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Die 11 schlimmsten Grillfehler

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    Richtig grillen und Grillfehler vermeiden

    Sommer, Sonne, Steaks? So schön das Grillen auch ist – wer nicht seine Gesundheit und die Umwelt gefährden will, sollte ein paar Dinge beachten.

    Utopia zeigt, wie du die größten Fehler im Umgang mit dem Grill vermeidest, und gibt Tipps, wie du diesen Sommer möglichst verantwortungsvoll grillen kannst.

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    1. Finger weg von Billigfleisch

    Billiges Discounter-Fleisch ist ein Fehler: Es stammt mit ziemlicher Sicherheit von Tieren, die in Massentierhaltung gelitten haben.

    Bei Fleisch gilt grundsätzlich: Weniger ist mehr. Wenn du ab und zu Fleisch grillst, dann greife zu hochwertigem Bio-Fleisch. Kaufe am besten Ware mit Bioland-, Naturland– oder Demeter-Siegel; die Vertragslandwirt:innen dieser Bio-Anbauverbände achten auf möglichst artgerechte Tierhaltung.

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    2. Wer nur Fleisch grillt, verpasst was.

    Vegetarisch grillen ist mindestens genauso lecker wie „klassisch“ mit Fleisch. Großes Plus: Du ernährst dich meist gesünder und leistest einen aktiven Beitrag zu Tier- und Klimaschutz.

    Es gibt unendliche Möglichkeiten, fleischlos zu grillen. Probier doch mal Zucchini, Auberginen, Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln oder Pilze vom Grill. Dazu gibt’s Salate, hausgemachte Dips, Knoblauchbrot … auch die Auswahl an veganen Bio-Burgern wächst ständig.

    Mehr Tipps: Vegetarisch grillen – So schmeckt’s wirklich ohne Fleisch

     

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    3. Nicht verkohlen lassen

    Ein Großteil der Grillkohle, die wir Deutschen verbrauchen, importieren wir aus Südamerika und Afrika, wo dafür oft illegal Wälder abgeholzt werden.

    Bevorzuge heimische Holzkohle und/oder achte auf das FSC-Siegel, das PEFC-Siegel oder die Naturland-Zertifizierung. Entsprechende Produkte gibt es z.B. bei Amazon**. Das DIN-Prüfzeichen garantiert zudem Schadstofffreiheit.

    Achtung: Als „Grillkohle“ oder „Grillbriketts“ bezeichnete Produkte können Braunkohle enthalten, deren Abbau weltweit Landschaften zerstört.

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    4. Schluss mit Einweg-Grills

    Auf billige Einweg-Grills solltest du ebenso verzichten wie auf Einweg-Geschirr. Der Abfall, der daraus entsteht, vergrößert unsere Müllberge, die Herstellung von Aluminium stellt eine große Umweltbelastung dar. Zudem stecken in den Alu-Wegwerfschalen oft chemische Anzünder und Kohle fragwürdiger Herkunft.

    Wenn du keinen „richtigen“ Grill hast, nutze öffentliche Grillstellen mit Ausstattung oder leih dir einen Mehrweggrill – und lade die Grillbesitzer:innen gleich mit ein!

    Mehr dazu: 6 Argumente gegen den Einweggrill und Ausprobiert: Grilleimer statt Wegwerfgrill.

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    5. Ungesunde Rauchzeichen

    Tropft beim Grillen Fett in die Glut, können mit dem Qualm krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen und auf die Oberfläche des Essens gelangen.

    Stich darum nicht mit der Gabel ins Grillgut, sondern verwende eine Grillzange und tupfe Mariniertes vor dem Grillen ab.

    Alufolie verhindert zwar Tropfen, aber die Produktion von Aluminium verursacht große Umweltschäden – und Alu steht unter Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Alternative: Dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer oder das Grillgut auf große Pflanzenblätter legen (z.B. Rhabarber-, Kohl-, Mangold-, Beinwell- oder Weinblätter). Es gibt auch Grills mit spezieller Fettfangvorrichtung.

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    6. Bloß nichts anbrennen lassen!

    Werden Fleisch und Fisch zu lange bei großer Hitze gegrillt oder gebraten, können sogenannte heterozyklische aromatische Amine (HAA) entstehen, die das Erbgut schädigen und in Tierversuchen Krebs erzeugten.

    Also lieber Finger weg von zu lange gegrillten Steaks und halbverkohlten Würstchen. Alternative: beim Grillen gleich ganz auf Fleisch verzichten.

    Mehr dazu: Vegetarisch grillen: So schmeckt’s wirklich ohne Fleisch.

  • Foto: © picxeller - Fotolia.com

    7. Grill richtig anzünden

    Bei der Verbrennung von chemischen Grillanzündern werden oft gesundheitsschädliche, potenziell krebserregende Stoffe freigesetzt. Sogar beim Verbrennen von Papier oder Tannenzapfen können krebserregende Substanzen entstehen.

    Synthetische Grillanzünder sind zudem nicht gerade umweltfreundlich: Sie bestehen meist aus Kerosin, Petroleum oder N-Paraffin – alles Erdöl-Produkte.

    Besser: feste Grillanzünder aus gepressten Holzresten mit Öl oder Wachs (leider oft Paraffin). Achte auf das FSC-Siegel. Alternativen: Grillanzünder selber machen, z.B. aus Reisig oder feinen Holzspänen. Das Grillgut gehört erst dann auf den Rost, wenn die Anzündhilfe vollständig verbrannt ist.

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    8. Besser kein kaltgepresstes Öl

    Kaltgepresst ist am gesündesten? Nicht immer. Zum Grillen solltest du Speiseöle mit einem hohen Rauchpunkt wählen, da bei Überhitzung krebserregende Substanzen entstehen können.

    Besonders hitzestabil sind in der Regel raffinierte Öle. Während kaltgepresstes Olivenöl einen Rauchpunkt von 130 bis 175 °C hat, liegt der bei den meisten raffinierten Öle erst bei über 200 °C. Der Rauchpunkt von raffiniertem Sonnenblumenöl beispielsweise liegt bei 210 bis 225°C, der von raffiniertem Erdnussöl bei etwa 230 °C.

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    9. Kein Spiel mit dem Feuer

    Wenn dir dein Leben und das deiner Mit-Griller:innen lieb ist, gieße nicht nur kein Öl ins Feuer, sondern vor allem keinen Spiritus.

    Spiritus ist mit Chemikalien versetztes Ethanol – hochentzündlicher Alkohol. In Deutschland passieren Schätzungen zufolge etwa 4.000 Grillunfälle pro Jahr, rund 500 davon mit schwersten Verletzungen. Mehr als 50 Prozent dieser Unfälle werden durch Brandbeschleuniger wie Spiritus verursacht.

    Hab lieber ein wenig Geduld und bringe das Grillfeuer auf „natürliche“ Weise zum Glühen.

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    10. Beim Grillen nicht mit Bier ablöschen

    Das Ablöschen des Grillguts mit Bier kann zu einer vermehrten Bildung von krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) führen.

    Wenn du beim Grillen Bier dabei hast, trink es lieber selbst als es in den Grill zu schütten!

    Wir empfehlen dir diese 5 Bio-Bier-Marken.

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    11. Abstand halten

    Beim Grillen entsteht viel Rauch, und der stört nicht nur uns Menschen. Stelle deshalb sicher, dass du Tiere bei deinem Grillabend nicht belästigst. In Wäldern, Naturschutzgebieten und vielen Parks ist Grillen übrigens in der Regel verboten. Mache aus Natur- und Brandschutzgründen immer nur an solchen Orten Feuer, an denen es explizit erlaubt ist.

  • Foto © Utopia/cr
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