Pottasche: Verwendung als Backzutat

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Pottasche ist eine traditionelle Backzutat für Weihnachtsgebäck. Das Backtriebmittel sorgt dafür, dass auch schwere Teige aufgehen und trotz Nüssen, Honig und Früchten locker werden. Hier erfährst du, wie du Pottasche zum Backen verwendest.

Honig, Nüsse und Trockenfrüchte können Teige schwer machen. Hier kommt oft Pottasche zum Einsatz: Dabei handelt es sich um ein besonderes Backtriebmittel, das eine ganz spezielle Wirkung hat. Im Gegensatz zu Hefe und Sauerteig, die Teige in die Höhe aufgehen lassen, geht ein Teig mit Pottasche in die Breite und ist etwas lockerer.

Pottasche: Inhaltsstoffe des Backtriebmittels

Pfeffernüsse, Lebkuchen und Co. werden häufig mit Pottasche gebacken
Pfeffernüsse, Lebkuchen und Co. werden häufig mit Pottasche gebacken (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Bei Pottasche handelt es sich um Kaliumcarbonat (Kaliumsalze der Kohlensäure). Als Backzutat und als Backtriebmittel wird es auch unter der Bezeichnung Kaliumkarbonat angegeben und trägt die E-Nummer E 501. Der Lebensmittelzusatzstoff ist ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen und ist geschmacks- und geruchsneutral.

In der Vorweihnachtszeit ist Pottasche in fast allen Supermärkten und auf Weihnachtsmärkten erhältlich. Außerhalb der Weihnachtszeit findest du sie dort nur selten. Aber meist gibt es Pottasche auch in der Apotheke.

Pottasche verwenden: Tipps zum Backen

Mit Pottasche wird Lebkuchen locker und geht gleichmäßig in die Breite auf
Mit Pottasche wird Lebkuchen locker und geht gleichmäßig in die Breite auf (Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Pottasche ist eine Backzutat mit Tradition: Schon seit Jahrhunderten wird sie als Backtrieb- und Auflockerungsmittel verwendet, beispielsweise in Pfeffernüssen, Honigkuchen, verschiedenen Plätzchensorten und Lebkuchen.

Insbesondere Lebkuchen profitiert von der speziellen Wirkung von Pottasche: Wenn du Lebkuchen zu einem Lebkuchenhaus verarbeiten möchtest, dürfen die einzelnen „Bauteile“ nicht zu dick werden. Sie sollen vielmehr in die Breite gehen. Achte aber darauf, dass du ausreichend Platz zwischen den Lebkuchen und einen großzügigen Abstand zum Backblechrand lässt. Das gilt natürlich auch für Plätzchen und andere Gebäcke, die du mit Pottasche bäckst.

Weitere Tipps zum Backen mit Pottasche:

  • Löse Pottasche in etwas Flüssigkeit auf (Wasser, Milch, Ei), bevor du es zum Teig gibst. Wie bei Speisestärke entfaltet sich auch bei Pottasche die Triebkraft so optimal.
  • Lagere Pottasche nicht mit anderen Gewürzen. Das Pulver nimmt andere Gerüche und Aromen sehr leicht auf.
  • Pottasche ist nach dem Öffnen noch sehr lange haltbar. Außerhalb der Weihnachtszeit kannst du es auch für andere Kekse und Kuchen verwenden, die nicht in die Höhe gehen sollen.
  • Zusammen mit Hirschhornsalz, ein weiteres in der Weihnachtsbäckerei bekanntes Backtriebmittel, gibt Pottasche Honigkuchen und Lebkuchen den typischen, würzigen Geschmack. Wenn du Pottasche zusammen mit Hirschhornsalz verwendest, löse beide Stoffe getrennt voneinander auf und arbeite sie nacheinander in den Teig ein.
  • Teig mit Pottasche kannst du bis zu zwei Tage bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Das ist besonders bei schweren Teigen wie Honigkuchenteig zu empfehlen. Denn im Gegensatz zu Backpulver verliert Pottasche nicht seine Backtriebkraft, wenn es der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird.

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