Balkonpflanzen vor Hitze schützen: 5 Tipps

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Foto: CC0 / Pixabay / joaoarquimedes

An heißen Sommertagen ist es wichtig, Balkonpflanzen vor der Hitze zu schützen. Wir verraten dir fünf Tipps, wie du deine Balkonbepflanzung vor Hitzeschäden bewahren kannst.

Bei starker Hitze leiden die Balkonpflanzen. Wassermangel oder Verbrennung durch direkte Sonneneinstrahlung sind die größte Gefahr für Balkonpflanzen im Hochsommerwetter. 

Auf dem Balkon staut sich die Hitze meist mehr als auf offenen Flächen. Deshalb ist es wichtig, die Bepflanzung auf die Hitze vorzubereiten und an heißen Tagen zu schützen. Kübelpflanzen sind besonders stark betroffen, da sie weniger Erde haben, um das Wasser zu speichern und dadurch schneller austrocknen. Auch Pflanzen mit großen Blättern brauchen Schutz. Durch die verstärkte Verdunstung an Sommertagen verlieren sie mehr Wasser über die Blattflächen als sonst.

Wir geben dir fünf Tipps, wie du deine Balkonpflanzen vor Hitzeschäden schützen kannst. 

1. Balkonpflanzen und Hitze: Beachte die Himmelsrichtung

Geranien wachsen gut auf Südbalkonen.
Geranien wachsen gut auf Südbalkonen.
(Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter)

Hitzeschutz bei Balkonpflanzen beginnt schon mit der Pflanzenwahl. Finde zunächst heraus, in welche Himmelsrichtung dein Balkon zeigt. Das bestimmt die Licht- und Temperaturverhältnisse. Nicht alle Pflanzen können unter denselben Voraussetzungen wachsen. Es gilt:

  • Schattenpflanzen eignen sich auf einem Nordbalkon.
  • Halbschattenpflanzen wachsen gut auf einem Ost- oder Westbalkon.
  • Sonnenpflanzen lieben den Südbalkon.

Wähle also die richtige Pflanzenart für deinen Balkon. Besonders hitzeresistent sind Pflanzen, die direkte Sonneneinstrahlung vertragen oder aus warmem Klima stammen. Dazu gehören unter anderem Geranien (Vorsicht: Geranien sind wertlos für Bienen), Oleander, Zitrusgewächse und mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Rosmarin oder Oregano. 

Weitere Inspiration findest du unter Balkonpflanzen: Pflegeleichte Sorten für sonnige und schattige Plätze.

2. Wähle den passenden Topf

Material und Größe des Topfs sind ausschlaggebend, um Balkonpflnanzen vor Hitze zu schützen.
Material und Größe des Topfs sind ausschlaggebend, um Balkonpflnanzen vor Hitze zu schützen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Broesis)

Eine weitere Maßnahme, um deine Balkonpflanzen vor Hitze zu schützen, ist eine gute Topfwahl. Kübelpflanzen trocknen schneller aus als Beetpflanzen, da sie weniger Erde haben, um Wasser zu speichern. Mit dem richtigen Topf kannst du dem entgegenwirken.

Beachte Folgendes:

  • Material: Verwende nach Möglichkeit Ton- und Keramiktöpfe für deine Balkonpflanzen. Diese heizen sich nicht so schnell auf und dienen zusätzlich als Wasserspeicher. Kübel aus Metall oder Kunststoff werden dagegen sehr heiß und tragen zum Austrocknen der Erde bei. 
  • Topftiefe: Stelle sicher, dass die Wurzeln genug Platz haben, um sich nach unten zu entwickeln. Das macht die Pflanze robust und widerstandsfähiger. 
  • Durchmesser: Gib der Pflanze extra Raum, indem du einen Topf mit genügend großem Durchmesser wählst. Es sollten zwei bis drei cm Platz zum Rand bleiben. Das erhöht die Speicherkapazität von Wasser und Nährstoffen. 

Die Topfgröße hängt immer von der Pflanze ab. Informiere dich am besten vorher, wie viel Platz die Balkonpflanzen deiner Wahl benötigen.

3. Schütze die Erde und das Granulat

Schutz vor Hitze fängt bei den Balkonpflanzen schon mit dem richtigen Eintopfen an.
Schutz vor Hitze fängt bei den Balkonpflanzen schon mit dem richtigen Eintopfen an.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Die Erde zu schützen ist eine weitere Maßnahme, um deine Balkonpflanzen vor Hitzeschäden zu bewahren. Die Erde ist die Lebensgrundlage der Pflanzen. Sie speichert Wasser und Nährstoffe. Wenn die Erde intakt ist, dann kann die Pflanze einen heißen Sommer überstehen. 

Übrigens: Erde dient nicht nur als Wasserspeicher, sondern sie kann die Pflanze zusätzlich kühlen. 

Beginne mit dem Hitzeschutz schon bei der Bepflanzung. Befülle die Kübel zunächst mit einer bodendeckenden Schicht aus Tongranulat. Das Granulat speichert Wasser und verhindert Staunässe.

Optional kannst du den Topf dann mit einer dünnen Schicht Kokoserde bis zu einem Drittel auffüllen. Sie speichert Nährstoffe und lockert den Boden. Bedenke jedoch, dass es sich um ein exotisches Produkt handelt und du dieses nur in Maßen und aus verantwortungsvollem Anbau verwenden solltest. 

Fülle den Topf dann bis zum Rand mit Mutterboden oder normaler Pflanzenerde. An heißen Sommertagen kannst du die Erde zusätzlich mit einer Mulchschicht schützen. Eine dünne Schicht aus Schnittgut, Laub oder Stroh schützt die Erde vor direkter Sonneneinstrahlung. Der Boden kann so Nährstoffe und Wasser länger speichern. 

4. Balkonpflanzen in der Hitze: Wässere richtig

Gieße die Pflanzen direkt an der Erde und nicht auf die Blätter. So schützt du sie vor Verbrennungen.
Gieße die Pflanzen direkt an der Erde und nicht auf die Blätter. So schützt du sie vor Verbrennungen.
(Foto: CC0 / Pixabay / utroja0)

Die Bewässerung ist der wichtigste Faktor, um deine Balkonpflanzen vor Hitze zu schützen und um sie durch heiße Sommertage zu bringen. Damit sie weder verdursten noch verbrennen, solltest du einige Tipps beachten:

  • Wässere sie ein bis zweimal pro Tag und dann sehr kräftig.
  • Gieße die Pflanzen im Sommer frühmorgens (am besten ist vier oder fünf Uhr) oder am Abend. Dann verdunstet das Wasser nicht so schnell und die Pflanzen haben Zeit, das Wasser zu speichern.
  • Richte das Wasser direkt auf die Erde und nicht auf die Blätter. Wassertropfen auf den Blättern können unter direkter Sonneneinstrahlung wie eine Lupe wirken und die Pflanzen verbrennen. Verwende deshalb eine Gießkanne oder einen Krug mit einfachem Strahl anstatt einem Lochaufsatz. 
  • Wenn du Tontöpfe verwendest, dann tauche die Blumentöpfe zusätzlich in einen Eimer mit Wasser ein. Achte darauf, dass dabei nur der Topf und die Erde nasse werden, nicht die Pflanze an sich. Der Ton saugt das Wasser auf, speichert es und sorgt somit dafür, dass die Erde länger feucht und kühl bleibt.

Tipp: Bedenke, dass jede Pflanze individuelle Vorlieben zur Bewässerung hat. Informiere dich deshalb, wie viel Wasser deine Balkonpflanzen benötigen.

5. Hitzeschutz für Balkonpflanzen: Spende Schatten

Stelle die Balkonpflanzen während der Mittagshitze in den Schatten.
Stelle die Balkonpflanzen während der Mittagshitze in den Schatten.
(Foto: CC0 / Pixabay / half_rain)

Schütze deine Balkonpflanzen vor Hitze, indem du sie an sehr heißen Tagen an einen kühleren Ort stellst. Wenn du deine Pflanzen gemäß der Balkonhimmelsrichtung gewählt hast, sie im richtigen Topf angepflanzt sind und du sie regelmäßig und richtig gießt, dann bleibt dir an Hochsommertagen nur noch ein Hitzeschutz: Schatten

Unter direkter Sonneneinstrahlung leiden viele Pflanzen. Deshalb ist es besonders zur Mittagszeit wichtig, sie in den Schatten zu stellen. Finde heraus, wie du einen Sonnenbrand bei Pflanzen erkennen und verhindern kannst. 

Kleine Kübelpflanzen kannst du in eine schattige Ecke stellen oder für einige Stunden in die Wohnung bringen. Bei fest angebrachten Töpfen oder großen Kübeln wird das schon schwieriger. Biete diesen Pflanzen Schutz, indem du ein Sonnensegel spannst, eine Markise anbringst oder einen Sonnenschirm aufstellst. 

Tipp: Nimm die Natur als Vorbild und nutze die Bepflanzung selbst als Schattenspender. Stelle dazu kleine Gewächse in den Schutz von größeren Pflanzen.

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