Thuja pflanzen: Vor- und Nachteile der Hecke

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Thuja pflanzen ist einfach und gelingt auch ohne grünen Daumen gut. Die exotische Hecke birgt jedoch Vor- und Nachteile. Ein Überblick.

Thuja pflanzen: Facettenreiches Gewächs

Riesenlebensbäume gehören zu den größten Nadelbäumen.
Riesenlebensbäume gehören zu den größten Nadelbäumen. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Die Thuja ist eine beliebte Pflanze für Garten und Parkanlagen. Die Zypressenart wächst dicht und lässt sich gut in Form schneiden. Ihr blickdichtes Laub macht sie besonders für Hecken beliebt. Die auch als Lebensbaum bezeichnete Art stammt ursprünglich aus Nordamerika und Asien, wo wild wachsende Arten wie der Riesenlebensbaum mit bis zu 200 Meter zu den größten Nadelbäumen überhaupt gehören, wie der Forstinformationsdienst waldwissen.net erklärt. In unseren Breiten wird überwiegend der kleinere abendländische Lebensbaum kultiviert.

Thuja pflanzen – so gehst du vor

Selbst gemachter Kompost ist der ideale Dünger für Thuja.
Selbst gemachter Kompost ist der ideale Dünger für Thuja. (Foto: CC0 / Pixabay / jokevanderleij8)

Thuja pflanzen ist nicht schwer. Möchtest du das immergrüne Gewächs in deinem Garten anpflanzen, solltest du bei Standort und Pflege ein paar Dinge beachten:

Standort und Boden

  • Thuja wächst am besten an einem vollsonnigen bis halbschattigen Standort.
  • Wichtig für das Nadelholz ist besonders der passende Boden: Lebensbäume verlangen durchgehend feuchte Böden, die auch im Sommer nie lange trocken stehen dürfen.
  • Ideal ist ein kalkhaltiger, leicht sandiger Lehmboden.
  • Die Thuja ist recht anpassungsfähig, was den pH-Wert des Bodens angeht. Mit ausreichend Nährstoffversorgung – etwa durch Humus, Kompost oder selbstgemachten Bio-Dünger, kann das Ziergewächs auch auf sauren Böden wachsen.

Thuja pflanzen und pflegen

  • Der beste Zeitpunkt, um Thuja zu pflanzen, ist im Herbst oder Frühjahr.
  • Achte beim Pflanzen auf die Sorte derThuja. Wild wachsende Arten gehen meist stark in die Breite und nehmen sich schnell gegenseitig den Platz weg. Für Hecken eignen sich daher etwas schmalere Sorten wie „Thuja Holmstrup“ oder „Thuja Smaragd“.
  • Ist dein Gartenboden sehr schwer und fest, vermenge die Pflanzerde für die Thuja gerne mit etwas Sand.
  • Setze deine jungen Thujabäume etwa im Abstand von 50 Zentimetern in die Pflanzlöcher. So haben die Bäumchen genügend Platz, um sich auszubreiten.
  • Natürlich kannst du Thuja auch einzeln pflanzen. Besonders die klein und rundlich wachsenden Zier-Sorten wie „Gold-Lebensbaum Rheingold“ sehen im Kübel hübsch aus. Kleine Sorten eignen sich auch für einen Steingarten.
  • Gieße deine immergrüne Pflanze auch im Winter regelmäßig.
  • Da die Pflanze nährstoffreiche Böden bevorzugt, sind regelmäßige Düngergaben sinnvoll. Besonders im Frühjahr kräftigst du deine Thuja mit Dünger für die neue Vegetationsperiode. Als Dünger eignen sich Humus, Kompost oder selbst gemachter Bio-Dünger.

Thuja schneiden

  • Für einen dichten Wuchs ohne kahle Stellen solltest du deine Thuja regelmäßig schneiden.
  • Zum Rückschnitt ist der Zeitpunkt vor dem neuen Austrieb am besten geeignet. Er kann also im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr erfolgen.
  • Gehe beim scheiden vorsichtig vor und schneide nur lang herausstehende Triebe zurück.
  • Schneide niemals über die Nadel-Grenze bis zum unbegrünten Holz. Die Pflanze bräuchte dann sehr lange, um an den Schnittstellen wieder grüne Nadeln zu entwickeln.

Wichtig: Da Thuja giftig ist, verwende unbedingt Handschuhe!

Thuja pflanzen: Vor- und Nachteile

Thuja ist winterhart.
Thuja ist winterhart. (Foto: CC0 / Pixabay / _Alicja_)

Die exotische Thuja ist zwar ein hübsches immergrünes Gewächs, eignet sich für eine ökologische Gartengestaltung aber nur bedingt. Bevor du eine Thuja-Hecke pflanzen möchtest, solltest du die Vor- und Nachteile des Lebensbaums abwägen:

Vorteile:

  • Schöne Heckenpflanze mit dichtem Wuchs. Guter Sichtschutz.
  • Verhältnismäßig leicht zu pflegen
  • Winterhart

Nachteile:

  • Thuja ist in allen Teilen giftig, wie du genauer beim Giftinformationsdienst-Nord nachlesen kannst. Der giftige Stoff Thujon steckt aber besonders konzentriert in Zweigspitzen und Zapfen.
  • Aufgrund der Toxizität ist der Baum für die Gartengestaltung schwierig. Sowohl Wildtiere als auch Haustiere können durch versehentliches Fressen der Pflanzenteile vergiftet werden.
  • Der Lebensbaum kann auch für spielende Kinder gefährlich werden. Der Saft der Pflanze kann schwere Hautreizungen und Juckreiz verursachen.
  • Thuja hat keinen besonderen ökologischen Nutzen. Hin und wieder kann sie als Nistplatz für Vögel dienen. Aufgrund ihres dichten Wuchses und der nach oben wachsenden Nadeln sind dafür jedoch andere Bäume besser geeignet.
  • Bei falscher Pflege, zu wenig Wasser oder einem zu starken Rückschnitt verkahlt das Zypressengewächs schnell. Das sieht auf Dauer unschön aus und schwächt die Pflanze.

Einheimische Alternativen zu Thuja und anderen Exoten

Mit einem Mix aus einheimischen Sträuchern wird die Artenvielfalt gefördert.
Mit einem Mix aus einheimischen Sträuchern wird die Artenvielfalt gefördert. (Foto: CC0 / Pixabay / stefmobils)

Möchtest du eine schöne Hecke pflanzen, eignen sich dazu aus ökologischer Perspektive einheimische Sträucher besser. Mit einer Kombination verschiedener einheimischer Wildsträucher hältst du nicht nur die Artenvielfalt aufrecht, sondern bietest Wildtieren je nach Vorliebe ein weitaus breiteres Nahrungs- und Nistangebot als mit exotischen Pflanzen.

Gut geeignete Pflanzen für eine Naturhecke sind etwa:

Die Auswahl an Pflanzen für eine Naturhecke mit einheimischen Sträuchern und Bäumen ist sehr groß. Als Tipp gilt: Orientiere dich bei der Auswahl der Pflanzen an der einheimischen Vegetation von Wildpflanzen und kultiviere diese zu Teilen in deiner Wildhecke. Da die einheimischen Sträucher an Standort und Witterung angepasst sind, bist du mit ihnen auf der sicheren Seite.

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