3 Tipps, wie du Waldbrände verhinderst

Ein Waldbrand entsteht schnell - so verhinderst du ihn.
Foto: CC0 Public Domain / Pexels - Pixabay

Letztes Jahr in Griechenland und Spanien, diesen Juni in Brandenburg: Im Sommer sind Waldbrände regelmäßig in den Schlagzeilen. Die allermeisten davon verursacht der Mensch. Wir geben drei Tipps, mit denen du helfen kannst, Waldbrände zu verhindern.

Große Waldbrände kennen wir vor allem aus Sibirien und dem Amazonas, immer wieder zerstören die Brände dort Million Hektar Land. Doch nicht nur international brennen die Wälder: Auch bei uns in Deutschland kommt es im Sommer regelmäßig zu größeren Waldbränden. Heuer brannten schon Wälder in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Durch die aktuelle Hitzewelle – im Juli werden mancherorts 40 Grad erwartet – steigt die Waldbrandgefahr weiter stark an.

Waldbrände – Konsequenz und Treiber des Klimawandels

Waldbrände treten im Sommer häufig auf: Die trockenen Böden entflammen sehr schnell. In den letzten Jahren hatten wir sehr heiße, trockene Sommer. Die Böden sind deshalb ausgetrocknet und anfällig für Feuer. Ein Grund für die gestiegenen Temperaturen ist der Klimawandel.

Gleichzeitig befeuern die großflächigen Waldbrände auf den trockenen Böden die Klimakrise immer weiter: Bei den Bränden werden hohe Mengen an CO2 freigesetzt. Das Treibhausgas CO2 heizt die Erde weiter auf. Die heißen Sommer wiederum erhöhen die Gefahr für Waldbrände. Ein Teufelskreis. Umso wichtiger, dass wir Waldbrände künftig besser verhindern.

So kann jede:r Waldbrände verhindern

„Mehr als 90 Prozent unserer Waldbrände sind vom Menschen gemacht“, erklärte Förster Siegfried Weiter gegenüber der Tagesschau. Es liegt also an uns, sorgsamer mit unserem Wald umzugehen. Hier haben wir drei Tipps für dich, die auch der BUND empfiehlt.

1. Kein Wildparken – Waldbrandgefahr!

Durch Menschen verursachte Waldbrände kann man verhindern.
Waldbrände sind im Sommer keine Seltenheit – aber zu verhindern. (Foto: CC0 Public Domain / Pexels - Vladyslav Dukhin)

Wer mit dem Auto zum Wald fährt, sollte es nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen. Denn geparkte Autos sind eine Gefahrenquelle für Waldbrände: Durch die heißen Katalysatoren im Wagen entwickelt sich eine starke Hitze am Auspuff, die schnell trockenes Gras oder Gestrüpp am Waldrand entzünden kann.

Hat sich ein Waldbrand entwickelt, können falsch geparkte Autos auf Waldwegen außerdem zum Problem für die Feuerwehr werden, die dadurch langsamer zu den Brandherden gelangt.

2. Waldbrände verhindern: Im Wald nicht rauchen

Nicht überall in Deutschland ist das Rauchen in Wäldern verboten. Du solltest es trotzdem nicht tun. Schon kleinste glühende Ascheteilchen einer Zigarette können einen Waldbrand auslösen. Wer nicht auf das Rauchen beim Waldspaziergang verzichten kann, sollte ein Gläschen, eine Dose oder einen Taschenascher dabeihaben, um die Asche nicht auf den Boden zu schnippen. Die Zigarettenstummel müssen auf jeden Fall wieder mitgenommen werden und dürfen nicht als potenzielle Brandursache liegen bleiben.

3. Besondere Vorsicht beim Grillen

Grundsätzlich gilt: Grillen ist nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Wenn du unerlaubt im Wald oder auf einer Wiese grillst, droht eine saftige Geldstrafe. Doch auch beim Grillen auf erlaubten Plätzen ist besondere Vorsicht geboten: Die Asche solltest du nach dem Grillen immer in den vorgesehenen Aschecontainer entsorgen.

Ist kein entsprechender Container vorhanden, lösche die Glut mit Wasser und lass die Asche gut abkühlen. Danach kannst du sie im Restmüll entsorgen. Du solltest die Asche auf keinen Fall einfach liegen lassen, denn die enthaltenen Schadstoffe schaden dem Wald.

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Generell gilt: Wenn du dich für den Klimaschutz einsetzt und möglichst klimafreundlich lebst, kämpfst du mit, dass Waldbrände in Zukunft nicht noch häufiger werden.

Nicht immer entstehen Waldbrände nur durch Unachtsamkeit. Im Amazonas werden Brände gezielt gelegt, um die landwirtschaftlichen Nutzflächen zu vergrößern. Hier zehn Dinge, die wir gegen die Brände im Amazonas tun können.

Utopia hat auch mit Peter Wohlleben, Deutschlands bekanntestem Förster und Wald-Schützer, über unseren Wald gesprochen und darüber, wie wir ihn am besten unterstützen können: Peter Wohlleben: „Ich bin nicht gegen Holznutzung, ich bin nur dagegen, den Wald brutal zu behandeln“

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