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Zwiebelprinzip an kalten Tagen: So bleibst du warm, ohne zu schwitzen

Foto: Colourbox.de/#1733

Das Zwiebelprinzip hält dich an kalten Tagen dank mehrerer Kleidungsschichten warm. Wie du die Schichten am besten anordnest, welche Materialien besonders geeignet sind und was du sonst noch beachten kannst, erfährst du hier.

Beim Zwiebelprinzip (oder auch Zwiebelschalenprinzip) kombinierst du Kleidungsstücke aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlicher Dicke miteinander. Wie auch bei den Schalen der Zwiebel ziehst du die Schichten übereinander an und hältst dich damit besonders gut warm. Wird es zu warm, kannst du eine Schicht ausziehen.

Besonders im Winter- und Outdoorsport, wie beim Skifahren oder Joggen, Wandern und Fahrradfahren kommt das Zwiebelprinzip gerne zum Einsatz. Doch auch für Alltagssituationen und zum Heizkostensparen kannst du es anwenden.

Das Zwiebelprinzip in der Wohnung

Beim Zwiebelprinzip gilt: Je mehr Schichten du kombinierst, desto wärmer wird es. Das liegt unter anderem daran, dass sich zwischen den Schichten Luft ansammelt, die die Wärme einfängt. Auch wenn du im Winter in der Wohnung Energie sparen möchtest, kannst du dir das Zwiebelprinzip zunutze machen. Statt das Heizungsthermostat hochzudrehen, kannst du einfach eine weitere Schicht drüber oder drunter anziehen.

In der Wohnung reicht es aus, wenn du Kleidungsstücke übereinander ziehst, die für die Wärmeisolation wichtig sind:

  • Für die unterste Schicht kannst du beispielsweise auf lange Unterhosen oder Leggins und Unterhemden und Tops setzen. Achte gerade bei den untersten Lagen auf Kleidungsstücke, die möglichst nah am Körper anliegen.
  • Darüber kannst du lang- und/oder kurzärmelige Shirts ziehen.
  • Die letzte Schicht bieten eine weitere Hose und ein oder zwei warme Pullis.
  • Auch für die Füße kannst du das Zwiebelprinzip nutzen und zwei bis drei Socken übereinander ziehen. Am besten wärmen dicke und lockere Socken als äußere Schicht, beispielsweise Stricksocken (findest du zum Beispiel im **Avocadostore).
  • Wenn du kalte Hände haben solltest, kannst du Handstulpen oder Pulswärmer verwenden. Hier findest du ein DIY: Pulswärmer stricken: Eine Anleitung für Anfänger:innen.

Für alle Schichten eignen sich besonders Materialien wie Baumwolle und Wolle. Achte beim Kauf möglichst auf biologisch zertifizierte Fair-Fashion-Produkte. Kaufe wenn möglich nur Kleidung aus nachhaltiger Wolle. Auf welche weiteren Kriterien du achten solltest und welchen Siegeln du trauen kannst, erfährst du hier: Was ist nachhaltiger: Kleidung aus Wolle, Baumwolle oder Synthetik?

Das Zwiebelprinzip für draußen

Durch unterschiedlich wärmende Schichten schützt dich das Zwiebelprinzip im Winter vor Nässe und Kälte.
(Foto: CC0 / Pixabay / pixel2013)

Wendest du das Zwiebelprinzip im Freien an, setzen sich die Schichten etwas anders zusammen:

  • Die erste Schicht bildet wieder die möglichst körpernahe Unterwäsche aus Baumwolle oder Wolle. Dabei muss es sich nicht zwingend um spezielle Outdoor- oder Skiunterwäsche handeln. Es tut auch ein Top oder eng anliegendes Shirt und Leggings oder Strumpfhosen. Für sportliche Aktivitäten hat sich Wolle als Basisschicht besonders bewährt. Denn diese saugt sich nicht so stark mit Schweiß voll, sondern transportiert die Feuchtigkeit besser nach außen.
  • Die zweite Schicht ist die Isolationsschicht. Dafür eignen sich je nach Wetterlage Wollpullover oder lange Shirts aus Baumwolle. Auch für die Beine kannst du Wollhosen oder auch Jeans nutzen.
  • Die dritte Schicht ist auf Windschutz spezialisiert. Sie hält nicht nur Wind, sondern auch leichten Regen ab und schützt dich so vor dem Auskühlen. Nutze dafür sogenannte „Windbreaker-Jacken“ und für längere sportliche Ausflüge zum Beispiel eine Wanderhose. Umweltfreundliche Modelle stellen wir dir zum Beispiel hier vor: Bessere Wanderbekleidung – von Regenjacke bis Wanderhose.
  • Die vierte Schicht kommt nur an besonders stürmischen und regnerischen Tagen zum Einsatz. Dann bewahren dich eine wasserabweisende Regenjacke und -hose vor Nässe und Kälte. Empfehlenswerte nachhaltige Regenjacken findest du zum Beispiel hier: Nachhaltige Regenjacken aus Naturfasern

Tipp: Je nach Wetterlage kannst du eine oder mehrere der Schichten weglassen. An wärmeren Tagen brauchst du zum Beispiel keine besonders warme Unterwäsche. Die Isolationsschicht kannst du dir eventuell sogar ganz sparen. An sonnigen, windstillen und trockenen Tagen lässt du die vierte Schicht weg und setzt die dritte Zwiebelschicht eventuell nur in Teilen um.

Die äußersten Schichten musst du in der Regel übrigens nicht waschen. Hast du geschwitzt, landet der Schweiß erst einmal in den untersten Kleidungsstücken. Teile der ersten und zweiten Schicht solltest du dementsprechend regelmäßig waschen. Bei Kleidung aus Wolle reicht es oft auch aus, die Kleidungsstücke zum Lüften aufzuhängen. Beim Waschen solltest du besonders schonend vorgehen. Generell empfehlen wir zudem Bio-Waschmittel ohne Mikroplastik und andere schädliche Stoffe zu verwenden. Weitere Tipps zum umweltschonenden Waschen gibt es hier: Wäsche richtig waschen: Sortieren, Temperatur, Waschmittel.

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