Holundergelee ist ein fruchtiger Brotaufstrich. Wenn er dann noch selbst gemacht ist – umso besser! Hier findest du ein einfaches Rezept dafür.
Holunderbeeren werden im August und September reif. Sobald sie eine dunkle Farbe angenommen haben, kannst du sie pflücken. Roh sind die heimischen Beeren zwar nicht genießbar, aber du kannst sie in der Küche dennoch vielseitig verwenden und aus ihnen unter anderem Saft, Marmelade, Sirup und Gelee machen. Ein leckeres Rezept für selbstgemachtes Holundergelee zeigen wir dir in diesem Artikel.
Für das selbstgemachte Holundergelee benötigst du nicht viele Zutaten. Das Rezept ergibt, je nach Größe der Gläser, etwa drei bis fünf Einmachgläser.
Achte darauf, die wenigen Zutaten möglichst in Bio-Qualität zu kaufen. Die Anbauverbände Naturland, Bioland und Demeter schützen besonders gut Böden, Wasser und Umwelt, indem sie zum Beispiel keine chemisch-synthetischen Pestizide und Kunstdünger einsetzen.
Rezept für Holundergelee: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Zubereitung: ca. 45 Minuten
- Menge: 5
- 2 kg Holunderbeeren
- 200 ml Wasser
- 750 g Gelierzucker
- 1 Zitrone
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Wasche die Holunderbeeren und gib sie in einen großen Kochtopf. Füge etwa 200 Milliliter Wasser hinzu, lass alles aufkochen und dann für eine Viertelstunde vor sich hin köcheln.
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Lass die Beeren abkühlen.
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Lege ein Sieb mit einem Baumwoll- oder Leinentuch aus und gieße die Beeren hindurch – fange den Saft dabei in einem extra Gefäß auf. Drücke die Beeren mit einem Löffel aus, sodass du den Saft komplett herausholst.
Achtung: Holunderbeeren färben stark ab, diese Farbe lässt sich nicht restlos aus dem Tuch auswaschen.
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Miss den Saft ab und gib ihn mit der gleichen Menge Gelierzucker in einen Topf.
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Presse die Zitrone aus und füge den Saft zum Holundersaft hinzu.
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Bringe die Mischung zum Kochen.
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Lass das Ganze ein bis zwei Minuten kochen und rühre dabei um.
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Mach eine Gelierprobe: Gib etwas Gelee auf einen Teller und warte eine Minute. Wird das Gelee fest, ist es fertig und du kannst die Gläser bis zum Rand befüllen und verschließen.
Wichtig: Befüllte die sterilisierten Gläser mit dem noch heißen Holundergelee. Je heißer, desto hygienischer – die Hitze desinfiziert das Glasinnere und das Gelee bleibt länger haltbar.
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Lass das Holundergelee auskühlen. Lagere es kühl und dunkel, so hält es sich mehrere Monate.
Tipps für ein gelungenes Holundergelee
Um ein möglichst schmackhaftes, gesundes und günstiges Holundergelee herzustellen, beachte noch folgende Tipps:
- Holunder sammeln: Holunder wächst wild in Parks sowie an Wald- und Wegrändern. Die Seite mundraub.org hilft dir, Holunderbüsche zu finden, von denen du ernten kannst. Achte aber darauf, dass sich keine viel befahrene Straße in der Nähe befindet.
- Holunder anbauen: Du kannst Schwarzen Holunder auch selber anbauen, wenn du einen Garten hast.
- Verfeinern: Wenn du möchtest, kannst du zum Beispiel noch etwas Vanille, Zimt oder Nelkenpulver zum Holundergelee hinzugeben. Auch eine Glühwein-Gewürzmischung oder andere sonst eher typisch weihnachtlichen Aromen wie Spekulatiusgewürz passen gut ins Holundergelee.
Übrigens: Holundergelee kannst du nicht nur aus den Beeren, sondern auch aus den Blüten zubereiten. Ein Rezept für Holunderblütengelee findest du in einem anderen Utopia-Artikel.
Überarbeitet von Philipp Multhaupt
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