Dm senkt Preise für Tampons, Binden, Menstruationstassen und Co.

Foto: © dm

Tampons, Binden, Slipeinlagen und Menstruationstassen gibt es bei dm ab sofort deutlich günstiger. Der Hintergrund: Ab kommendem Jahr sinkt die Mehrwertssteuer für Menstruationsprodukte – dm reduziert die Preise schon jetzt. 

Wer Monatshygiene kauft, zahlt aktuell noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Steuer steht schon lange in der Kritik, denn sogenannte „Güter des Grundbedarfs“ werden mit nur sieben Prozent besteuert. Menstruationsprodukte gehören eigentlich zum „Grundbedarf“ von Frauen, werden aber wie Luxusartikel behandelt.

Das ändert sich ab kommendem Jahr: Anfang November beschloss der Bundestag, die Steuer für Tampons, Binden und Co. zu senken. Die neue Regelung tritt ab Januar 2020 in Kraft – bei der Drogeriekette dm schon jetzt.

Dm rundet den Preis weiter ab

Dm erklärte in einer Mitteilung, den Preisvorteil schon einen Monat früher an die Kundinnen weiter zu geben. Außerdem geht die Drogeriekette einen Schritt weiter und rundet den Preis auf die nächste 5er-Endung ab.

Mini-Tampons von der Eigenmarke Jessa beispielsweise kosten damit nicht mehr 1,25 Euro für 32 Stück, sondern nur noch 1,05 Euro. In den dm-Märkten macht ein Schild auf die Preisänderungen aufmerksam.

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Dm informiert über die Preissenkung. (© dm)

Erfolgreiche Petition gegen Luxussteuer

Dass die Mehrwertsteuer auf Monatshygiene überhaupt gesenkt wird, ist auch einer Petition an den Bundestag zu verdanken. Unternehmen wie etwa „Einhorn“ und „The Female Company“ sowie zahlreiche Prominente wie etwa Charlotte Roche hatten die Petition unterstützt.

Auf den ersten Blick wirkt der Preisunterschied mit gesenktem Steuersatz gering. Wenn man ihn hochrechnet, ist er jedoch nicht zu unterschätzen: Eine Frau verbraucht im Durchschnitt bis zu 17.000 Binden oder Tampons in ihrem Leben. Mit dem neuen Steuersatz spart sie im Laufe ihres Lebens also mehrere tausend Euro. Noch mehr Geld lässt sich sparen, wenn man ganz auf Tampons und Binden verzichtet – und Alternativen wie Menstruationscups oder Stoffbinden nutzt. Diese Alternativen sind auch umweltfreundlicher, weil sie weniger Müll verursachen. Mehr Informationen dazu:

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(1) Kommentar

  1. Die Steueränderung war sicherlich längst überfällig. Wie im Text richtig angesprochen, kann sich auch kleine Änderung mit einer entsprechend großen Stückzahl durchaus auswirken. Totzdem sollte dabei eventuell nochmal nachgerechnet werden.
    Eine Ersparnis bei den angegebenen Zahlen (17.000 Stück; 32 pro Packung; Preis von 1,25€ auf 1,05€) von etwa 100€ ist realistisch, wie daraus mehrere tausend Euro pro Person einzusparen sind ist etwas schleierhaft.
    Ich lasse mich aber gern berichtigen.

    „Auf den ersten Blick wirkt der Preisunterschied mit gesenktem Steuersatz gering. Wenn man ihn hochrechnet, ist er jedoch nicht zu unterschätzen: Eine Frau verbraucht im Durchschnitt bis zu 17.000 Binden oder Tampons in ihrem Leben. Mit dem neuen Steuersatz spart sie im Laufe ihres Lebens also mehrere tausend Euro“.