Ökostrom: 7 Anbieter, mit denen du nichts falsch machst

Ökostrom Ökostromtarife Ökostromanbieter

Im Home-Office des ‚Lockdown Light‘ verbrauchen wir zuhause mehr Strom denn je. Ein Grund mehr, zu Ökostrom zu wechseln. Das ist gut fürs Klima und leichter denn je. Utopia nennt dir Anbieter, mit denen du nichts falsch machst.

Die Zahl der Ökostrom-Erzeuger wächst, die Auswahl wird schwieriger, denn nicht alle meinen es ernst. Deshalb empfehlen wir an dieser Stelle eine reduzierte Zahl von 7 Anbietern, die möglichst viele der folgenden Kriterien erfüllen:

  1. Der Strom kommt zu 100% aus erneuerbaren Energien.
  2. Der Anbieter ist unabhängig von den vier großen Kohle- und Atomkonzernen, bietet nur Ökostrom (also keinen konventionellen Stromtarif) an und ist auch keine Tochtergesellschaft o.ä. eines Anbieters mit konventionellen Stromtarifen.
  3. Der Stromanbieter ist in den „EcoTopTen“ gelistet, fördert aktiv und schon länger den Ausbau erneuerbarer Energien – und weist dies mindestens mit den Siegeln „ok-power“ oder „Grüner Strom“ nach.
  4. Der Stromanbieter besitzt das Anbieterlabel „ok-power plus“ und/oder dieser Ökostrom wird auch von namhaften anderen Organisationen empfohlen.

Ökostrom: Diese 7 Anbieter empfehlen wir

Folgende Tarife empfehlen wir besonders. Die Liste ist sortiert nach Leser-Bewertung. Details zeigt ein Klick auf Anbieterlogo oder Anbieternamen.** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.
  1. Ökostrom Bürgerwerke
    Bürgerwerke (© Bürgerwerke)

    Ökostrom von

    Bürgerwerke

    5,0

    von 159 Bewertungen

    Utopia Empfehlung

    Die Bürgerwerke sind ein Zusammenschluss von über 90 lokalen Energiegenossenschaften und mehr als 15.000 Menschen, die gemeinsam die Energiewende von unten voranbringen. In diesem Verbund versorgen sie bundesweit Menschen mit 100 % Ökostrom aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft.

    • zu 100% im Eigentum von Energiegenossenschaften
    • Transparenz bei der Stromherkunft durch die Veröffentlichung der Strom-Erzeuger
    • 100% Ökostrom aus deutschen Erneuerbare-Energien-Anlagen
    • kein Einsatz von tierischen Produkten
    Wechseln zu**: Die Bürgerwerke
  2. Ökostrom EWS Schönau
    EWS Schönau (© EWS Schönau)

    Ökostrom von

    EWS Schönau

    5,0

    von 133 Bewertungen

    Utopia Empfehlung

    EWS Schönau ist eine Bürgerinitiative, die die Idee einer bürgereigenen und ökologischen Energieversorgung trägt. Der Ökostrom stammt zu 100  % aus erneuerbaren Energien von unabhängigen Anlagen, an denen keine Atom- oder Kohlekonzerne direkt oder indirekt beteiligt sind. EWS Schönau fördert Energie-Genossenschaften, Energiewende-Aktivitäten von Umweltverbänden und vieles mehr.

    • 2.600 bürgereigene Rebellenkraftwerke durch Förderung ermöglicht
    • mindestens 70 % der Ökostrom kommt aus Neuanlagen
    • alle Tarife enthalten den „Sonnencent“ zur Förderung ökologischer Projekte
    • fördert Projekte in wirtschaftlich benachteiligten Regionen
  3. Ökostromanbieter Greenpeace Energy Ökostrom
    Greenpeace Energy (Logo: Greenpeace Energy)

    Ökostrom von

    Greenpeace Energy

    4,9

    von 92 Bewertungen

    Utopia Empfehlung

    Greenpeace Energy fördert den Bau neuer Ökostrom-Kraftwerke, investiert in ökologische Versorgungskonzepte und setzt sich politisch für die Energiewende ein. Siegel wie ok-power-plus, ok-power und TÜV Nord, politisches Engagement und die vertragliche Verpflichtung, die Greenpeace-e.V.-Qualitätskriterien einzuhalten, machen den Anbieter empfehlenswert.

    • 100 % Erneuerbare Energien (vorwiegend Wasser- und Windkraft, etwas Photovoltaik)
    • ökologischer Mehrwert durch Siegel ok-power-plus belegt
    • Empfehlungen: Utopia-Empfehlung; EcoTopTen 2020; Robin Wood 2020
    • Energiegenossenschaft; Greenpeace-Kriterien; keine konventionellen Stromangebote, viele Spezialtarife
    Wechseln zu**: Greenpeace Energy Alle Tarife, Tarif Solarstrom plus, Tarif Ökostrom aktiv, Tarif Mobilstrom, Tarif Wärmestrom
  4. Ökostrom Mann Strom
    MANN Strom (© Mann Strom)

    Ökostrom von

    MANN Strom

    5,0

    von 15 Bewertungen

    Utopia Empfehlung

    MANN Strom stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen, wobei großer Wert auf regionale Erzeugung gelegt wird. MANN Energie fördert verschiedene Anlagen, wie das Pflanzenöl BHKW, die Photovoltaikanlage mit intelligentem Batteriespeichersystem oder die Freiflächen-Solaranlage in Langenbach.

    • Ökostrom aus Wasserkraftwerken und regionalen Erzeugungsanlagen
    • „MANN Cent“-Tarif zur Förderung und zum Ausbau regenerativer Energiequellen
    • empfohlen von der Umweltorganisation Robin Wood
    • unterstützt soziale Projekte und Organisationen
    Wechseln zu**: MANN Strom
  5. Ökostrom Naturstrom
    Naturstrom (© Naturstrom)

    Ökostrom von

    Naturstrom

    4,8

    von 209 Bewertungen

    Utopia Empfehlung

    Die Naturstrom AG gilt als der bundesweit erste Ökostrom-Anbieter, der von Kohle- und Atomindustrie unabhängig ist. Private Haushalte werden zu 100 % mit Strom aus heimischen Quellen beliefert.

    • 100 % Ökostrom aus deutscher Wasser- und Windkraft
    • Empfohlen von BUND und NABU
    • 1 Cent für jede gelieferte kWh gehen in den Ausbau erneuerbarer Energien
    • Über 300 Öko-Kraftwerke errichtet oder gefördert
    Wechseln zu**: Naturstrom
  6. Polarstern
    Polarstern Energie (Logo: Polarstern)

    Ökostrom von

    Polarstern Energie

    4,9

    von 102 Bewertungen

    Utopia Empfehlung

    Polarstern verkauft Ökostrom aus 100 % Wasserkraft, aber auch Ökogas ohne Erdgas-Beimischung und andere Energieprodukte. Es ist der erste Gemeinwohl-bilanzierende Energieversorger Deutschlands. Siegel wie Grüner Strom machen den Anbieter empfehlenswert.

    • 100 % Erneuerbare Energien (100 % Wasserkraft)
    • ökologischer Mehrwert durch Grüner-Strom-Siegel belegt
    • Empfehlungen: Utopia-Empfehlung; EcoTopTen 2020; Robin Wood 2020
    • GWÖ-bilanzierender Energieversorger; keine konventionellen Stromangebote, viele Spezialtarife
    Wechseln zu**: Polarstern
  7. Prokon Strom Ökostrom
    Prokon Strom (Logo © Prokon Regenerative Energien eG)

    Ökostrom von

    Prokon Strom

    von Prokon

    4,9

    von 22 Bewertungen

    Utopia Empfehlung

    Prokon ist mit 39.000 Mitgliedern Deutschlands größte Energiegenossenschaft. Der Ökostom von Prokon stammt überwiegend aus Windkraftanlagen in Deutschland. Siegel wie ok-power-plus, ok-power, TÜV Nord und die Eigenverpflichtung zum Ausbau Erneuerbarer Energien machen den Anbieter empfehlenswert.

    • 100 % Erneuerbare Energien (überwiegend Wind, auch Photovoltaik)
    • ökologischer Mehrwert durch Siegel ok-power/ok-power-plus belegt
    • Empfehlungen: Utopia-Empfehlung; EcoTopTen 2020
    • Energiegenossenschaft; erzeugt mehr Ökostrom, als Kund:innen verbrauchen; keine konventionellen Stromangebote
    Wechseln zu**: Prokon Ökostrom-Rechner

Ökostrom: Fragen und Antworten

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen und Antworten zu Ökostrom. Wenn dir eine Frage fehlt, stell sie doch in den Kommentaren.

Wie teuer ist Ökostrom?

Ökostrom ist nicht teurer als normaler Strom, bei einem Wechsel kannst du sogar sparen. Es hängt auch von der Marke und vom Standort ab: Einige Anbieter liefern bundesweit zum gleichen Preis, bei anderen ist der Preis je nach Postleitzahl unterschiedlich.

Vorschlag: Wenn der Preis für dich sehr wichtig ist, probiere einfach unseren Utopia-Stromvergleich aus, der dir für deine Postleitzahl anzeigt, wie teuer Ökostrom bei verschiedenen Anbietern wäre.

Ökostromtarife finden

Welcher Ökostrom ist wirklich öko?

Prinzipiell ist erstmal jeder Ökostrom wirklich öko, das heisst, er wurde mit Hilfe Erneuerbarer Energien erzeugt. Dennoch gibt es starke Unterschiede. Vor allem Ökostrom mit Gütesiegeln wie „Grüner Strom“ oder „ok power“ trägt nachweislich dazu bei, die überkommene Stromerzeugung aus Kohle und Atom zu verdrängen. Dann ist er wirklich öko.

Es geht leider auch anders, nämlich über RECS (Renewable Energy Certificate Systems). Damit ist folgendes möglich: Ein Wasserwerk in Norwegen produziert tatsächlichen Grünstrom, ein Kohlekraftwerk in Deutschland Braunstrom. Mit Hilfe von Zertifikaten wird der deutsche Strom zu Grünstrom umdeklariert, der norwegische zu Braunstrom.

Global gesehen ist auch damit der Umwelt geholfen! Lokal gesehen bleibt es dann eben bei Atom- und Kohlekraftwerken in Deutschland und die Energiewende stockt. Wichtig aber: RECS und Strom aus Herkunftsnachweisen (HKN) sind nicht per se schlecht, sie können nur nicht als Beleg für einen ökologischen Mehrwert dienen, wie ihn eben vertrauenswürdige Siegel belegen.

Was ist der beste Ökostromanbieter?

Die Frage ist eher: Was ist der für dich beste Stromanbieter? Die Liste oben nennt empfehlenswerte Anbieter, wobei unter anderen Empfehlungen von EcoTopTen, Nabu und Robin Wood einflossen. Du willst zum Beispiel Greenpeace Energy unterstützen, wegen der Nähe zu Umweltschützern? Dann nimm die. Dir ist eine Genossenschaft wichtig, die mehr Ökostrom produziert als sie verkauft? Nimm Prokon. Und so weiter. Mit dieser Liste machst du jedenfalls nichts falsch.

Ist Ökostrom wirklich besser?

Ja, Ökostrom ist wirklich besser. Denn die Förderung von Kohle, Uran, Gas macht die Welt kaputt, direkt durch Umweltzerstörung und indirekt bewaffnete Konflikte. Für Atommüll ist bis heute kein Endlager gefunden und den Preis für billigen Atomstrom zahlen unsere Kinder noch in Tausenden von Jahren. Kohle und Gas heizen den Klimawandel an, Gas und Öl befeuern Konflikte und destabilisieren ganze Regionen.

Bei Ökostrom ist all das nicht der Fall. Stehen erst einmal die Erzeugungsanlagen, kann er nahezu klimaneutral produziert werden. Und: Er kann auch dann noch erzeugt werden, wenn die begrenzten Vorräte an Öl, Gas, Kohle und Uran aufgebraucht sind, auch das ist also besser.

Ist Ökostrom CO2-neutral?

Ökostrom wird prinzipiell CO2-neutral produziert. In diesem Sinne ist er absolut klimaneutral, das ist ja der Sinn der Sache. Allerdings ziehen die Herstellung von Windrädern, Solarzellen und Wasserkraftwerken und so weiter natürlich ebenfalls CO2-Emissionen nach sich. Daher sollte auch bei der Produktion der Erzeugungsanlagen nur nachhaltiger Strom eingesetzt werden – bei Photovoltaik-Anlagen aus China wird dies gemeinhin bezweifelt. Allgemein gilt aber: Bei der Produktion von Ökostrom werden deutlich mehr Treibhausgas-Emissionen verhindert als produziert. Windkraftsysteme haben zum Beispiel oft schon nach Monaten den für ihre Produktion nötigen Ausstoss kompensiert.

Was bedeutet 100% Ökostrom?

„Ökostrom“ ist keine gesetzlich geschützte Bezeichnung. Aber es herrscht eine gewisse Einigkeit darüber, dass 100% Ökostrom bedeutet, dass für die Menge an Strom, die der Kunde in diesem Fall kauft, tatsächlich irgendwo die zu 100% gleiche Menge an Strom mithilfe Erneuerbarer Energien erzeugt wurde, also aus erneuerbaren Energiequellen wie Biomasse, Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft und anderen regenerative Formen der Stromerzeugung.

Ökostrom ist Strom aus erneuerbaren Energiequellen
Ökostrom ist Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Fotos: bahrialtay, Thinapob / stock.adobe.com; CC0 Public Domain / Pixabay - Lukas Bieri)

Mehr bedeutet 100% Ökostrom allerdings nicht von selbst. Es lohnt sich daher, genauer hinzuschauen und zum Beispiel auf Ökostrom-Gütesiegel zu achten. Einige Unternehmen kaufen grünen Strom entweder irgendwo im Ausland ein, meist Wasserkraft aus Norwegen, was besser ist als nichts. Andere produzieren ihn selbst und in Deutschland – was wir ausdrücklich empfehlen.

Ist Ökostrom billiger als normaler Strom?

Ein günstiger Ökostromanbieter kann deutlich billiger sein als zum Beispiel die Stadtwerke, bei denen viele Mieter ihren Strom beziehen. Ob Ökostrom also billiger ist als normaler Strom, das hängt vor allem vom geschickten Stromwechsel ab. Die billigen Ökostromanbieter sind allerdings aus verständlichen Gründen oft nicht die, die wir empfehlen würden. Aber es gilt auch: Der Wechsel zu weniger gutem, aber billigem Ökostrom ist global dennoch besser als bei einem normalen Stromtarif zu bleiben.

Vorschlag: Wenn der Preis für dich sehr wichtig ist, probiere einfach unseren Utopia-Stromvergleich aus, der dir für deine Postleitzahl anzeigt, wie teuer Ökostrom bei verschiedenen Anbietern wäre:

Preisvergleich auf stromvergleich.utopia.de

Bezahle ich nicht schon die EEG-Umlage?

Ja, aber beim Umstieg geht es ja auch darum, wer das Geld bekommt, das du für Strom ausgibst. Die oben genannten Unternehmen gestalten garantiert aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien. Dort fließt dein Geld in die ökologische Stromerzeugung und fördert drüber hinaus aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien. Und nur so reduzieren wir mittel- bis langfristig die Produktion von umweltschädlichem Kohle- und Atomstrom.

Kann ich mich nach Ökostrom-Siegeln richten?

Aber ja. Wir empfehlen Grüner Strom Label und ok-power, mehr im Beitrag Ökostrom-Label: die wichtigsten Siegel im Vergleich. Auch das Umweltbundesamt sagt: „Das Grüner Strom-Label sowie das ok-power-Label garantieren, dass durch den Ökostrombezug Neuanlagen gefördert werden.“

Auf Ökostrom umsteigen

So gelingt der Umstieg:

  1. Tarif wählen: Beispielssweise aus obigen Empfehlungen oder per Utopia-Strompreisvergleich Ökostrom.
  2. Bedingungen prüfen: Auchte auf Kündigungsfristen, Zahlungsmodalitäten, Preisgarantien, ignoriere unseriöse Bonus- und Lockangebote.
  3. Antrag stellen: Auf der Website findest du meist ein Onlineformular. Füll das aus – den Rest erledigt der Anbieter für dich.

Wie lange dauert die Umstellung auf Ökostrom?

Bis zur Umstellung können zwei Wochen bis zwei Monate vergehen, mit Kündigungsfristen beim alten Stromanbieter auch mal mehr.

Kann ich in meiner Stadt umstellen?

Ein Wechsel zu Ökostrom ist meist bundesweit möglich. Das ist auch unabhängig davon, ob du zur Miete wohnst oder im Eigenheim. Aber: Bei einigen Anbietern gilt bundesweit ein einheitlicher Tarif, bei anderen können Tarife regional abweichen.

Besteht Gefahr, dass das Licht ausgeht?

Keine Sorge: Bei der Umstellung auf einen Ökostrom-Tarif geht niemals dein Licht aus, denn anders als bei DSL und Telefon stellen wirksame Gesetze die Stromversorgung sicher und der sogenannte Grundversorger (meist: Stadtwerke) muß einspringen.

Wer ist der beste und günstigste Stromanbieter?

Theoretisch kann dir ein Preisvergleich sagen, welcher der beste und günstigste Stromanbieter ist. Bei Ökostrom ist das aber gar nicht so sinnvoll.

Viele sogenannte „Ökostrom-Anbieter“ stehen in eigentumsrechtlichen Verbindungen zu den großen vier Atomkonzernen Vattenfall, E.on, EnBW und RWE. Diese produzieren fast 80 % des Stroms in Deutschland und betreiben teils noch immer Lobbyarbeit für Kohle- und Atomstrom. Zugleich sind sie an vielen hundert regionalen Stromversorgern beteiligt und für den Vertrieb ihres „Ökostroms“ haben sie „grüne“ Tochterunternehmen gegründet. Suchst du auf Stromvergleichsportalen nach besonders günstigem grünem Strom, dann siehst du unter UMstände sehr viele solcher Anbieter.

Es geht aber auch anders:

  • Der günstigste Ökostrom: Auf https://stromvergleich.utopia.de/ findest du nur echten Strom mit Siegeln wie Grüner Strom oder ok-power und kannst unter diesen guten das günstigste Angebot für deine PLZ finden.
  • Der beste Ökostrom: Wenn du den besten Ökostrom suchst, besuche doch die Utopia-Bestenliste Ökostromanbieter. Hier findest du viele Marken, sortiert nach Leser:innen-Bewertungen:

Zum Preisvergleich: stromvergleich.utopia.de

Zur Bestenliste: Ökostrom-Anbieter

Weiterlesen auf Utopia.de:

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(41) Kommentare

  1. Vorsicht Biogas – als Imker habe ich mich vor ein paar Jahren bewußt dafür entschieden von Lichtblick zu GreenpeaceEnergy zu wechseln, weil ich es falsch finde, Biogas zu fördern. Die Nutzung von Feldern als Energielieferanten ist ein Fehler. Unsere Kulturlandschaft wird zerstört, die Insektenwelt bricht zusammen, mit schlimmen Folgen für’s Ökosytem. Biogas von Biofeldern mit Fruchtfolge? Nicht das ich wüßte.

  2. Hi Micha – Ich will wechseln und ich wüsste gerne mehr über die Schäden für Bienen durch Stromerzeuger. Grade die beiden Anbieter hatte ich mir ausgesucht, die du erwähnst, und da wir mit einigen Familien wechseln möchten, und Bienenschutz eines unserer wichtigsten Themen ist, wäre ich dir dankbar, wenn du mir etwas genauer erläuterst, unter welchen Beingungen bei der Stromerzeugung, BVienen leiden. LG Claudia

  3. Micha meint, daß die Flächen, die für Energiepflanzen verwendet werden, keine Nektarpflanzen für Bienen haben.
    Die Energiepflanzen sind natürlich immer ein Problem, weil sie meistens in Monokulturen angebaut werden und außerdem die Pachtpreise für echte (Bio-)Landwirte in die Höhe gehen.
    Und weil kostbare Flächen für Lebensmittelgewinnung eigentlich nicht für Energiepflanzen verwendet werden sollten.
    Auf der anderen Seite gucken die Bienen fast immer in die Röhre, wenn es um industrielle Landwirtschaft geht (außer vielleicht bei Raps).
    Bei uns gibt es inzwischen sehr viele Ackerrandstreifen, die mit Bienenfreundlichen Pflanzen eingesät wurden.
    Davon würde ich meine Entscheidung für Ökostrom nicht abhängig machen.
    Natürlich hat jede Form der Energiegewinnung ihre Nachteile.
    Windenergie schadet den Vögel, Wasserenergie den Fischen…
    Aber alles besser, als Atomkraft oder Kohle.
    Letztendlich liegt es in Deiner Hand, weniger Energie zu verbrauchen.

  4. Genaugenommen sind die Energiefelder eine Katastrophe, der Boden wird ausgebeutet und zu Grunde gerichtet:
    * Humusaufbau – gibt es nicht, der Boden wird für Generationen verwüstet
    * Pestizide – immer drauf damit, es sind ja keine Lebensmittel
    * Kunstdünger – solange es geht und sich rechnet immer drauf damit
    * riesige Monokulturen – Wüsten für Insekten, Vögel …

    Der Boden ist über kurz oder lang nur noch Schrott. Die Pestizide werden dazu führen, dass Insekten und Kleinstlebewesen langfristig keine Chance mehr haben. Zur Zeit ist ein Zusammenbruch der Insektenwelt zu erleben – die Menge der Insekten und die Anzahl der Arten nimmt stark ab. Die Nahrungskette ist in Gefahr.
    Bienenhalten auf dem Land ist meist nicht mehr sinnvoll. Die Jäger beklagen mißgestaltet geborene Jungtiere bei Jagdwild. Pestizide und Dünger belasten die Gewässer, Trinkwassergewinnung wird zum Problem.

    Die einzige Chance ist der Bio-Anbau mit Fruchtfolge. Ökologisch bewirtschaftet Energiefelder – gibt es so etwas in nennenswerten Umfang? Die Energiefelder sind ein großer Fehler, wie er gut zu Mao in China gepaßt hätte. Ein Fehler, den man sich einzugestehen schwer tut.

    Den Schaden durch Energiefelder kann man nicht mit dem von Windrädern vergleichen. Der Schaden durch diese Art von Landwirtschaft wird noch Generationen beschäftigen und ist in vielen Bereichen nicht umkehrbar. Was weg ist brummt nicht mehr, – nie mehr an diesem Ort. Es gibt viele Wildbienenarten die zur Zeit auf Nimmerwiedersehen verschwinden und die man nicht zurückholen kann. So, wie man bei einem Flugzeug einzelne Nieten entfernen kann, so kann man ein Ökosystem langsam zerstören. Wann es zuviel ist, läßt sich nicht vorhersagen, aber der Punkt ist irgendwann erreicht.

    Stichwort: Bienenfreundliche Pflanzen – viele Wildbienenarten benötigen für ihre Brut den Pollen spezieller Pflanzen. In den Blühmischungen sind viele von ihnen nicht enthalten und würden auch in den Streifen nicht wachsen. Der Großteil der Wildbienen lebt in der Erde, in kleinen Gängen. Wenn der Bauer nur mal kurzfristig einen Blühstreifen anlegt, lockt er auch Wildbienen an, die ihre Nester vor Ort anlegen. Wenn er dann im Herbst die Streifen als Gründünger umpflügt, dann wird der Blühstreifen zur Falle, zum Todesstreifen.

    Nun ja, wir haben uns für Greenpeace Energy entschieden.

    Übrigens, zum Thema Wildbienen und Hummeln kann ich nur die beiden Bücher von Dave Goulson empfehlen. Wunderschön geschrieben, sehr informativ.

  5. Da hast Du natürlich in allen Punkten recht, was die Energiepflanzen angeht.
    Ich möchte nur vermeiden, daß die Leute denken, dann bleibe ich doch lieber bei meinem Atom+Kohle-Anbieter.
    Aber man sollte natürlich schon auf den Mix schauen.

  6. Habe ich das irgendwo geschrieben, daß Bürgerwerke keine Alternative sind?
    Mußt Du falsch verstanden haben, oder ich habe was nicht richtig rüber gebracht.
    Ich finde die natürlich gut.
    Persönlich bin ich allerdings bei Naturstrom.

  7. Zur Biogasdiskussion: Ich finde das Konzept von Polarstern interessant. Hier wird Biogas aus Abfällen gewonnen. In meinen Augen ist das die beste Alternative zur Zeit!

  8. Eine wirklich ökosozial verträgliche Energieversorgung ist (leider) viel komplizierter. Im Glauben an den einfachen guten Ökostrom bin ich auch vor 15 Jahren schon zu einem der Ökostromanbieter gewechselt. Aber was hat sich seither entwickelt? Die Probleme und Folgen der Lebensraumvernichtung durch Biomasseanbau wurden oben bereits angesprochen. Wind- und Sonnenenergie werden mit „ … so viel Haushalte können versorgt werden“ Propaganda bejubelt, dabei ausser acht lassend das beide Energieträger nicht grundlastfähig sind. Wenn man neben der mengenmäßige Versorgung auch die Verfügbarkeit berücksichtig können sie 0 Haushalte versorgen. Die Stromlücken werden mit zugekauftem Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland gefüllt – darüber redet aber lieber keiner groß. Die Vorstellung ein großflächiger Ausbau würde die Versorgungslücken schließen ist nicht aufgegangen. Die Spanne zwischen Nullertrag und Maximalleistung wird durch weiteren Alagenzubau nur weiter erhöht. Eneregiespeicherung in den tatsächlich erforderlichen Mengen ist bislang techn. Utopie. Speziell in der Windindustrie hat sich inzwischen eine giergetriebene Lobby entwickelt die mit Ihren 200m-Kolossen mitten in Wäldern massivst Natur vernichten. Durch Bodenverdichtung und Zerstörung von brut- und Lebensräumen selbst geschützter Arten wird hier, ebenso wie in der Biomasselandwirtschaft, Unwiederbringliches vernichtet. Die Gesundheitsschäden bei Menschen durch Onshore-WKA sind in Deutschland jetzt schon dabei die der Atomenergie zu überholen. Mindestabstände zu Wohnbebauung, wie etwa die 10H-Regel, werden, wie oben auf dem Werbebild meines Noch-Energielieferanten zu sehen, regelmäßig missachtet.
    Wenn man sich die Fakten mal ideologifrei ansieht kann man dem Satz „alles ist besser als beim Atom-/Kohlestrom zu bleiben“ nun wirklich nicht mehr so einfach zustimmen. Was bleibt also? Wasserkraft? Für das eigene Gewissen eine Beruhigung, ja. Die Ausbaupotentiale für Wasserkraft sind in Europa aber praktisch ausgeschöpft. So wird lediglich, ohne Umweltnutzen, vorhandene Wasserkraft separat vermarktet.
    Und wenn man all die hier nur angerissenen Thematiken vertiefter anschaut wird´s noch komplexer.

    Es gibt aktuell keine einfache Antwort für eine verantwortbare Stromversorgung. Deshalb würde ich mir von einer Plattform wie Utopia wünschen sich mit einem solch komplexen Thema deutlich differenzierter auseinanderzusetzen, als im FastFood-Stil Artikel a la “So musst Du es machen, dann ist alles gut.“ zu schreiben.

  9. (Ohne die Formulierungen der Utopia News Artikel verteidigen zu wollen.)

    „Wenn man sich die Fakten mal ideologifrei ansieht kann man dem Satz „alles ist besser als beim Atom-/Kohlestrom zu bleiben“ nun wirklich nicht mehr so einfach zustimmen.“

    Ich kann noch ohne Gewissensbisse dieser einfachen Wahrheit zustimmen: Atomstrom mit Atommüll ist das verantwortungsloseste was wir als Verbraucher wählen können.

    Das Erneuerbare Energien Gesetz wurde in den Jahren permanent angepasst, als Naturschützer geht einem das „Reparieren“ von negativen Auswirkungen natürlich zu langsam, man wünscht sich einen durchgehend begleitenden Prozess, auf der anderen Seite wollte die Regierung den Unternehmen eine Planbarkeit bei Investitionen ermöglichen.

    Etwas bewegen ohne Dauerbremsen im Kopf ist ein schwieriges Unterfangen.

    „Es gibt aktuell keine einfache Antwort für eine verantwortbare Stromversorgung.“

    Doch: den eigenen Strombedarf selbst erzeugen. Das kann sich weder jeder leisten noch hat jeder Haushalt dafür die bauliche Grundlage, dafür gibt es es Anlegemöglichkeiten für Kapital. Wer zu wenig Einkommen hat und dennoch einen hohen Strombedarf im Haushalt, den er mit billigem, innländischen oder ausländischem Atomstrom deckt, der hat tatsächlich ein Problem mit Verantwortbarkeit seiner freien Konsumentscheidung.

    Utopia will in den News Anreize setzen, sich mit dem eigenen Konsum zu beschäftigen. Diskutiert wurde seit Gründung von Utopia intensivst, welche Alternativen es gibt, was weshalb welche Folgewirkungen hatte, schief gelaufen ist. Klar ist, der Privatmensch in Deutschland hat nur begrenzt Einfluß, über seine Kaufentscheidungen das große Ganze in eine ökologisch verträgliche Richtung zu lenken. Viele Menschen wollen umweltfeindlich konsumieren, weil es ihnen egal ist, sie können es sich HIER UND HEUET leisten, die nachkommenden Generationen sind selbst bei Familien mit Kindern weit, weit weg.

    Deswegen war und ist die Regierung gefordert, „grüne Politik“ zu betreiben gegen eine Industrie, die wirtschaftlich argumentiert.

    Als Verbraucher bleibt uns, die uns für richtig eingeschätzte Politik zu unterstützen und im Alltagskonsum jene bestmöglichen Entscheidungen zu treffen, die unserem Geldbeutel wie unserem Verantwortungsgefühl entspricht.

  10. Atommüll zu fördern (!) indem man den Konzernen noch das Geld gibt für Rücklagen, die sie beim Atomrückbau benötigen, wäre natürlich die allerschlaueste Entscheidung. Weil sie das Weiterproduzieren von generationengefährdende Substanzen maximal verlängert.

  11. Das Atomkraft u.a. aufgrund der Nichtverantwortbarkeit von sog. Restrisiken und Müllproblematik ein Irrweg war/ist, ist meinerseits unumstritten. Die Verbrennung fossiler Energieträger kann aus bekannten Gründen nicht die Zukunft sein. Sonne, Wind, Biomasse, etc. schienen Auswege zu sein. Nachdem diese mit gigantischen Subventionen forciert wurden zeigen sich nun jedoch die Folgen. Eine gesundheitsgefährdende umweltzerstörende Atom- u- KohleIndustrie, wird durch eine andere, nicht minder destruktive Windkraftindustrie und Landausbeutungswirtschaft (Biomasse) ersetzt. Die Biomasseproblematik rückt langsam in´s Bewusstsein und wer als (Stadt-)Öko noch von der friedlichen Windkraft träumt, dem empfehle ich mal einen Besuch bei den Menschen (und in Wäldern), denen diese 240-Meter-Kolosse (und ein Ende des Größen- und Machbarkeitswahns ist nicht absehbar) mit allen begleitenden Destruktionen (Landschafts-/Lebensraumzerstörung, Bodenverdichtung, Tiertötung, dauerhafter Betriebslärm, Gesundheitsschäden, usw.) vor die Tür und damit mitten in´s Leben geballert werden.
    Nur als ein Detailbeispiel zeigt die Tatsache, dass pro WKA Jahrespachten zwischen 30.000 und 70.000 € gezahlt werden, wie hier in kürzester Zeit eine Gierindustrie entstanden ist, welche an Destruktivität der Atomindustrie schon mindestens ebenbürtig ist. Für weitere Informationen empfehle ich http://www.vernunftkraft.de . An der Seite bzw. ihren Machern mag man einen atom- und kohleindustrieaffinen Backround durchaus kritisieren, aber die hier aufgezeigten Zusammenhänge und Folgen der deutschen Energiewende sind wesentlich für eine ehrliche Diskussion. Da ich selbst mal unkritischer Anhänger der erneuerbaren Energieträger war und Ihre Kritiker bei Veränderungsverweigerern und Atomlobbyisten verortete, ist es mir ein Anliegen, das ein freier Blick entsteht.

  12. Es braucht nicht ein wenig “Reparieren“ an der “grünen Politik“, sondern ein fundamentales Hinterfragen. Was jetzt unter dem Begriff Energiewende betrieben wird ist der Austausch bisheriger destruktiver Energiegewinnung gegen andere nicht minder destruktive Formen lediglich im grünen Mäntelchen. Letztlich führen alle Fragen zur Energieversorgung zur Grundfrage aller Umwelt-, Natur und Menschenschutzfragen. Nämlich dem Infragestellen des konsumistisch, industrialisierten, digitalisierten Lebens. (Ein Großteil des Stromverbrauchs findet, ähnlich, wie beim Wasser, nicht an der privaten Steckdose statt, sondern steckt in Konsumprodukten, Dienstleistungen, Mobilität und der immer-Jederzeit-Verfügbarkeitserwartung all dessen) Ist der Mensch zu dieser Frage bereit??? Die “grüne Politik“ liefert dazu lediglich Beruhigungspillen und Feigenblätter. Selbst besagte gleichnamige Partei, einst mit Werten angetreten, schielt nur noch nach möglichst viel Wählerstimmen und da wäre eine unbequeme Grundsatzdiskussion des modernen Gesellschaftsmodells mindestens so lästig und wählervergraulend wie die Veggiedaydebatte.
    Gerade aufgrund des Mangels an Ehrlichkeit in der Parteipolitik wünsche ich mir von einer Plattform die den Namen UTOPIA trägt und auch verdient hätte, gerade bei wesentlichen Zukunftsthemen, wie Energieversorgung, eine hintergründige fundierte Themenbearbeitung. Dies auch wenn es dann vielleicht keine einfachen Gewissensberuhigungshandlungsanweisungen gibt.

  13. Sehr schön geschrieben und das trifft es aus meiner Sicht voll.
    Ich bin gerade noch bei Greenpeace Energy möchte aber den Ausbau der Windkraft nicht mehr weiter fördern. Die Anlagen sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Insbesondere in den ländlichen Gebieten mit besonders schützenswerten Ökosystemen wird der Ausbau der Großanlagen vorangetrieben. Seltene Vögel wie Schreiadler, Seeadler oder Schwarzstörche werden getötet oder vertrieben um den Ausbau möglich zu machen. Die aktuelle Gesetzeslage reicht bei weitem nicht aus, um die seltenen Vogelarten und Ihren Lebensraum vor den geldgierigen Investoren zu schützen.
    Eine nachhaltige Energiegewinnung muss in jedem Fall nicht nur CO2 neutral sein, sondern den Lebensraum für Mensch und Tier in einem gesunden Gleichgewicht bewahren. Das ist sowohl mit dem auf intensiver Landwirtschaft begründeten Biogasanlagen, als auch mit den gigantischen Windenergierädern leider nicht möglich.
    Die umweltfreundlichste Variante ist eben doch Energie zu sparen.
    Auf der anderen Seite sind wir nun mal eine Industrienation die sehr viel Energie für die Produktion benötigt. So wie wir Nahrung importieren werden wir auch Ökostrom oder eben Gas aus Ökostromanlagen vom Ausland importieren müssen. Aktuell kommen Öl und Gas ja auch nicht aus Deutschland.
    Zu versuchen unseren Lebensraum so auszuquetschen, dass wir uns selbst versorgen können, führt am Ende zu eine Industrielandschaft in der keiner mehr wohnen und arbeiten mag.
    Der intensive Ausbau der Ökoenergie im eigenen Land hat bereits eine erheblichen Biodiversitätsschaden angerichtet. Unser Feldvögel und Insekten verschwinden in atemberaubender Geschwindigkeit. Vieles davon geht auf die intensive Landwirtschaft zurück, die von dem Verbrauch von Biokraftstoffen getrieben wird.
    Aktuell soll jetzt die ganze Landschaft mit Windenergieanlagen zu gepflastert werden. Dabei können wir die Auswirkung auf unsere Vogelwelt noch gar nicht richtig einschätzen. Insbesondere bei den lange lebenden Großvögeln stellt der aktuelle Zustand vermutlich schon eine existenzielle Bedrohung dar. Natürlich verschwinden die Vögel nicht von heute auf morgen, aber schon geringe Verschiebungen der Mortalitätsraten zur Reproduktionsrate entscheiden, ob diese Arten bei uns eine Zukunft haben. Sollten wir da nicht vorsichtiger agieren ?
    Ich denke wir brauchen klare Visionen mit welcher Energiegewinnung wir was erreichen können und wo die Grenzen sind !!

  14. Bitter ist, wie oberflächlich Utopia arbeitet. Die ökologischen Ansprüche scheinen sehr gering zu sein oder Inkompetenz ist vorherrschend. Das erste Bild mit dem Maisfeld und den Windrädern und dazu „…Utopia empfiehlt…“ ist zum heulen. Wir haben ein riesen Problem und es wird dennoch vorangetrieben, als besonders lobenswert hervorgehoben. Auf diesen Weg wird Deutschland ganz zur Industriewüste, was es zum Großteil schon ist.

    Liebes Utopia Team, bitte überdenkt den Artikel noch einmal und setzt eine Korrektur an den Anfang. Auch wenn es schwer fällt, solche groben Fehler müssen korrigiert werden. Ihr handelt sonst wie die Grünen, die keine dringend notwendige Kurskorrektur beginnen, da sich fürchten, ihr Gesicht zu verlieren.

  15. Stromsparen ist mit Sicherheit das beste Mittel. Ich kann ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen wofür die Leute ihren ganzen Strom verbrauchen. Jedes mal wenn wir uns irgendwo in einer Gruppe über Stromverbrauch und Kosten unterhalten sind die Leute Baff wie wenig wir verbrauchen. Dabei wird bei uns so gut wie jeden Tag gekocht und ich wasche jede Woche alleine 2 Maschienen Arbeitskleidung von meinem Mann. Gut, ich hänge Wäsche in den Keller, wir schalten alle Geräte über Steckerleisten komplett aus, unsere Großgeräte sind alle ab 2010 angeschafft worden, keins ist älter. Spielkonsolen gibt es nicht und das Laptop wird nur selten ( höchstens 1. Pro Woche ) angemacht und dann nach möglichkeit von allen nacheinander genutzt damit es eben nicht ständig Hochfahren muss. Aber wir gucken Tv und ich Bügel Wäsche. Licht brennt natürlich auch nur wo es gerade benötigt wird und nicht zur Deko. Wir Sparen nicht extrem aber so wie es selbstverständlich sein sollte. Bei den ganzen Gesprächen kam nie raus wofür unsere Bekannten viel mehr brauchen. Das wäre mal ein interessantes Thema. Ist es wirklich nur Pc und X Box?

  16. Hallo Regina,
    da sagst du etwas sehr wahres. Die umweltfreundlichste Energie, ist die, die eingespart wird. Auch ich bin der Meinung, dass hier ein sehr großes Potential zu heben ist! Viele könnten ohne viel Komfortverlust viel einsparen (teilweise sogar ganz ohne Komfortverlust).
    Leider darf man der heutigen Wählerschaft offensichtlich nicht mit dem Wort „sparen“ kommen, sonst wird man nicht gewählt, bzw. als website, man wird nicht besucht.
    Aber es ist einfach die Wahrheit und würde die Energiewende so viel weiter bringen. Mehr konventionelle Kraftwerke könnten abgestellt werden, weniger Speicher und Leitungen wären nötig, weniger neue Anlagen wären nötig.

  17. Auch mir ist das Startbild des Beitrages unangenehm aufgefallen. Windräder in einer Maiswüste mögen oberflächlich betrachtet ökologischer sein als Kohlekraftwerke. Für eine wirklich ökologische, sprich „nachhaltige“ Energiegewinnung bedarf es aber mehr als nur des Faktes der Erneuerbarkeit von Ressourcen. Zumal selbst diese beim intensivlandwirtschaftlichen Anbau von Energiepflanzen fraglich ist. Der derzeit übliche wechselweise Anbau von stark zehrenden Energiepflanzen wie Mais und Raps, die darüber hinaus noch einen hohen Einsatz an Pestiziden erfordern, vernichtet langfristig die Ressource Boden.

    Der massive Pestizideinsatz führt darüber hinaus zu einem beängstigenden Rückgang an Insekten, einschließlich unserer wichtigsten Bestäuber, den Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen. Rapsfelder, die früher von Imkern als gute Trachtquellen beliebt waren, werden von diesen heute eher gemieden, da der Imker um seine Bienen fürchtet. Ebenso vermeidet er es, seine Bienen in der Nähe von Maisfeldern aufzustellen. Um die wilder Bestäuberinsekten sorgt sich dagegen niemand, diese verschwinden leise und unbeachtet. Und wo Insekten fehlen, finden auch viele unserer heimischen Vögel keine Nahrung und verschwinden ebenso. Blühstreifen helfen da wenig, weil sie für Insekten durch die Abdrift von Pestiziden zur Todesfalle werden können.

    Traurige Ironie: Bei Entomologen gelten mittlerweile die durch den Abbau von Braunkohle entstandene Mondlandschaften der Oberlausitz als einer der letzten Rückzugsorte für seltene Insektenarten. Nicht, weil diese Tagebaufolgelandschaften so ökologisch wertvoll sind, sondern weil dort keine landwirtschaftliche Bewirtschaftung mehr möglich ist.

    Es empfiehlt sich daher, auch beim Ökostromanbieter genauer hinzuschauen. Zum Beispiel handelt es sich beim Ökostrom „aus regionalen Erzeugungsanlagen“ vermutlich um Strom aus Biogasanlagen, sprich: vom Maisfeld. Erneuerbar ja – aber nicht ökologisch.