Winterharte Balkonpflanzen: Diese Gewächse sind immergrün

Foto: CC0 / Pixabay / jeglaat

Durch winterharte Balkonpflanzen kannst du dich auch im Winter an einem farbenfrohen Balkon erfreuen. Diese fünf Pflanzen vertragen auch niedrige Temperaturen. Außerdem dienen sie Vögeln und Bienen während ihrer Blütezeit als Nahrunsquelle.

Winterharte Balkonpflanzen: Das Heidekraut

Die Schneeheide wächst in den Alpen bis auf 2700 Meter Höhe.
Die Schneeheide wächst in den Alpen bis auf 2700 Meter Höhe.
(Foto: CC0 / Pixabay / razpaz)

Heidekraut, auch Erika genannt, ist ein immergrüner Zwergstrauch und besonders in Südafrika sehr verbreitet. Es gibt über 800 Sorten Heidekraut, welche weiß, rosa oder rötlich blühen.

Für den winterlichen Balkon eignet sich vor allem die sogenannte Schnee- oder Winterheide. Sie verträgt bis zu -30 Grad Celsius und blüht von Januar bis April. Am besten stellst du sie an einen sonnen- und windgeschützten Ort, sodass sie nicht austrocknet. Die Erde sollte immer leicht feucht und kalkhaltig sein.

Das Heidekraut ist sehr beliebt bei Bienen und anderen Insekten.

Purpurglöckchen für deinen Winterbalkon

Winterharte Balkonpflanzen: Zwischen April und September trägt das Purpurglöckchen Blütenrispen mit feinen Glöckchen.
Winterharte Balkonpflanzen: Zwischen April und September trägt das Purpurglöckchen Blütenrispen mit feinen Glöckchen.
(Foto: CC0 / Pixabay / HansLinde)

Das Purpurglöckchen, auch Schattenglöckchen genannt, gehört zur Familie der Steinbrechgewächse und umfasst ungefähr 37 verschiedene Arten. Das krautige Gewächs stammt aus der Region zwischen Nordamerika und Mexiko. Seine Blätter sind Grün, Rot bis hin zu Violett gefärbt.

Für einen kalten Winter auf dem Balkon eignet sich die immergrüne Pflanze hervorragend, denn sie ist äußerst robust und hält niedrige Temperaturen gut aus. Pflanze das Schattenglöckchen einfach mit nährstoffreicher Erde in einen Balkonkasten und halte es immer leicht feucht. Aber Achtung: Gieße nur an frostfreien Tagen. Ansonsten könnte die Wurzel erfrieren.

Winterharte Bartblume

Das Laub der Bartblume enthält ätherische Öle.
Das Laub der Bartblume enthält ätherische Öle.
(Foto: CC0 / Pixabay / zrenate)

Die Bartblume blüht in einem satten Blau und wurde in den 1930er Jahren in Großbritannien aus zwei ostasiatischen Blumen gezüchtet. Sie wächst in Form eines Halbstrauchs und trägt zwischen fünf und acht Zentimeter lange Blätter.

Die Bartblume eignet sich gut für den Balkon im Winter. Wenn sie im Topf eingepflanzt ist, stellst du sie im Winter zum Beispiel in eine Holzkiste, welche du mit Herbstlaub füllst. Wind und Nässe mag die Pflanze nicht, ein sonniger Standort ist besser. Lasse sie zum Beispiel an einer Hauswand überwintern. Die Erde sollte locker und mineralisch sein und nie ganz austrocknen. 

Während ihrer Blütezeit wird die Bartblume sehr gerne von Bienen angesteuert.

Winterharte Balkonpflanzen: Die Zwergmispel

Die Zwergmispel gibt es sowohl immer- als auch sommergrün.
Die Zwergmispel gibt es sowohl immer- als auch sommergrün.
(Foto: CC0 / Pixabay / danutaniemiec)

Die Zwergmispel ist eine robuste, widerstandsfähige Pflanze und stellt keine großen Ansprüche. Sie trägt beerenartige Früchte sowie weiße oder rote Blüten. Pflanzen solltest du sie in lockere, humus- und nährstoffreiche Erde. Wenn du sie einmal zu wenig gießt, ist das kein Problem. Staunässe verträgt sie nicht. Gieße sie im Winter unbedingt nur an frostfreien Tagen, sodass die Wurzel nicht einfriert und abstirbt.

Wichtig: Die Zwergmispel ist leicht giftig, da vor allem ihre Früchte Blausäure enthalten. Wenn du Kinder oder Haustiere hast, die diese essen könnten, eignet sich also eher eine der anderen winterharten Pflanzen.

Vögel hingegen nutzen die roten Früchte gerade im Winter als willkommene Nahrungsquelle.

Lavendel für deinen Winterbalkon

Auch Lavendel ist eine winterharte Balkonpflanze.
Auch Lavendel ist eine winterharte Balkonpflanze.
(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Auch Lavendel kannst du problemlos in den kalten Monaten auf deinem Balkon stehen lassen. Wichtig ist, dass es sich um Echten Lavendel handelt – viele andere Arten sind frostempfindlich und überstehen den Winter hierzulande nicht ungeschützt. 

Der Lavendel sollte im Winter unbedingt vor zu viel Sonne geschützt werden, da er sonst austrocknen kann. Auch extremen Wind verträgt er nicht gut, weshalb sich eine Hauswand gut als Überwinterungsort anbietet. Sobald das Thermometer weniger als -15 Grad Celsius anzeigt, braucht er zusätzlichen Schutz, zum Beispiel in Form einer Strohmatte. Gieße die Pflanze außerdem nur mäßig und an frostfreien Tagen, sodass die Wurzel nicht einfriert. Staunässe verträgt Lavendel ebenfalls nicht.

Lavendel ist sehr nektarhaltig und darf deshalb in einem bienenfreundlichen Garten nicht fehlen.

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(1) Kommentar

  1. Würde mir wünschen die Liste wäre etwas informativer was den Nutzen der Pflanzen angeht. Ansonsten kommt das, zumindest mir, etwas willkürlich vor. Kein Bezug zu Nachhaltigkeit oder sonstigen Kritieren. Könnte ne x-beliebige Liste von irgendeinem Garten Blog sein. Mir z.B. wäre es wichtig, dass die Pflanzen Bienenfreundlich sind.
    Aber, ok. Ich kann ja googlen :).
    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat diesbezüglich ne ganz gute Liste mit Informationen zu allen hier erwähnten Plfanzen, bis auf Purpurglöckchen. Infos zur Purpurglöcken findet man z.B. beim Imkerverband St. Gallen-Appenzell, die praktisch zur gleichen Einschätzung der anderen hier erwähnten Pflanzen kommen wie das BMEL: http://fs5.directupload.net/images/180923/kimqjqhl.png

    http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf?__blob=publicationFile
    http://www.imkerverband.info/up/files/Bienenweide.pdf