Stiftung Warentest: Eine beliebte Markenbutter fällt durch

Foto: Pixabay, CCO Public Domain

Ob aufs Brot, zum Backen oder Kochen: Viele Menschen essen täglich Butter. Stiftung Warentest hat 30 Markenprodukte getestet, die Hälfte schneidet gut ab, doch eine bekannte Marke fällt durch.

Wer Butter kaufen will, kann mittlerweile zwischen einer Vielzahl an Produkten auswählen: Es gibt unterschiedlichste Marken, konventionelle oder Bio-Butter, ungesalzene oder gesalzene Butter.

Stiftung Warentest: 30 Butter im Test

Für ihren aktuellen Butter-Test hat die Stiftung Warentest 30 ungesalzene Produkte untersucht: 15 mildgesäuerte Butter, 13 Süßrahm- und 2 Sauerrahmbutter zwischen 1,29 Euro und 2,79 Euro pro 250-Gramm-Packung; darunter bekannte Marken wie Frau Antje, Kerrygold, Landliebe, Meggle oder Weihenstephan. Mildgesäuerte Butter wird meist konventionell produziert, die untersuchten Süßrahm- und Sauerrahmbuttern dagegen sind überwiegend in Bio-Qualität. Die Tester bewerteten die Produkte in den Kategorien Sensorik, Streichfähigkeit, mikrobiologische Qualität, Schadstoffe, Verpackung und Deklaration. Die Untersuchung fand im November 2017 statt.

Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Jede zweite Butter im Test ist gut: Bei den mildgesäuerten Buttern liegen Edeka Gut & Günstig und Sachsenmilch Auch in dieser Kategorie „gut“: Bio-Alpenbutter von Berchtesgadener Land.
  • Die beste Süßrahmbutter ist Rewe Bio.
  • Die beste Sauerrahmbutter von Alnatura, gefolgt von Dennree Bio. Auch „gut“ in dieser Kategorie: Aldi Nord Bio-Butter.
  • Zwölf Produkte bekommen die Note „befriedigend“, sie sind zum Teil aromaarm, leicht fade oder käsig. Darunter Produkte von Aldi Nord (Milsani), Landliebe, Netto (und Netto BioBio), Mark Brandenburg Penny, Aldi Süd Bio, Kaufland K-Bio und Real Bio.
  • Die Original Irische Süßrahm-Butter von Kerrygold fällt im Test durch: Das Labor fand eine sehr hohe Gesamtkeimzahl in der Butter. Die andere Kerrygold-Butter im Test (mildgesäuert), schneidet hingegen mit knapp „gut“ ab.
Die einzige Zutat für Ghee: Butter, Butter im Test
Die Butter-Auswahl im Handel ist groß: Hier ein Produkt mit Salz. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / jackmac34)

Auf Ihrer Website nimmt Kerrygold Stellung zu den schlechten Ergebnissen: „Den von der Stiftung Warentest formulierten Vorwurf der mangelnden Produktionshygiene weisen wir eindeutig zurück.“ Die Firma verweist auf die regelmäßigen internen Hygieneüberprüfungen und schreibt weiterhin: „Die Süßrahmbutter mit dem untersuchten Mindesthaltbarkeitsdatum [hat] unser Haus in einem einwandfreien Zustand verlassen.“

Butter vs. Margarine: Was ist besser?

Im August 2017 untersuchte die Stiftung Warentest Margarinen, das Ergebnis: Fettschadstoffe, gesättigte Fettsäuren und Aromen machen Probleme. Stiftung Warentest legte den Schwerpunkt des Margarinen-Tests auf die ernährungsphysiologische Qualität und sagte: Prinzipiell ist Margarine aus pflanzlichen Ölen gesünder als Butter.

Bezüglich der Fettzusammensetzungsind alle Produkte im Test gesünder als Butter – zehn sogar deutlich gesünder. Sie enthalten laut Stiftung Warentest wenig gesättigte Fette, viele Omega-3-Fettsäuren und ein günstiges Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren. Dabei überzeugten vor allem Margarinen, die viel Raps-, Sonnenblumen- oder Leinöl enthalten. Insgesamt ist Margarine aufgrund der verarbeiteten pflanzlichen Fette und der Fettsäuren-Zusammensetzung gesünder als Butter, das bestätigt der Test.

Stiftung Warentest: Margarine im Test
2017 testete Stiftung Warentest bekannte Margarinen-Produkte. (Foto: © Utopia)

Wenn Milchkühe viel Gras und Heu fressen, steigt jedoch der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Milch. Konkret im Vergleich zur Margarine heißt das: „Bio-Butter kann daher die gesündere Wahl sein“, schreibt Stiftung Warentest im aktuellen Butter-Test. Butter liefert von Natur aus Mineralstoffe und die Vitamine A und E, Zusatzstoffe und Aromen sind tabu – im Gegensatz zur Margarine.

Butter im Test: Tipps zur Haltbarkeit

Stiftung Warentest April 2018 Butter im Test
Stiftung Warentest April 2018 (Cover: Stiftung Warentest)

Egal ob Butter oder Margarine, wichtig ist, wie viel Öl und Fett du insgesamt über den Tag verteilt zu dir nimmst. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, nicht mehr als 30 Gramm Butter oder Margarine pro Tag aufs Brot zu streichen.

Butter wird schnell ranzig, wenn sie nicht kühl aufbewahrt wird. In vielen Kühlschränken gibt es ein Butterfach in der Kühlschranktür, lagere die Butter am besten dort. Dose aus Glas oder Porzellan schützt das empfindliche Produkt vor den Gerüchen im Kühlschrank. Stelle nicht immer die ganze Butter zum Essen heraus, sondern so viel, wie du benutzen wirst – somit hält die Butter länger.

Den vollständigen Test findest du in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter test.de/butter.

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