Biokosmetik: Diese Merkmale machen sie aus

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Biokosmetik ist Kosmetik mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau. Der Begriff ist jedoch nicht geschützt. Achte daher beim Kauf auf Zertifizierungen.

Biokosmetik – was ist das?

Biokosmetik ist Kosmetik mit Bio-Zutaten. Der Begriff Kosmetik umfasst dabei sowohl dekorative Kosmetik wie Lippenstift oder Make-up als auch Hygiene- und Pflegeprodukte wie Seifen und Hautcremes. Der Zusatz „bio“ illustriert, dass es sich um ein Produkt mit biologisch erzeugten Rohstoffen handelt. Aber der Begriff „Biokosmetik“ ist ebenso wie der „Naturkosmetik“ nicht geschützt. Daher gibt es keine bindende Definition.

Verbraucherfalle: Abbildungen von Pflanzen und Früchten auf der Verpackung sollen frisch und natürlich wirken, sind aber kein Indikator für Natur- oder Biokosmetik. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher, unbedingt auf verlässliche Siegel zu achten, um Natur- und Biokosmetik zu erkennen – und um beide voneinander zu unterscheiden.

 

Biokosmetik oder Naturkosmetik?

Biokosmetik ist nicht gleich Naturkosmetik.
Biokosmetik ist nicht gleich Naturkosmetik. (Foto: CC0 / Pixabay / Monfocus)

Naturkosmetik ist  nicht zwangsläufig das Gleiche wie Biokosmetik. Oft überschneiden sich die Begriffe jedoch. Zertifizierte Bio- und Naturkosmetik haben beispielsweise gemeinsam, dass sie auf problematische Inhaltsstoffe wie Mikroplastik oder erdölbasierter Substanzen verzichten.

Naturkosmetik bedeutet jedoch nicht in jeden Fall, dass die enthaltenen pflanzlichen Stoffe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Ob dieses Kriterium Berücksichtigung findet, ist von Siegel zu Siegel unterschiedlich.

Der Verband Ecocert beispielsweise zeichnet Biokosmetik und Naturkosmetik aus – und unterscheidet beide  voneinander. Biokosmetik muss höhere Anforderungen erfüllen. Damit Ecocert ein Produkt als Biokosmetik einstuft, müssen laut Label-online mindestens …

  • 95 Prozent der enthaltenen Inhaltsstoffe einen natürlichen Ursprung haben,
  • 95 Prozent der pflanzlichen Bestandteile biologisch angebaut worden sein,
  • und zehn Prozent des gesamten Produkts aus bio-zertifizierten Rohstoffen bestehen.

Für Naturkosmetik gelten bei Ecocert etwas niedrigere Standards: Dort müssen mindestens 50 Prozent (statt 95 ) der pflanzlichen Inhaltsstoffe biologisch sein sowie mindestens fünf Prozent (statt zehn) der gesamten Inhaltsstoffe.

Biokosmetik – Natrue-Siegel

Kontrollierte Biokosmetik wird durch Label gekennzeichnet.
Kontrollierte Biokosmetik wird durch Label gekennzeichnet. (Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Das Natrue-Siegel gehört zu den Siegeln, die in Deutschland am häufigsten für Naturkosmetik vergeben werden. Auch hier wird zwischen Biokosmetik und Naturkosmetik unterschieden. Biokosmetik ist dabei die strengste von drei Abstufungen ist, die Natrue vergibt.

Damit Natrue ein Produkt als Biokosmetik zertifiziert, …

  • muss das das Produkt ausschließlich aus natürlichen, naturnahen oder naturidentischen Inhaltsstoffen sowie Wasser bestehen.
  • müssen (so wie bei Ecocert) mindestens 95 Prozent der Zutaten kontrolliert biologisch angebaut worden sein.
  • muss es tierversuchsfrei sein.

Ist Biokosmetik vegan?

Biokosmetik ist nicht immer vegan.
Biokosmetik ist nicht immer vegan. (Foto: CC0 / Pixabay / Incygneia)

Biokosmetik ist nicht unbedingt vegan. Biokosmetik zeichnet sich durch Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau aus, während vegane Kosmetik keinerlei tierische Produkte enthält.

Um tierfreie Kosmetik leichter zu identifizieren, gibt es verschiedene Siegel wie die Veganblume oder das „Cruelty free & vegan“-Siegel der Tierschutzorganisation PETA. Diese beiden Siegel stehen auch für tierversuchsfreie Produkte.

Nicht unbedingt vegane, aber garantiert tierversuchsfreie Kosmetik erkennst du an den Siegeln Leaping Bunny und dem Hasen mit der schützenden Hand. Diese Produkte können Bestandteile tierischen Ursprungs enthalten, Tierversuche werden aber ausgeschlossen. Auch das „Cruelty free“-Siegel ohne den Zusatz „vegan“ steht nur für „frei von Tierversuchen“.

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