Flexitarier: Das macht sie aus

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Flexitarier ernähren sich vegetarisch, aber nicht immer. Was diese Ernährungsform ausmacht und welche Vorteile die hauptsächlich pflanzliche Ernährung bietet, erfährst du hier.

Flexitarier – was ist das?

Flexitarier schöpfen das abwechselungsreiche Potenzial der vegetarischen Küche aus und ergänzen es selten mit Fleisch.
Flexitarier schöpfen das abwechselungsreiche Potenzial der vegetarischen Küche aus und ergänzen es selten mit Fleisch. (Foto: CC0 / Pixabay / ponce_photography)

Flexitarier sind Menschen, die sich größtenteils vegetarisch ernähren, aber in seltenen Fällen auch Fleisch essen. So setzt sich das Wort aus „flexibel“ und „Vegetarier“ zusammen. Meistens ist das Fleisch, das Flexitarier essen, von Tieren aus artgerechter, biologischer Haltung.

Laut einer Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung beschreiben mehr als ein Drittel der deutschen Haushalte, dass sie ihren Fleischkonsum bewusst verringern. Auch diese Leute können als Flexitarier bezeichnet werden.

Vegetarische oder vegane Ernährung ist zwar die ökologischste Art sich zu ernähren. Aber wenn alle weniger Fleisch essen, ist für die Umwelt mehr gewonnen, als wenn nur wenige Leute zu 100 % konsequent fleischfrei leben. Daher darfst du stolz auf deine flexitarische Ernährung sein: Sie ist schon deutlich nachhaltiger, als die mit durchschnittlichem Fleischkonsum in Deutschland.

Flexitarisch geht immer

Flexitarier genießen Gulasch oft mit Tofu und manchmal mit Bio-Fleisch.
Flexitarier genießen Gulasch oft mit Tofu und manchmal mit Bio-Fleisch. (Foto: CC0 / Pixabay / kalhh)

Vegetarische Ernährung ist keine Ausnahme mehr: Ca. 10 % der Deutschen ernähren sich fleischfrei. Sogar das vegane Angebot in Restaurants wird immer besser. Und nicht nur weil gegrillte Paprika oder Flammkuchen mit Ziegenkäse und Honig wirklich lecker schmecken, ist vegetarische Ernährung längst eine genussvolle Ernährung und kein schmerzhafter Verzicht mehr.

Als Flexitarier würdest du nur in bestimmten Situation eventuell Fleisch essen, z.B. bei Familienfeiern oder anderen Einladungen oder im Urlaub. Wenn du dir klare Regeln setzt, wann Fleisch essen für dich in Frage kommt – Fleisch nur aus artgerechter Haltung, nur an einem bestimmten Wochentag oder nur bei Oma – fällt es dir leicht, dich an deine Prinzipien zu halten. Außerdem helfen selbst gesetzte Prinzipien dir langfristig deutlich weniger Fleisch zu konsumieren. Sollten dir deine Prinzipien irgendwann nicht mehr ausreichen, kannst du deinen Fleischkonsum natürlich jederzeit weiter drosseln.

Flexitarische Ernährung für bessere Tierhaltung

Die Entscheidung für Bio-Fleisch trägt zur nachhaltigen Tierhaltung bei.
Die Entscheidung für Bio-Fleisch trägt zur nachhaltigen Tierhaltung bei. (Foto: CC0 / Pixabay / Einladung_zum_Essen)

Hochwertiges Bio-Fleisch ist teurer als das Discount-Fleisch aus Massentierhaltung. Du kannst es dir dennoch leisten, wenn du Fleisch nur zu besonderen Gelegenheiten einkaufst. Als Flexitarier kannst du dir so auch mit kleinem Geldbeutel Fleisch aus biologischer Tierhaltung leisten. Das bedeutet, dass die Tiere mehr Auslauf haben, keine präventiv eingesetzten Antibiotika bekommen und mit ökologischem Futter ernährt werden. Als Flexitarier und kritischer Konsument unterstützt du die bessere Tierhaltung.

Flexitarische Ernährung ist gesund

Viel knackiges Gemüse tut dem Körper gut.
Viel knackiges Gemüse tut dem Körper gut. (Foto: CC0 / Pixabay / eloneo)

In Deutschland wird doppelt so viel Fleisch verzehrt, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als gesund erachtet. Ein starkes Anzeichen dafür, dass ein verringerter Fleischkonsum nicht nur die Tiere und die Umwelt schont, sondern auch dir und deinem Körper gut tut. Gesund ist eine abwechselungsreiche Ernährung. Diese kann sowohl mit als auch ohne Fleisch erreicht werden. Für Flexitarier ist die abwechselungsreiche Ernährung besonders leicht zu erreichen, da sie oft sehr bewusst konsumieren.

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