Palmitinsäure: Wirkung und Verwendung in Lebensmitteln und Kosmetik

Palmitinsäure
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Palmitinsäure ist eine gesättigte Fettsäure, die zum Beispiel in Palmöl steckt. Menschen und Tiere sind zwar auf Palmitinsäure angewiesen, doch zu viel von ihr kann schädlich für die Gesundheit sein.

Palmitinsäure steckt in vielen Pflanzen und tierischen Produkten:

  • Die amerikanischen Heilpflanze Stillingia Sylvatica. enthält bis zu 70 Prozent Palmitinsäure
  • Auch in Palmöl ist viel Palmitinsäure enthalten, etwa 45 Prozent.
  • In tierischen Fetten beträgt der Anteil knapp ein Drittel, zum Beispiel in Rinderfett und Schweineschmalz. Auch in Butter und Sahne ist sie enthalten.

Sogar in den Fettreserven unseres Körpers ist Palmitinsäure gespeichert (etwa 25 Prozent). Offenbar ist Palmitinsäure also wichtig für den Körper, doch warum?

Wirkung der Palmitinsäure

Palmitinsäure findet sich in Cremes und anderer Kosmetik
Palmitinsäure findet sich in Cremes und anderer Kosmetik (Foto: CC0 / Pixabay / Mizianitka)

Wirkung auf den Körper:

  • liefert dem Herzen Energie
  • Bestandteil des Säureschutzmantels der Haut
  • reguliert die Funktionen der Körperzellen
  • Hauptspeicher für die Energie des Körpers
  • fördert die körpereigene Bildung von Vitamin D
  • Körper kann Eiweiß, Magnesium und Calcium besser aufnehmen

Die Palmitinsäure wirkt auch auf der Haut und ist daher in vielen Kosmetik-Produkten enthalten. Die Säure schützt die Haut vor äußeren Einflüssen und pflegt reife Haut. Denn über die Jahre verlieren die äußeren Hautschichten an Palmitinsäure. Von Natur aus hat Kakaobutter einen hohen Anteil an Palmitinsäure.

Ganz natürlich kommt Palmitinsäure auch in vielen Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Avocados, Vollmilchschokolade, Butter und Wurst.

Palmitinsäure: Schädlich oder förderlich für die Gesundheit?

Palmitinsäure kommt natürlicherweise in Avocado vor
Palmitinsäure kommt natürlicherweise in Avocado vor (Foto: CC0 / Pixabay / coyot)

Cholesterin:

  • Palmitinsäure zählt zu den gesättigten Fettsäuren und kann daher in größeren Mengen erhöhte Blutfettwerte verursachen. Dadurch kann Arteriosklerose entstehen und das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall steigt. Hintergrund ist, dass gesättigte Fettsäuren wie Palmitinsäure das schlechte LDL-Cholesterin erhöhen.
  • Eine neue Auswertung der Studien deutet aber an, dass auch das gute HDL-Cholesterin ansteigt – wenngleich nicht so stark. Das Verhältnis von LDL- und HDL-Cholesterin ändert sich jedenfalls nur in geringem Maße, sodass durch Palmitinsäure keine negativen Folgen für die Gesundheit zu erwarten sein sollen.

Fördert Metastasenbildung:

  • Eine spanische Studie ist 2017 zum Ergebnis gekommen, dass Palmitinsäure die Metastasenbildung fördert. Dies konnten die Wissenschaftler bei Mäusen nachweisen, die einen Tumor hatten. Unklar ist, inwieweit dies auch für Menschen gilt.

Palmitinsäure aus Palmöl ist nicht empfehlenswert

Für Palmöl wird der Regenwald gerodet.
Für Palmöl wird der Regenwald gerodet. (Foto: CC0 / Pixabay / MemoryCatcher)

Palmitinsäure wird teilweise aus Palmöl gewonnen. Stammt die Fettsäure aus dieser Pflanze, ist sie nicht empfehlenswert. Denn für Palmöl werden weite Teile des Regenwaldes gerodet, der aber wichtig für ein stabiles Klima auf der Welt ist.

Du musst in der Regel nicht extra Palmitinsäure zu dir nehmen, da sie in zahlreichen Lebensmitteln enthalten ist. Am besten ist Palmitinsäure aus pflanzlichen Fettquellen, da tierische Produkte in der Regel eine schlechtere CO2-Bilanz haben. Außerdem gelten pflanzliche Fettsäuren als gesünder – zum Beispiel die in Rapsöl und Olivenöl. Beide Öle enthalten Palmitinsäure und werden von Stiftung Warentest und Öko-Test als besonders gesund empfohlen.

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