur natürliche Wirkstoffe ohne belastende Chemie in den Produkten verarbeitet sind.

Als zusätzliche Pflege für deine Mischhaut kannst du eine Feuchtigkeitsöl Packung auftragen:

  1. Trage ein Feuchtigkeitsgel, beispielsweise ein natürliches Aloe Vera Gel, auf. Tipp: Die Pflanze kannst du im Blumentopf anpflanzen und hast immer frisches Gel zur Hand.
  2. Über das Gel verteilst du ein Pflegeöl, wie Jojobaöl.
  3. Lass beides 20 Minuten einziehen und massiere die Reste in die Haut ein.

Keine Sorge nicht jedes Öl hinterlässt einen Fettfilm, es gibt Öle die schnell einziehen und der Haut Feuchtigkeit spenden. Die Apotheken Umschau empfiehlt Jojobaöl. Dadurch sollen kleinere Entzündungen schneller durch das antioxidantive Vitamin E abheilen.

Mischhaut ist in der Regel eine empfindliche Haut und stellt im Sommer andere Ansprüche an die Pflege als im Winter.

  • Denke im Sommer an einen Sonnenschutz mit einem für deinen Hauttyp passenden Lichtschutzfaktor. Die schädlichen UV-Strahlen können die empfindliche Wangenhaut noch weiter austrocknen. Trage nach dem Sonnenbad eine Feuchtigkeitslotion mit Vitamin C auf. Sie hilft der Haut sich zu regenerieren. 
  • Im Winter setzen die kalte Witterung und Heizungsluft ebenfalls deinen, eher trockenen Hautpartien zu. Trage vorsorglich eine etwas fetthaltigere Creme oder das Jojobaöl auf. Damit beugst du dem Spannungsgefühl vor.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.