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9 Kosmetik-Produkte mit Mikroplastik – und Alternativen ohne

  • Fotos: Utopia

    Mikroplastik in Kosmetik vermeiden: So geht's

    Mikroplastik findet sich inzwischen fast überall in der Natur – wie weitreichend die Folgen für Umwelt und Lebewesen sind, wird derzeit intensiv erforscht. Zwar stammt nur ein kleiner Teil des Mikroplastiks in der Umwelt aus Kosmetik, aber der ist besonders unnötig: Gute Pflegeprodukte gibt es längst ohne Mikroplastik.

    Achtung: Hersteller definieren Mikroplastik oft nur als feste Plastikpartikel einer bestimmten Größe. Umweltschutzverbände dagegen weisen darauf hin, dass Kunststoffe häufig in flüssiger, gelförmiger oder wasserlöslicher Form eingesetzt werden und diese ebenso ins Abwasser und die Umwelt gelangen können. Über Auswirkungen und Abbauwege ist wenig bekannt. Solche Kunststoffe definieren wir bei Utopia als „Mikroplastik im weiteren Sinne.“

  • Fotos: utopia.de; alverde / dm.de

    Mikroplastik in Waschgel

    Egal ob fest oder flüssig: Polymere wie „Acylates Copolymer“ und „Polyquarternium-10“, welche im abgebildeten Nivea-Waschgel enthalten sind, können in die Umwelt gelangen. Über ihre Auswirkungen und Abbauwege ist wenig bekannt.

    Besser also, du greifst zu einem Waschgel, das ohne Mikroplastik auskommt – zum Beispiel zum „Aqua Waschgel Meeresalge“ von der dm-Naturkosmetikmarke Alverde.

  • Fotos: utopia.de; i+m / ecco-verde.de

    Deo mit und ohne Mikroplastik

    Deo soll unangenehme Gerüche verbannen  – doch dafür kommen oft bedenkliche Stoffe zum Einsatz. So auch im Rexona „Cotton Dry“. Das enthält unter anderem das schwer abbaubare Silikon Cyclopentasiloxane. Vor Kunststoffen wie Siloxanen in Kosmetik warnt u.a. die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

    Mit der Deocreme „Rose“ von i+m bist du aus zwei Gründen besser beraten. Zum einen kommt sie ohne Mikroplastik aus, zum anderen fällt viel weniger Verpackung an.

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  • Fotos: utopia.de; speick.de

    Mikroplastik in Sonnencreme

    In herkömmlichen Sonnenschutzmitteln stecke oft Kunststoffverbindungen – selbst in der von Ladival für allergische Haut (LSF 20). Auf der Rückseite findet sich der Zungenbrecher „Acrylates / C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer“ – laut Greenpeace klar ein Kunststoff. In Sonnenmilch dient er als Verdickungsmittel und Filmbildner. Doch gelangt der Stoff beim Baden in Meere und Seen, kann er sich in der Nahrungskette anreichern.

    Wer sich ungern mit Plastik einschmiert, kann zu einer mineralischen Sonnencreme in Naturkosmetik-Qualität greifen – zum Beispiel die Speick Sun Sonnencreme LSF 30.

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  • Fotos: utopia.de; drbronner.de

    Mikroplastik in Seife

    Flüssigseifen kommen im Wegwerf-Plastikspender und sind deshalb sowieso schon die schlechtere Wahl. Viele enthalten außerdem Mikroplastik oder andere Kunststoffverbindungen – so wie diese von Palmolive: Sie enthält den Stoff Polyquaternium-7.

    Feste Seifen gibt es von allen Naturkosmetikmarken und zudem von vielen kleinen Seifenmanufakturen. Eine gute Alternative ist zum Beispiel Die „Reine Naturseife Mandel“ von Dr. Bronner (ohne Mikroplastik, dafür mit Bio-Palmöl).

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    Tipp: Auch die günstigere Variante von Rossmann-Eigenmarke Alterra (Reine Pflanzenölseife Granatapfel) ist Mikroplastik-frei.

  • Fotos: utopia.de; lavera.de

    Shampoo mit und ohne Mikroplastik

    Die Verpackung des Garnier-Shampoos „Tonerde und Zitrone“ mag grün sein – der Inhalt ist es nicht. Neben Stoffen wie Tartrazin, das allergische Hautreaktionen auslösen kann, versteckt sich auch wasserlösliches Mikroplastik darin – gekennzeichnet als „Acrylates Copolymer“.

    Es gibt genügend Haarpflegeprodukte, die auch ohne festes oder gelöstes Mikroplastik auskommen – zum Beispiel das Lavera „Pflegeshampoo Frische & Balance“. Ähnlich wie das Garnier-Produkt ist das Naturkosmetik-Shampoo besonders für schnell nachfettendes Haar geeignet.

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  • Ethletics, GEPA, Speick, Soulbottles, Weleda; Colourbox.de

    Die Utopia-Bestenlisten

    In den Utopia-Bestenlisten findest du viele Alternativen zu konventionellen Produkten. Einige Beispiele:

  • Fotos: utopia.de; logona.de

    Mikroplastik in Zahnpasta

    Früher war Mikroplastik in Zahnpasta verbreitet. Heute sind feste Plastikpartikel kaum darin zu finden. Doch von Kunststoff in anderen Aggregatzuständen lässt sich das nicht behaupten. Die Signal-Zahncreme „White Now“ enthält zum Beispiel die Plastikverbindung „PVM/ MA Copolymer“, welche Öko-Test 2019 bereits in Colgate-Zahnpasta stark bemängelte.

    „Wie sich solche schwer abbaubaren, wasserlöslichen Stoffe auf die Umwelt auswirken, ist bisher unbekannt“, mahnten die Tester:innen damals. Wir von Utopia raten Zahnpasta von Naturkosmetik-Herstellern zu verwenden, da diese auch sonst auf bedenkliche Inhaltsstoffe verzichten. Ein Beispiel: die Zahnpasta von Logona.

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  • Fotos: utopia.de; weleda.de

    Duschgel mit und ohne Mikroplastik

    Sehr viele konventionelle Duschgels enthalten Mikroplastik-Partikel oder flüssigen Kunststoff. Im 3-in1-Duschgel „Refreshing Man“ von Bruno Banani steckt zum Beispiel der Kunststoff Polyquaternium-7 (PQ).

    Alternativen gibt es genügend: Praktisch alle Naturkosmetik-Hersteller haben verschiedene Duschgel-Sorten ohne Mikroplastik im Sortiment. In unserer Bestenliste besonders gut bewertet ist das Weleda-Duschgel, das es auch in einer Variante für Männer gibt.

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  • Fotos: utopia.de; bioturm.de

    Mikroplastik in Styling-Gel

    Gels wie Taft „Power“ von Schwarzkopf sorgen dafür, dass Frisuren ihren Halt bewahren. Doch für den stabilen Look kommen leider einige problematische Inhaltsstoffe zum Einsatz.

    In dem Taft-Produkt steckt zum Beispiel „Carbomer“, welches Öko-Test als umweltbelastende lösliche Plastikverbindung einschätzt – in Naturkosmetik ist der Stoff verboten. Auch „Polyvinylpyrrolidone“ (PVP) befinden sich auf der Inhaltsstoffliste. Laut Greenpeace dient dieser Kunststoff in flüssiger Form als Filmbildner und ist in Kosmetik besonders verbreitet.

    Für schicke Frisuren brauchst du keineswegs Plastik: Ohne Kunststoff kommt zum Beispiel das Styling Gel von Bioturm aus.

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  • Fotos: utopia.de; Fair Squared / avocadostore.de

    Mikroplastik in Bodylotion

    Beliebte Kosmetikmarken wie Neutrogena versprechen gerne tolle, besonders hautpflegende Wirkungen – dabei basiert diese Bodylotion einfach nur auf Mineralöl und enthält bedenkliche Kunststoffverbindungen wie Carbomer (siehe Haargel) und Sodium Polyacrylate. Letzteres Polymer ist laut einer Codecheck-Studie besonders schwer abbaubar.

    Fast jeder Naturkosmetikhersteller hat bessere Körperlotionen im Sortiment, diese hier von Fair Squared enthält außerdem grünen Tee und Olivenöl aus fairem Handel.

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  • Cover: oekom, Foto: Utopia

    Noch mehr Tipps für ein bewussteres Leben im Utopia-Buch

    Du achtest schon auf Kosmetik ohne Mikroplastik, möchtest aber in noch mehr Bereichen nachhaltiger und bewusster leben? Das Utopia-Buch „Meine Reise nach Utopia“ eignet sich perfekt als Ratgeber oder auch als Geschenkidee. Untergliedert in 52 Themenwochen gibt es nachhaltige Infos und Tipps – vom minimalistischen Kleiderschrank bis hin zum plastikarmen Badezimmer. Und die ganz besonderen Impulsseiten zeigen wöchentlich auf, wie man Kraft für Veränderungen tankt – und gestärkt die Komfortzone hinter sich läßt.

  • Foto: IMG_9153 von Laura unter CC-BY-2.0
  • Foto: knallgrün photocase.de

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