Grill- und Kaminanzünder selber machen – Mit Kerzenresten und Eierkarton

Foto: Foto: Kathrin Inerle / Utopia

Wenn Grill- und Kaminanzünder beim Grillabend fehlen, wird es mühsam, das Feuer in Gang zu bringen. Diese einfache Anleitung zeigt, wie du Grill- und Kaminanzünder ganz einfach selber machen kannst.

Kaminanzünder selber machen: die Zutaten

  • Eierkarton
  • ca. 200 g Wachsreste
  • Sägespäne
  • Topf
  • altes, großes Glas
  • Schaschlikspieß

Für die Kaminanzünder brauchst du Wachs – am besten verwendest du alte Wachsreste von Kerzen. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du verwendest die wertvollen Wachsreste weiter und sie landen nicht im Müll. Sägespäne fallen in örtlichen Tischlereien, bei DIY-Projekten oder beim Holzmachen an. Im Winter oder Frühjahr während der Holzernte findest du sie auch in vielen Wäldern. Wer Haustiere hat, kann auch das Einstreu aus Holz verwenden.

Anleitung für selbst gemachten Grill- und Kaminanzünder

Ein fertiger Grillanzünder
Ein fertiger Grillanzünder (Foto: Utopia/ K. Inerle)

So stellst du deinen eigenen Grillanzünder aus Kerzenresten her:

  1. Befülle das Glas mit den Kerzenresten.
  2. Erhitze parallel Wasser in einem Topf.
  3. Nimm den Topf vom Herd und stelle das Glas hinein. Achtung: Das Wachs muss langsam schmelzen, da es je nach Zusammensetzung Feuer fangen könnte. Das Wasser sollte also nicht zu heiß sein und auf keinen Fall kochen – auch damit keine Wasserspritzer im Wachs landen. Wachs schmilzt schon bei Temperaturen um 40 Grad.
  4. Verteile währenddessen die Sägespäne in den Mulden des Eierkartons.
  5. Ist das Wachs flüssig, gieße es in die Mulden und drücke die Sägespäne etwas hinein.
  6. Warte bis das Wachs richtig fest ist. Das kann bis zu zwei Stunden dauern.
  7. Schneide den Eierkarton mit einem Messer auseinander. Jede Eier-Mulde ergibt eine Portion des Anzünders.

Weitere Tipps für nachhaltiges Grillen

Beim Anfeuern auf geringe Rauchentwicklung achten
Beim Anfeuern auf geringe Rauchentwicklung achten (Foto: CC0 / Pixabay / kaboompics)

Wenn das Feuer zu wenig Luft bekommt, entwickelt sich starker, teilweise giftiger Rauch. Dies kannst du vermeiden, indem du gezielt Luft zufächerst (z.B. mit einer Luftpumpe). Zudem ist in handelsüblichem Kerzenwachs häufig Paraffin enthalten. Wenn es verbrennt, kann ebenfalls giftiger Rauch entstehen, der nicht eingeatmet werden sollte. (Mehr Informationen zu Schadstoffen in Kerzen und ökologischen Alternativen findest du in unserem Ratgeber Kerzen).

Die selbst gemachten Grillanzünder sind eine gute Alternative zu chemischen Varianten. Bei der Verbrennung von chemischen Grillanzündern werden oft gesundheitsschädliche, potenziell krebserregende Stoffe freigesetzt. Synthetische Grillanzünder sind zudem nicht gerade umweltfreundlich: Sie bestehen meist aus Kerosin, Petroleum oder N-Paraffin – alles Erdöl-Produkte.

Natürlich kannst du für selbstgemachte Grillanzünder auch andere Materialen sinnvoll wieder verwenden, die sonst im Abfall landen würden. Zum Beispiel lassen sich verwendete Streichhölzer sammeln und verarbeiten. Unser Tipp: Vor allem die Weihnachtszeit eignet sich gut, um Material für die Anzünder zu sammeln. So kannst du neben den Streichhölzern auch nicht vollständige verbrannte Adventskerzen aufbewahren.

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(2) Kommentare

  1. Wer keine Sägespäne zur Verfügung hat, kann auch Kiefernzapfen nehmen. Die nehme ich zusammen mit Wachs zum Anzünden meines Ofens. Geht prima. Kiefernzapfen ins Wachs tauchen und trocknen lassen. Fertig.

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