Muskelschmerzen an Beinen und Oberschenkeln: Diese Hausmittel helfen

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Muskelschmerzen an Beinen und Oberschenkeln können verschiedene Ursachen haben. Diese Hausmittel helfen dir dabei, wieder entspannt durch den Tag zu kommen.

Muskelschmerzen an Beinen und Oberschenkeln: Die Ursachen

Muskeln an den Beinen und den Oberschenkeln können aus verschiedenen Gründen schmerzen:

  • Überlastung: Ob nach zu heftiger Gartenarbeit, Möbelschleppen oder einem sehr intensivem Training – eine zu hohe oder neue Beanspruchung gezielter Muskelgruppen kann Muskelkater verursachen. 
  • Kleine Muskelfaserrisse: Wer sich vor dem Sport nicht genügend aufwärmt oder dehnt, wer eine neue Sportart ausprobiert oder es nach langen Phasen des Faulenzens übertreibt, wird oft unter kleinen Rissen in den Muskelfasern leiden. Meist treten die Schmerzen jedoch nicht sofort auf, sondern erst nach einem oder zwei Tagen, weshalb viele angehende Sportler die Muskeln oft ungewollt weiter überlasten.
  • Magnesiummangel: Manche Menschen leiden aber auch unter regelmäßigen Krämpfen in den Beinen (vor allem in den Waden). Dies liegt meist an Magnesiummangel. Das lebenswichtige Mineral wird oft zu wenig durch unsere Ernährung aufgenommen. Das liegt unter anderem auch daran, dass es in recht geringen Mengen in alltäglicher Nahrung vorkommt.

Folgende Tipps können helfen, Muskelschmerzen an Beinen und Oberschenkeln zu lindern:

1. Leichte Bewegung gegen Muskelschmerzen in den Beinen

Langsame Spaziergänge aktivieren die Heilung.
Langsame Spaziergänge aktivieren die Heilung.
(Foto: CC0 / Pixabay / MabelAmber)

Lange Zeit hieß es, Kühlen und Ruhighalten seien die besten Erste-Hilfe-Methoden bei Muskelschmerzen an Beinen und Oberschenkeln. Aktuelle Studien besagen jedoch, dass dies je nach Fall sogar schädlich sein könnte: Laut dem Sportarzt Dr. Gabe Mirkin verzögert die Kühlung den Heilungsprozess, hemmt die heilungsfördernde Durchblutung und kann Muskelzellen möglicherweise sogar abtöten.

Besser sind:

  • Leichte Bewegung
  • Kompressen
  • Zwischendurch die Beine hochlegen

Mache langsame Spaziergänge oder gehe ein paar Minuten im Zimmer auf und ab. So werden die Muskeln angeregt, sich selbst zu reparieren. Wenn du dann wieder sitzt, lege die Beine hoch, um sie zu entlasten.

Höre jedoch auf deinen Körper!

Wenn der Schmerz zu stark ist, verschaffen absolute Ruhe und Kühlung schnelle Abhilfe. Lege ein Kühlkissen oder Eiswürfel so lange es dir gut tut, aber maximal 10 Minuten, auf die betroffene Stelle. Pausiere danach für mindestens 20 Minuten. Denk daran, das Kühlkissen oder die Eiswürfel nicht direkt auf die Haut zu legen, sondern sie in ein Tuch einzuschlagen.

2. Wärme löst Muskelverspannungen an den Beinen

Saunagänge: Wärmezufuhr in ihrer enspanntesten Form.
Saunagänge: Wärmezufuhr in ihrer enspanntesten Form.
(Foto: CC0 / Pixabay / Zerocool)

Schmerzen deine Beine, weil du Muskelverspannungen hast, hilft Wärme sehr gut. Sie wirkt entspannend auf den Muskel und regt die Durchblutung an.

  • Am wirksamsten ist dabei ein heilsames Bad. Badesalze mit Magnesium oder Badezusätze mit Eukalyptusöl oder Lavendelöl fördern hierbei die Muskelentspannung.
  • Du kannst auch einfach eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen einsetzen und dies auf die schmerzende Stelle legen (hübsche und nachhaltige Varianten findest du auf **Avocadostore und **Memolife)
  • Rotlichtlampen verbreiten eine sanfte Wärme. Sie können sehr gut konstant und gezielt auf den schmerzenden Bereich gehalten werden.
  • Auch die Wärme eines Saunagangs kann dir bei Muskelschmerzen helfen. Das entspannt nicht nur deine Muskeln, sondern stärkt auch dein Immunsystem.

3. Nüsse & Schokolade gegen Magnesiummangel

Gesundheit kann auch lecker sein.
Gesundheit kann auch lecker sein.
(Foto: CC0 / Pixabay / AlexanderStein)

Magnesiummangel ist ein häufiger Auslöser für Muskelkrämpfe. Ein zu geringer Magnesiumgehalt im Körper verursacht, dass zu viel Calcium ins Innere der Muskelzelle vordringt und die Nerven dort überstimuliert. Das kannst du vermeiden, indem du regelmäßig magnesiumhaltige Lebensmittel isst.

Wenn du regelmäßig unter Wadenkrämpfen leidest, gönne dir ruhig öfter eine handvoll dieser Leckereien:

4. Sanfte Massagen mit essentiellen Ölen entspannen die Muskeln

Essentielle Kräuter-Öle sind die Hausmittel schlechthin!
Essentielle Kräuter-Öle sind die Hausmittel schlechthin!
(Foto: CC0 / Pixabay / guvo59)

Lass dich von deinem Freund oder deiner Freundin sanft an der Stelle massieren oder massiere dich selbst! Verwende dabei ätherische Öle mit Kräutern wie z.B. Lavendel, Melisse, Eukalyptus oder Rosmarin. Sie wirken durchblutungsfördernd, entspannend und nehmen direkten Einfluss auf die Schmerzrezeptoren in den Muskeln.

Die Reibung der Hände am Bein erzeugt Wärme an der schmerzenden Stelle, regt so die Durchblutung noch weiter an und lässt die Wirkstoffe aus den Ölen besser einziehen und ihre Wirkung entfalten. Doch Vorsicht, zu festes Drücken kann den Muskelrissen sogar schaden!

5. Cayennepfeffer wärmt die Beinmuskeln

Mit  Schärfe gegen die Entzündung.
Mit Schärfe gegen die Entzündung.
(Foto: CC0 / Pixabay / babawawa)

Der Wirkstoff Capsaicin verursacht das „Brennen“ in scharfer Paprika. Er ist dafür bekannt, bei Athritis, Gelenk- und generellem Muskelschmerz entzündungshemmend und schmerzlindernd zu wirken. Du kannst zu Hause ganz einfach eine Wärmesalbe aus Cayennepfeffer selbst herstellen, die du auf die schmerzende Stelle auftragen kannst.

Hier zeigen wir dir, wie sie gemacht wird:

6. Wasser trinken nicht vergessen!

Wertvolles H2O beugt Muskelkater vor.
Wertvolles H2O beugt Muskelkater vor.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Das lebenswichtige H2O hilft dabei, zu starkem Muskelkater vorzubeugen. Proteinsynthese in den Muskeln ist für die Heilung kleiner Risse verantwortlich – dafür benötigen diese jedoch Wasser. Ein Wassermangel kann ein Grund dafür sein, dass sich dieser Prozess verzögert und die Muskeln langsamer heilen. Das verursacht die unerwünschten Schmerzen. Im schlimmsten Fall kann es sogar dazu führen, dass der Körper versucht, sich das Wasser aus den Muskelzellen zu holen und diese abbaut.

Deshalb: 

  • Trinke während des Trainings und nach dem Training ausreichend Wasser.
  • Nimm immer eine gut gefüllte Wasserflasche mit zum Sport! (preiswerte und nachhaltige Design-Flaschen erhältlich über **Avocadostore)

7. Muskelschmerzen vorbeugen: Regelmäßige Bewegung

Bewegung im Freien fördert nicht bloß den Muskelaufbau, sondern das ganze Immunsystem.
Bewegung im Freien fördert nicht bloß den Muskelaufbau, sondern das ganze Immunsystem.
(Foto: CC0 / Pixabay / sasint)

Wer unter Muskelschmerz leidet, ist häufig schnell überlastet. Deshalb: Regelmäßige Bewegung mit einer ordentlichen Aufwärmphase hilft dabei, den Muskel zu trainieren und ihn an stärkere Belastung zu gewöhnen. Er wird strapazierfähiger und heilt auch schneller.

Das heißt nicht, dass du ab sofort für einen Marathon trainieren sollst. Jeder Schritt zählt! Ob tägliche Spaziergänge mit dem Hund, Gartenarbeit, Wandern mit der Familie oder Spaß im Tanzverein. Such dir eine – oder mehrere – Arten der Bewegung, die DIR Freude bereiten und die du somit auch durchzieht! So beugst du ständiger Überanstrengung vor und der Muskel heilt auch nach einem intensiveren Training schneller.

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