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Hummelstich: So behandelst du ihn

Foto: CC0 / Pixabay / woodypino

Hummelstich? Ja, Hummeln können tatsächlich stechen. Auch wenn das eher selten vorkommt, solltest du wissen, was du in diesem Ausnahmefall tun kannst. Hier erfährst du, wie du einen Hummelstich behandelst.

Flauschig, friedlich und etwas schwerfällig: Diese Attribute haben wohl dazu geführt, dass es nach landläufiger Überzeugung heißt, Hummeln könnten nicht stechen. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Irrtum: Weibliche Hummeln besitzen nämlich sehr wohl einen Stachel und setzen ihn in wenigen Fällen auch ein. Zum Glück kannst du einen Hummelstich leicht selbst behandeln.

So behandelst du einen Hummelstich

Bei einem Hummelstich kann Zitronensäure den Juckreiz lindern.
Bei einem Hummelstich kann Zitronensäure den Juckreiz lindern.
(Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Ein Hummelstich ist weniger schmerzhaft als der Stich einer Wespe oder Biene. Das liegt daran, dass die Hummel ihren Stachel nach dem Einstich wieder herauszieht, während der Stechapparat der Biene stecken bleibt. Bei einem Bienenstich gibt die Giftdrüse des Stechapparats auch nach dem Stich weiter Gift ab. Er ist deshalb schmerzhafter. Bei Hummelstichen ist weniger Gift im Spiel.

Trotzdem sind die Symptome eines Hummelstichs denen eines Bienenstichs ähnlich:

  • kurzer, intensiver Schmerz
  • brennendes Gefühl
  • Schwellung um die Eintrittsstelle
  • Rötung und Juckreiz

Um diese Symptome zu lindern kannst du den Stich wie einen Bienenstich mit folgenden Hausmitteln behandeln:

  • Kühlen, z.B. mit gekühlten Kompressen, Eiswürfeln oder Kühlakkus: Die Kälte verengt die Blutgefäße. Dadurch können sich die Stoffe, die den Juckreiz auslösen, nicht weiter verbreiten. Die Schwellung klingt infolgedessen schneller ab.
  • Hitze auf den Stich anwenden, z.B. mit erhitztem Metall in Form eines heißen Löffels: Ab einer gewissen Temperatur zerfallen die Proteine im Gift. Aber Vorsicht: Bei dieser Methode solltest du aufpassen, dass es zu keinen Verbrennungen kommt. Alternativ hilft es auch, ein mit heißem Wasser getränktes Tuch auf die Stichwunde zu legen.
  • Frisch geschnittene Zwiebelscheiben auf den Hummelstich legen: Der Zwiebelsaft wirkt desinfizierend und soll den Juckreiz lindern.
  • Auch Aloe-Vera-Gel mindert den Juckreiz und wirkt kühlend, wodurch die Schwellung zurückgeht.
  • Den Hummelstich mit Essig oder Zitronensaft abtupfen: Du kannst Kompressen oder Wattebäusche in Essig oder Zitronensaft tränken. Sie desinfizieren die Wunde und wirken kühlend. Die Säure zerstört die Moleküle im Gift, was zu einer Linderung der Symptome führt.
  • Kratzen solltest du vermeiden: Dabei können leicht Dreck oder Bakterien in die Wunde geraten.

Was tun bei einem Hummelstich im Mund- oder Rachenraum oder bei einer Allergie?

  • Wenn der Hummelstich im Mund oder Rachen erfolgt ist, solltest du keine Zeit verschwenden und schnell einen Arzt aufsuchen. Wenn der Stich nämlich stark anschwillt, droht Erstickungsgefahr.
  • Auch Menschen mit einer Insektengiftallergie sollten sofort zum Arzt. Bei ihnen kann der Stich eine Schockreaktion herbeiführen, die unter Umständen lebensgefährlich ausfällt. Hinweise auf eine solche Schockreaktion können weitere Symptome wie Erbrechen oder Bewusstlosigkeit sein, die etwa zehn bis 30 Minuten nach dem Hummelstich auftreten.

Warum und wann stechen Hummeln?

Ihren Stachel verwenden Hummeln meist nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
Ihren Stachel verwenden Hummeln meist nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Die meisten Hummelarten sind tatsächlich sehr friedlich und ruhig. In bestimmten Situationen setzt die Hummel ihren Stachel aber zur Verteidigung und zum Schutz ihres Nests ein:

  • Wenn sie eingezwängt ist, zum Beispiel wenn du sie festhältst oder ihr Ausflugloch vor dem Nest versperrt ist. Einige Hummelarten, etwa die Baumhummel, fühlen sich bereits bedroht, wenn du dich ihrem Nest im Hochsommer nur näherst. 
  • Wenn sie sich bedroht fühlt, beispielsweise wenn du auf sie trittst oder ihr Nest mit Stöcken angreifst.

Zudem benutzen Hummeln ihren Stachel nicht sofort, sondern kündigen ihr Zustechen mit Warnungen an:

  • Vor dem Stich hebt die Hummel ihr mittleres Bein in Richtung des Angreifers.
  • Die Hummel präsentiert ihren Stachel: Sie brummt sehr laut, dreht sich auf den Rücken und reckt ihr Hinterteil dem Angreifer entgegen.

Wenn du diese Warnsignale ignorierst, musst du mit einem Stich rechnen. Grundsätzlich kannst du einen Hummelstich aber gut vermeiden, wenn du im Umgang mit den Insekten einige Verhaltenstipps beachtest:

  • Schlage nicht nach Hummeln.
  • Nimm Hummeln nicht in die Hand.
  • Berühre das Hummelnest nicht und bleibe dem Nest wenn möglich fern.
  • Vermeide aggressive Gerüche wie Parfüm.

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