Grünen Tee zubereiten: So wird er nicht bitter

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Grünen Tee zubereiten will gelernt sein: Beim Aufguss und der Temperatur musst du einiges beachten, damit der Grüne Tee nicht bitter wird und die gewünschte Wirkung eintritt.

Grünem Tee werden viele positive Wirkungen für den Stoffwechsel, die Fettverbrennung sowie das Immunsystem nachgesagt. Da er koffeinhaltig ist, macht er auch noch wach und ist dabei besser verträglich als Kaffee.

Wenn du Grünen Tee traditionell japanisch zubereiten willst, gibt es eine Menge zu beachten: Teesorte, Ziehzeit, Wasserqualität, Temperatur und Teemenge. Auch die Teekanne kann den Geschmack beeinflussen.

Grünen Tee zubereiten: Darauf kommt es an

Ein mehrmaliger Aufguss von Grüntee ist prinzipiell möglich.
Ein mehrmaliger Aufguss von Grüntee ist prinzipiell möglich.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Besonders wichtig bei der Zubereitung von Grünem Tee sind die Wassertemperatur und die Ziehzeit. Zieht er zu lange, wird er bitter. Zieht er zu kurz, schmeckt er kaum. Ist das Wasser zu heiß, werden gute Inhaltsstoffe wie Antioxidantien oder Gerbstoffe aufgelöst. Ist das Wasser zu kalt, werden diese Stoffe nicht im Wasser gebunden und dein Tee hat keine Wirkung.

Für einen guten Grünen Tee musst du auf Folgendes achten:

  • Kalkarmes Wasser verwenden
  • Ziehdauer: Anhängig von der Teesorte, aber nicht länger als drei Minuten
  • Wassertemperatur: je nach Teesorte zwischen 60 und 90 Grad Celsius
  • Teemenge: 1 -2 TL losen Tee oder 1 Teebeutel (ca. 10 g)
  • Wassermenge: je nach Teesorte eine Tasse bis eine Kanne

In den meisten Fällen steht auf der Verpackung, wie viel Tee für wie lange und bei wie viel Grad ziehen muss. Die wohl beliebtesten Grüntee-Sorten in Deutschland sind Sencha-Tee und Jasmintee. Bei diesen Sorten kannst du dich an einer Temperatur von 80 Grad bei drei Minuten Ziehzeit orientieren. 

Die Zubereitung ist bei allen Grüntees bis auf Matcha gleich:

  1. Teewasser kochen,
  2. auf die gewünschte Temperatur abkühlen lassen,
  3. Wasser über den losen Tee oder den Teebeutel gießen,
  4. ziehen lassen,

Grüner Tee hat immer die perfekte Trinktemperatur, weil er nicht zu heiß aufgegossen werden soll. Allerdings kannst die Ziehzeit deines Tees auch variieren, falls du ihn etwas stärker oder milder magst. 

Teebeutel oder losen Tee?

Losen Grüntee kannst du mehrmals zubereiten.
Losen Grüntee kannst du mehrmals zubereiten.
(Foto: CC0 / Pixabay / 422737)

Grüntee kann mehrmals aufgegossen werden: Je höher die Teequalität ist, umso mehr Aufgüsse sind möglich.

  • Beim zweiten (und jedem weiteren) Aufguss sollte die Ziehzeit kürzer sein.
  • Ungefähr 90-120 Sekunden sind empfehlenswert.
  • Außerdem sollte so wenig Zeit wie möglich zwischen den Aufgüssen liegen.
  • Am besten sind noch dampfende und nasse Blätter, statt wieder getrocknete.

Bei der Zubereitung von Grüntee mit Teebeuteln empfiehlt sich ein zweiter Aufguss in der Regel nicht, da Teebeutel im Vergleich zu losem Tee meist eine geringere Qualität aufweisen. Der Tee in den Teebeuteln besteht aus zerkleinerten Blättern, wohingegen loser Tee in der Regel ganze getrocknete Teeblätter enthält. Die ätherischen Öle, die dem Tee erst seine Wirkung geben, sind im Teebeutel-Tee also kaum vorhanden.

Das richtige Gefäß

Grüntee mag viel Platz zum Ziehen, sodass Grüntee-Liebhaber*innen auch eine große Kanne wählen sollten. Sogenannte „Kyusus“ aus Ton mit einem großen Korpus werden in Japan verwendet. Es gibt aber auch große Teekannen aus Gusseisen und Glas. In den Teekannen sollte ein Sieb integriert sein, damit du deinem losen Tee in der Kanne genügend Platz gewähren kannst, ohne ihn in ein Tee-Ei einzusperren.

Wie bei vielen anderen Tees ist es leider auch Grüner Tee oft mit Schadstoffen belastet. Informiere dich, welche Tees schadstoffarm oder schadstofffrei sind. Neben der schlechten Schadstoffbilanz stehen Tees oft auch wegen einer miesen Ökobilanz und ausgebeuteten Arbeiter am Pranger. Dem kannst du entgehen, indem du auf Tee aus fairem Handel zurückgreifst. Mehr dazu hier: Die bittere Wahrheit über Tee.

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