Plätzchen backen: So gelingen Weihnachtsplätzchen besonders gut

Foto: Maria Hohenthal/Utopia

Plätzchen backen ist eine der schönsten traditionellen Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest. Damit deine Weihnachtsplätzchen besonders gut gelingen, haben wir viele gute Tipps für dich zusammen gestellt.

Wenn das ganze Haus nach warmen Plätzchen riecht bist du im Advent angekommen. Plätzchen selbst zu backen ist eine wunderschöne Tradition.

Damit beim Backen der Plätzchen nichts schief geht, findest du in diesem Artikel zahlreiche Hinweise und Anregungen für:

  • Vorbereitung
  • Backen
  • Verzieren
  • Aufbewahrung

von Plätzchen.

Und falls doch einmal was daneben geht, helfen dir unsere Tipps, die Plätzchen vorm Müll zu bewahren.

Plätzchen backen: Die Vorbereitung

Plätzchen backen gelingt besser, wenn du die Zutaten gut vorbereitest.
Plätzchen backen gelingt besser, wenn du die Zutaten gut vorbereitest.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Einkaufsliste

Überlege dir gut, welches Plätzchen-Rezept du backen möchtest und schreibe die benötigten Zutaten-Mengen auf deinen Einkaufszettel. Nichts ist ärgerlicher als fehlende Zutaten, wenn du gerade beim Backen bist.

Halte dich ans Rezept

Wiege die Zutaten genau in den angegebenen Mengenangaben ab. Damit dir Plätzchen gut gelingen, darfst du keine Experimente machen.

Bereite die Zutaten vor

Wiege alle Zutaten exakt ab und fülle sie in kleine Schalen. Kontrolliere ob du nichts vergessen hast, bevor du den Teig zubereitest.

Auf die richtige Temperatur kommt es an

Beim Plätzchenbacken ist es wichtig, dass alle Zutaten die selbe Temperatur haben. Dadurch lassen sie sich besser zu einem homogenen Teig verarbeiten.

Je nach Teigart sollten die Zutaten unterschiedliche Ausgangstemperatur haben:

Teig ruhen lassen

Viele Plätzchen-Teige müssen ruhen. Das ist nicht nur wichtig, damit das Mehl aufquellen kann, sondern auch damit der Teig die richtige Temperatur für die weitere Verarbeitung erreicht.

Bereite daher den Teig für das gewählte Rezept frühzeitig zu, damit du die Ruhezeiten einhalten kannst. Tipp: Mürbeteige können auch über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Plätzchen backen: Darauf musst du achten

Lass die Plätzchen nach dem Backen auf dem Kuchengitter auskühlen.
Lass die Plätzchen nach dem Backen auf dem Kuchengitter auskühlen.
(Foto: Maria Hohenthal/Utopia)

Backofen vorheizen

Die meisten Gerichte kannst du ohne Vorheizen in den Backofen schieben. Plätzchen lieben es jedoch heiß. Damit der Mürbeteig sofort zu backen beginnt und nicht zerrinnt, heize den Backofen unbedingt auf die angegebene Temperatur vor. Das ist natürlich nur vor dem ersten Backvorgang nötig!

Arbeite mit mehreren Backblechen

Speziell wenn du mehrere Plätzchen Rezepte an einem Nachmittag backen möchtest, sparst du viel Zeit wenn du mit mehreren Backblechen arbeitest.

Hast du selbst nur ein Backblech zur Verfügung, leihe dir von Freunden oder Nachbarn zwei bis drei weitere Backbleche. Damit kannst du zwischen den Backvorgängen die nächsten Plätzchen vorbereiten.

Plätzchen backen mit mehreren Backblechen spart nicht nur Zeit sondern auch Strom. Da du ein Backblech nach dem anderen in den Backofen schieben kannst, entfällt die Leerlaufzeit zwischen den Backvorgängen.

Backblech abkühlen lassen

Damit die Plätzchen nicht zerrinnen, muss das Backblech kalt sein wenn du die Plätzchen auf das Backblech legst.

Lass daher unbedingt die Backbleche zwischen den Backvorgängen vollständig abkühlen. Wenn es draußen kalt ist, stelle das Backblech kurz vor die Türe oder auf den Balkon. Dann ist es in wenigen Minuten vollständig erkaltet.

Weg vom Backblech

Plätzchen dunkeln auf dem heißen Backblech nach. Nimm daher sofort alle Plätzchen vom Blech, wenn sie aus dem Backofen kommen.

Abkühlen der Plätzchen

Lass die Plätzchen auf einem Kuchengitter abkühlen. Dadurch bekommen sie von allen Seiten Luft und kühlen schneller ab. Außerdem „schwitzen“ die Plätzchen nicht und bleiben knusprig.

Tipps zum Verzieren der Plätzchen

Kreative Verzierungen gehören zum Plätzchenbacken dazu.
Kreative Verzierungen gehören zum Plätzchenbacken dazu.
(Foto: CC0 / Pixabay / bluemorphos)

Das Auge isst bekanntlich mit. Das gilt bei Weihnachtsplätzchen ganz besonders. Verziere die Plätzchen mit viel Liebe und Kreativität.

Geduldsprobe

Warme Plätzchen brechen leicht auseinander. Lass den Plätzchen Zeit, um vollständig zu erkalten. Verziere deine Plätzchen lieber erst am nächsten Tag.

Bei folgenden Verzierungen ist es besonders wichtig, dass die Plätzchen vollständig erkaltet sind:

Heiße Plätzchen verzieren

Eine Ausnahme stellen Vanillekipferl dar. Wende die noch heißen Vanillekipferl im Vanillezucker.

Auch der beliebte Weihachtsstollen ist eine Ausnahme. Überziehe den noch heißen Stollen mit einer Butter-Zucker-Schicht.

So bewahrst du die selbst gebackenen Plätzchen auf

Bewahre die selbst gebackenen Plätzchen getrennt voneinander in Dosen oder Gläsern auf.
Bewahre die selbst gebackenen Plätzchen getrennt voneinander in Dosen oder Gläsern auf.
(Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Mit diesen Tipps bleiben deine Weihnachtsplätzchen lange frisch:

  • Bewahre alle Plätzchen sortenrein in luftdichten Dosen oder Gläsern auf. Das ist wichtig, damit das individuelle Aroma und die Konsistenz der jeweiligen Plätzchen-Sorte erhalten bleibt.
  • Lass die Plätzchen unbedingt vollständig abkühlen und die Verzierungen trocknen, bevor du sie in Dosen schichtest. Das verhindert, dass die Plätzchen zusammen kleben.
  • Lagere Lebkuchen gemeinsam mit ein paar Apfel- oder Orangenschalen. Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit in der Dose wird der Lebkuchen leichter weich. Achtung: Tausche die Orangenschalen alle zwei Tage aus damit sie nicht zu schimmeln beginnen.
  • Bewahre die Plätzchen-Dosen kühl, aber nicht kalt auf. Besonders gut eignet sich dafür die Speisekammer, ein trockener Lagerraum im Keller oder ein kühles Schlafzimmer.

So lange halten deine selbst gebackenen Plätzchen:

  • Mürbeteig ohne Füllung: sechs bis acht Wochen
  • Plätzchen mit Creme-Fülle: ein bis zwei Wochen
  • Makronen und Kokosbusserln: vier bis sechs Wochen
  • Lebkuchen: acht bis zwölf Wochen
  • Stollen: sechs bis acht Wochen

Plätzchen backen: Tipps, wenn mal was schief läuft

Tauche die Ausstecher für die selbst gebackenen Plätzchen ins Mehl vor dem Ausstechen.
Tauche die Ausstecher für die selbst gebackenen Plätzchen ins Mehl vor dem Ausstechen.
(Foto: CC0 / Pixabay / bluemorphos)

Nur keine Panik, wenn einmal etwas nicht so wie erwartet klappt. Mit unseren Tipps kannst du die Plätzchen ganz einfach vor dem Müll retten.

Ausstecher kleben an

Tauche die Plätzchen-Ausstecher vor jedem Ausstechen in Mehl. Dann bleibt auch der klebrigste Teig nicht mehr daran hängen.

Plätzchen lösen sich nicht von der Arbeitsfläche

Bestreue die Arbeitsfläche großzügig mit Mehl bevor du den Teig ausrollst. Streue bei Bedarf noch etwas Mehl unter die Teigplatte.

Möglicherweise ist der Teig zu weich und klebt deshalb an der Arbeitsfläche an (siehe nächster Punkt).

Der Teig ist zu weich

Wenn der Plätzchenteig zu weich ist, liegt es meist daran, dass der Teig zu warm ist. Statt mehr Mehl zum Mürbeteig einzuarbeiten, stelle ihn lieber noch einmal kalt.

Tipp: Schneide nur kleine Stücke von der Teigkugel ab. Lass den restlichen Teig im Kühlschrank ruhen, bis du ihn verwendest.

Die Plätzchen zerlaufen beim Backen

Wenn Plätzchen beim Backen zerlaufen ist der Teig zu warm. Das kann mehrere Ursachen haben:

  • Der Teig wurde zu warm verarbeitet: Kühle den Teig vor der weiteren Verarbeitung noch einmal für einige Minuten im Kühlschrank. Stelle ein bereits vorbereitetes Backblech mit rohen, ausgestochenen Plätzchen kurz im Freien kalt.
  • Das Backblech war noch warm und hat den Teig erwärmt: Achte darauf, dass das Backblech immer vollständig abkühlt zwischen den Backvorgängen.

Die Plätzchen sind zu trocken

Gib ein paar Apfel- oder Orangenschalen in die Plätzchen-Dose. Die Plätzchen nehmen die Feuchtigkeit auf und werden wieder weich. Achtung: Tausche die Schalen alle zwei Tage aus, damit sie nicht zu schimmeln beginnen.

Verbrannte Plätzchen

Hast du die Zeit übersehen und die Plätzchen sind an den Rändern leicht angebrannt? Wenn nur der Boden oder einzelne Stellen zu dunkel sind, kannst du die Plätzchen  ganz einfach retten:

  • Reibe mit einer Küchenreibe die verbrannten Stellen ab.
  • Entferne die Krümeln mit einem Küchenpinsel.
  • Bestreue die Plätzchen anschließend mit Puderzucker oder glasiere sie mit Schokoglasur.

Plätzchen backen: Tipps zum Müll reduzieren

Plätzchen backen ohne Müll ist manchmal eine Herausforderung.
Plätzchen backen ohne Müll ist manchmal eine Herausforderung.
(Foto: CC0 / Pixabay / darf_nicht_mehr_hochladen)

Zur Weihnachtszeit fallen bis zu 20 Prozent mehr Müll an als unter dem Jahr. Beim Backen von Plätzchen kannst du mit bewussten Entscheidungen sehr einfach Müll vermeiden.

Einkauf von Zutaten

Kaufe die Zutaten für die Weihnachtsplätzchen in einem verpackungsfreien Supermarkt. Achte auf Bio-Qualität und auf regionalen Anbau. Regionale Produkte haben kürzere Transportwege und sind deshalb besser für das Klima.

Nüsse statt Zuckerstreusel

Verwende natürliche Zutaten wie Nüsse und Samen zum Verzieren deiner Plätzchen. Vermeide industriell hergestellte Dekomaterialien wie

  • Zuckerstreusel
  • Schokostreusel
  • Zuckerperlen
  • Streudekor-Herzen
  • Streudekor-Sterne

Selbst gemacht statt gekauft

Stelle die Schokoglasur und den Zuckerguss selbst her. Das dauert nicht lange und du vermeidest sehr viel Müll und Lebensmittelzusatzstoffe.

Verwende kein Backpapier

Du brauchst kein Backpapier für deine Plätzchen. Fette das Backblech einfach ein. Mit wenigen Handgriffen sparst du so eine Menge unnötigen Müll und gleichzeitig Geld.

Hier findest du verschiedene Plätzchen-Rezepte zum Selberbacken:

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: